Gender-Gap beim Urlaubsgeld Männer bekommen häufiger Urlaubsgeld als Frauen

Dass Männer häufig mehr verdienen als Frauen, ist nicht neu. Eine Umfrage deutet daraufhin, dass Frauen aber auch bei Zuschlägen benachteiligt zu sein scheinen. Demnach gibt es für sie nämlich auch seltener Urlaubsgeld.

Das sind die Reisetrends für den Sommer 2016
Kein Urlaubsverzicht Die Wahl des Sommerurlaubsziels mag sich in diesem Jahr zwar verschieben, einen generellen Reiseverzicht hält die Leiterin von Travel & Logistics Germany bei GfK - Dörte Nordbeck -, jedoch aufgrund des guten Konsumklimas, der Beschäftigungslage und der Einkommenszuwächse für höchst unwahrscheinlich. Ihrer Meinung nach unterstreichen die Zuwächse bei mehrtägigen Urlaubsreisen und sonstigen Privatreisen von fast sechs Prozent "die Bedeutung, die Reisen und Urlaub bei den Deutschen genießen". Immerhin haben die Deutschen für Urlaubsreisen insgesamt mehr als 58 Milliarden Euro springen lassen. Quelle: GfK-Analyse zum Reiseverhalten der DeutschenStand: Ende Januar 2016Zur Studie: GfK hat die Buchungsdaten von rund 1200 Reisebüros und 19.000 Privathaushalten, die monatlich zu ihrem Reise- und Buchungsverhalten befragt wurden, ausgewertet. Aussagen im Text beziehen sich auf das abgelaufene Kalenderjahr 2015. Quelle: dpa
Verunsicherte UrlauberTerroranschläge, Kriege im Nahen Osten und die anhaltende Flüchtlingskrise in Europa haben Spuren hinterlassen. In der Tourismusindustrie äußern sich die Krisen in Form von Umsatzeinbrüchen. Viele deutsche Urlauber warten derzeit - wie es scheint - erst einmal ab, wie sich die Sicherheitslage und die anhaltenden Flüchtlingsströme im Mittelmeerraum entwickeln, bevor sie ihre Urlaubsentscheidung treffen. Insbesondere Familien, die mit Kindern verreisen, sind vorsichtig. Im Vergleich zum Vorjahr haben bisher fast eine Million Bundesbürger weniger ihren Sommerurlaub für 2016 gebucht. Besonders betroffen von den Einbußen ist der östliche Mittelmeerraum, wie eine aktuelle GfK-Analyse zum Reiseverhalten der Deutschen offenlegt. Quelle: dpa
Junge Erwachsene und Best Ager besonders reiselustigAuch die demographische Entwicklung spiegelt sich in den Reisetrends wider: Die Altersgruppe ab 50 Jahren steht bei Urlaubsreisen bereits für 55 Prozent der Gesamtausgaben. Besonders zugenommen hat die Reiselust bei jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 34 Jahren. In dieser Referenzgruppe lässt sich eine steigende Reiseintensität von 15 Prozent beobachten. Zudem ist die Zahl Alleinreisender überproportional stark gewachsen (plus 10 Prozent), ebenso die der Kleinfamilie mit einem Kind (plus 12 Prozent). Quelle: obs
Badeurlaub am beliebtestenSpitzenreiter bleibt - in Bezug auf die Urlaubsform - der Badeurlaub am Meer oder See mit einem Umsatzanteil von 35 Prozent. Auf Basis der Ausgaben folgen darauf Pauschalreisen, die knapp die Hälfte aller Urlaubsreisen ausmachen. Sehr gut entwickeln sich Bausteinreisen, bei denen Flug, Hotel und gegebenenfalls weitere Reisebausteine spontan zusammengestellt werden. Sie wachsen mit 18 Prozent überdurchschnittlich. Ebenfalls wachsender Beliebtheit erfreuen sich Rund- und Studienreisen, die einen Anteil von 20 Prozent ausmachen. Urlaub in den Bergen und Wellnessreisen haben dagegen leicht an Bedeutung verloren. Quelle: gms
