Gehaltsverhandlung Fragen Sie jetzt nach mehr Geld für 2018

16 Prozent der Unternehmen wollen im Januar die Gehälter erhöhen. Wenn Sie 2018 also mehr Geld verdienen möchten, fragen Sie jetzt noch nach. Zu spät für die Januarrunde? Kein Problem: eine zweite Welle kommt im April.

Die zehn schlimmsten Fehler in Gehaltsverhandlungen
Schlechte VorbereitungWer vorbereitet ins Gehaltsgespräch geht, holt mehr raus. Eine gute Vorbereitung ist allein schon deshalb wichtig, weil Ihr Verhandlungspartner in punkto Gehalt und Verhandlungskompetenz in der Regel wesentlich erfahrener ist als Sie. Lassen Sie daher einfließen, welche Projekte Sie zuletzt erfolgreich abgeschlossen haben. Ihre Leistung ist in der Regel eine Kennzahl, mit der Ihr Arbeitgeber Sie beurteilt. Die Darstellung Ihrer Erfolge ist daher die beste Basis für ein erfolgreiches Verhandlungsgespräch. Die ideale Ausgangssituation für diese Argumentation ist gegeben, wenn Sie bereits über einen längeren Zeitraum in einem Unternehmen tätig sind und durch Leistungen bereits überzeugen konnten. Quelle: Gehalt.de,
Kollegen als Referenz Quelle: Fotolia
Schlechte ArgumenteEs gibt Argumente, die Sie nie benutzen sollten, auch wenn das eine oder andere auf den ersten Blick der Auslöser für Ihren Wunsch nach mehr Gehalt gewesen sein sollte. Vermeiden Sie Mitleids- oder Bedürftigkeitsargumente. Auch leere Drohungen á la
Gutes Timing bei der Gehaltsverhandlung kann Gold wert sein. Quelle: Fotolia
An der bekannten Redewendung
Wer zu wenig fordert, kommt nie zu mehr Geld. Quelle: dpa
Unterschätzen Sie Ihre Körpersprache nicht Quelle: Fotolia

Mehr als die Hälfte der deutschen Betriebe hat ihre Gehaltspläne für das kommende Jahr fertig in der Schublade. Ab September wissen die Firmen in der Regel, um wie viel Prozent sie die Löhne im kommenden Jahr anheben wollen, ob sie Boni ausloben oder ob es Nullrunden gibt.

"40 Prozent der Unternehmen haben noch keine Entscheidung für 2018 getroffen“, sagt Thomas Gruhle, Vergütungsexperte bei der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry Hay Group. Bei 60 Prozent ist die Planung also fix, die Mehrheit will ihren Mitarbeitern die Löhne um rund zwei Prozent erhöhen.

"Die Prognose zur Lohnerhöhung bei deutschen Unternehmen pendelt jedes Jahr zwischen 2,5 und drei Prozent - und zwar unabhängig von der Inflation", so Gruhle. Das heißt natürlich nicht, dass Einzelne nicht viel mehr aushandeln können - oder das andere nichts bekommen.

Mehr Geld im Januar und April 2018

Aus der aktuellen Vergütungsstudie von Korn Ferry, auf die sich Gruhle bezieht, geht jedenfalls auch hervor, wann die Betriebe die Gehaltserhöhungen auszahlen. Und zwar im Januar und April. Zu Beginn des Jahres steigen demnach in 13,2 Prozent der Betriebe die Löhne für Mitarbeiter, die nach Tarif bezahlt werden. Wenn sie ohnehin schon mehr Geld zahlen müssen, erhöhen die meisten Betriebe zeitgleich auch ihren außertariflich Beschäftigten das Gehalt. Entsprechend gibt es kommenden Januar in 16 Prozent der Firmen eine Gehaltserhöhung für den AT-Bereich - wenn es denn zuvor ausgehandelt wurde. Im April gibt es bei 19,9 Prozent (tariflich) beziehungsweise 21 Prozent der Firmen (außertariflich) mehr Geld für die Mitarbeiter.

Gehaltsverhandlung: So klappt der monetäre Karrieresprung

In diesem Jahr braucht sich allerdings niemand mehr große Hoffnung auf eine Gehaltserhöhung machen: Im November vergeben nur 0,7 Prozent der Unternehmen noch Zuschläge an Mitarbeiter, die außertariflich bezahlt werden. Das zeigt der Gehaltsreport vom vergangenen Jahr. Im Dezember sind es - es ist ja schließlich Weihnachten - mit 1,8 Prozent ein bisschen mehr.

Aber wohlgemerkt: Diese Erhöhungen gibt es nur im außertariflichen Bereich. Wer nach Tarif bezahlt wird, guckt in beiden Monaten in die Röhre.

Auch im kommenden Jahr soll sich daran nicht viel ändern: Im November 2018 wollen 2,1 Prozent der Unternehmen noch ein Gehaltsplus ausschütten, im Dezember kommenden Jahres gibt es nur noch bei 0,4 Prozent der Firmen mehr Geld.
"Im Herbst ist der Gehaltsetat, den man sich wie einen Kuchen vorstellen kann, schon fast vergriffen und die Stücke werden kleiner", begründet Gehaltscoach Martin Wehrle diese Verteilung.

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