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Gehaltstest Frauen auch in Führungsjobs schlechter bezahlt

Exklusiv

Auch in der deutschen Führungsetage werden Männer und Frauen unterschiedlich bezahlt.

Zehn Fakten zum Frauentag
Protestierende Frauen Quelle: dpa
Frau gewinnt im Wettrennen Quelle: fotolia
Frau blickt in die Ferne Quelle: fotolia
Miss-Wahl Quelle: dpa
5. Größere Frauen gelten als intelligenter:Lässt sich von der Körpergröße auf den Intellekt schließen? Simon Chu von der britischen Uni Lancashire meint: Ja. Für seine Studie sollten 84 Freiwillige anhand von Fotos den Charakter von zwei Frauen einschätzen. Der Clou: Mal sahen die Probanden das Original, mal veränderte Chua das Bild, so dass die Frauen größer wirkten. Verblüffend: Im zweiten Fall wurden die Frauen nicht nur als intelligenter bewertet, sondern auch als ehrgeiziger. Quelle: fotolia
Frau zählt Geld Quelle: fotolia
Frau telefoniert im Büro Quelle: AP

Frauen und Männer verdienen auch in Führungspositionen unterschiedlich viel. Zu diesem Ergebnis kommt der große Gehaltstest der WirtschaftsWoche und der Hamburger Vergütungsberatung Personalmarkt.

So verdient der Marketingchef eines Softwarehauses mit 500 Mitarbeitern in München durchschnittlich etwa 150.000 Euro im Jahr. Eine Frau erhält in derselben Position im Schnitt nur 120.000 Euro. Ähnliche Unterschiede gibt es in den Bereichen Finanzen, IT oder Personal. Während ein Personalleiter in einem Pharmaunternehmen mit 1000 Angestellten ein durchschnittliches Jahresgehalt von 145.000 Euro bekommt, bezieht eine Frau in derselben Position nur 125.000 Euro.

Wo Frauen in deutschen Konzernen stehen
European Commissioner for Justice, Fundamental Rights and Citizenship Viviane Reding Quelle: dapd
Die Beine von Deutsche Bank-Mitarbeiterinnen, aufgenommen auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank in der Festhalle in Frankfurt am Main Quelle: dapd
Frau an einem Fax-Gerät Quelle: Fotolia
Männer und Frauen verschiedenen Alters Quelle: Fotolia
zwei Frauen und zwei Männer in einem Meeting Quelle: Fotolia
Business-Meeting Quelle: Fotolia
Frau schaut in den Himmel Quelle: Fotolia

Für den großen Gehaltstest analysierte die Vergütungsberatung Personalmarkt knapp 375.000 Datensätze – 317.000 von Mitarbeitern, 57.000 von Führungskräften.

Immerhin: Sowohl Fach- wie Führungskräfte als auch Hochschulabsolventen können in 2012 mit mehr Einkommen rechnen. „Die Konjunktur ist in den vergangenen eineinhalb Jahren sehr stark gewachsen“, sagt PersonalMarkt-Geschäftsführer Tim Böger, „die Gehälter holen jetzt auf, was sie zuvor in der Krise 2009 verloren haben.“

Führungskräfte in Unternehmen mit 100 bis 1000 Mitarbeitern erhalten 2012 ein durchschnittliches Jahresgehalt von etwa 95.000 Euro – das sind satte 6,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Fachkräfte ohne Personalverantwortung können noch mit einem Plus von 1,7 Prozent rechnen. Sie nehmen im Schnitt etwa 53.000 Euro mit nach Hause. Und Hochschulabsolventen steigern ihr Einstiegsgehalt im Schnitt um 3,9 Prozent. Im Jahr 2011 verdienten sie durchschnittlich gut 40.000 Euro, 2012 kommen sie auf mehr als 42 000 Euro. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Fachrichtungen beträchtlich: Während für Mediziner im ersten Job durchschnittlich 47.000 Euro drin sind, beziehen Grafiker und Designer magere 32.000 Euro.

Die Exklusiv-Studie mit den Einkommen von knapp 500 Berufen veröffentlicht die Wirtschaftswoche in ihrer kommenden Ausgabe.

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