Gehaltsunterschied Akademiker bekommen 17.000 Euro mehr im Jahr

Wer studiert hat, wird seltener arbeitslos und verdient mehr. 64.700 Euro brutto verdienen Fach- und Führungskräfte mit akademischer Ausbildung im Schnitt pro Jahr. 17.000 Euro mehr als Kollegen ohne Studium.

Diese Faktoren beeinflussen Ihr Gehalt
älterer Mann im Büro am Computer Quelle: Fotolia
Euro-Münzen liegen auf einer Karte mit dem Bundesland Hessen. Quelle: dpa
Frauen mit verschiedenem Gewicht Quelle: dpa
Kandidatinnen bei Germany´s Next Topmodel Quelle: dpa
Fußballer rasieren sich Quelle: REUTERS
Eine Frau Quelle: Fotolia
Einem Mann kommt Rauch aus den Ohren (Symbolbild) Quelle: Fotolia

Handwerksbetriebe klagen über fehlende Fachkräfte, Professoren wie Julian Nida-Rümelin über den Akademisierungswahn. Schaut man sich jedoch die Gehälter verschiedener Berufsgruppen an, zeigt sich: Am besten verdienen immer noch Akademiker. Wer studiert hat, verdient später 17.000 Euro mehr im Jahr als ein Kollege mit einer dualen Berufsausbildung. Und wer bis zum Master durchhält, verdient im Mittel fünf Prozent mehr als Kollegen mit einem Bachelor-Abschluss.

Wer seinen Studiengang allein nach finanziellen Aspekten auswählt, der sollte Arzt oder Anwalt werden, beziehungsweise seinen Kindern dazu raten. Das sagt auch Sebastian Dettmers, Geschäftsführer der Online-Jobbörse Stepstone. "Die besten Aussichten hat man, wenn man Medizin studiert oder Rechtswissenschaften. Das führt in Deutschland einfach zu den höchsten Gehältern."

Das Handwerk zahlt am schlechtesten

Auch Ingenieure, allen voran Wirtschaftsingenieure, verdienen in Deutschland sehr gut. Unterdurchschnittlich bezahlt werden dagegen Akademiker mit Abschlüssen in Geschichts- und Kulturwissenschaften, Design und in Erziehungswissenschaften. "Spitzengehälter werden heute in der Chemie- und in der erdölverarbeitenden-Industrie gezahlt. Und auch in der Pharmaindustrie und in der Luft- und Raumfahrt werden Top-Gehälter gezahlt. Schlusslicht bei den Gehältern ist das Handwerk: Dort verdienen Arbeitnehmer durchschnittlich bis zu 30.000 Euro weniger.", sagt Dettmers.

So viel verdienten einzelne Berufsgruppen

Trotz Digitalisierung, Globalisierung und sonstigen Veränderungen ist das Gefälle auf dem Lohnzettel das Gleiche wie vor 60 Jahren, wie der aktuelle Gehaltsreport von Stepstone zeigt, für den die Gehaltsdaten von rund 50.000 Fach- und Führungskräfte ausgewertet wurden, die an einer Online-Befragung teilgenommen haben.

Wie immer bei Statistiken sagen die von Stepstone analysierten Gehälter allerdings nichts über die Position, die Fähigkeiten oder die Dienstjahre aus. Was jedoch berücksichtigt wurde, ist die Unternehmensgröße: kleine Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern, mittlere Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern und große Unternehmen ab 1000 Mitarbeitern zahlen schließlich unterschiedlich.

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