NahzieleWas die Urlaubsziele betrifft, sind im Sommer 2016 - nicht zuletzt wegen des hohen Anteils bei der Eigenanreise mit dem Auto - Nahziele bei deutschen Urlaubern sehr beliebt: Laut GfK-Studie zum Reiseverhalten der Deutschen machen sogenannte "erdgebundene Reisen" einen Umsatzanteil von neun Prozent aus. Das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch einen Urlaub im eigenen Land ziehen viele Deutsche in Betracht: Unter den gebuchten Veranstalterreisen wächst der Deutschlandurlaub aktuell um 12 Prozent. Quelle: dpa
Kreuzfahrten12 Prozent des Umsatzes von Reisebüros geht auf von Deutschen gebuchte Kreuzfahrten für den Sommer 2016 zurück. Diese Reiseform konnte ein Umsatzplus von vier Prozent verzeichnen. Der Trend lässt vermuten, dass die Deutschen diese Reiseform für sicherer halten als andere. Quelle: obs
FernreisenMit einem Umsatzanteil von 14 Prozent sind Fernreisen neben Urlaub am westlichen und östlichen Mittelmeer in diesem Jahr die drittbeliebteste Reiseform. Allerdings zeichnet sich in Bezug auf die Reiseziele ein sehr durchwachsenes Bild ab: Mit den Trendzielen Kuba (Umsatzplus von 27 Prozent) und Dominikanische Republik erlebt die Karibik einen regelrechten Boom. Auch die afrikanischen Reiseländer – allen voran Südafrika und Namibia – erholen sich nach den Einbrüchen während des Ebola-Ausbruchs zunehmend (plus 12 Prozent). Starke Fernreiseziele wie die USA, die Malediven oder Thailand sind bei den deutschen Urlaubern jedoch weniger nachgefragt als noch vor einem Jahr. Mit Umsatzrückgängen zwischen 11 und 21 Prozent sorgen diese volumenstarken Fernreiseziele dafür, dass die Fernreisen insgesamt zum aktuellen Buchungsstand eine negative Entwicklung von -6 Prozent aufweisen. Quelle: obs
Östliches MittelmeerUnter der Buchungszurückhaltung der Deutschen leiden in erster Linie die Urlaubsländer im östlichen Mittelmeer: Für Sommerurlaube in der Türkei, Ägypten und Tunesien stehen die fehlenden Buchungsumsätze im stationären Reisevertrieb für mehr als 500 Millionen Euro. Die Umsatzrückgänge für alle drei Urlaubsländer bewegen sich im Bereich 40 Prozent und mehr. Auch auf Online-Reiseportalen sind die Buchungen für Ägypten um mehr als die Hälfte zurückgegangen, die Türkei büßt hier mit einem Fünftel ihrer Vorjahresumsätze weniger ein als im Reisebüro. Trotz der starken Umsatzeinbrüche (-31 Prozent) bleibt die Region des Östlichen Mittelmeers mit einem Umsatzanteil von 26 Prozent auch in diesem Jahr das zweitbeliebteste Reiseziel der Deutschen. Quelle: REUTERS
Westliches Mittelmeer In erster Linie profitieren Urlaubsländer in der westlichen Mittelmeerregion davon, dass die Deutschen unbeschwerte Ferien verbringen möchten. Länder in dieser Region verzeichnen die höchsten Umsatzzuwächse aus dem deutschen Markt (12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Insbesondere die Kanaren und Portugal sind beliebte Urlaubsziele für den Sommer 2016. Reisen zum Westlichen Mittelmeer machen insgesamt einen Umsatzanteil von 33 Prozent aus und sind damit das mit Abstand beliebteste Reiseziel in diesem Jahr. Quelle: dpa

Männer erhalten einer Umfrage zufolge häufiger Urlaubsgeld als Frauen. 49 Prozent der männlichen Beschäftigten bekommen diese Zulage, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) hervor. Bei den Frauen liege der Anteil dagegen nur bei 35 Prozent, heißt es zu der Online-Umfrage, an der sich rund 6400 Beschäftigte beteiligten. Insgesamt erhalten 41 Prozent der Befragten Urlaubsgeld.

Noch größere Unterschiede gibt es zwischen Ost und West. Zwischen Flensburg und dem Bodensee liegt der Anteil der Urlaubsgeldbezieher bei 47 Prozent, zwischen Rügen und dem Erzgebirge bei 27 Prozent. Auch in kleineren Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten ist Urlaubsgeld seltener: Hier erhält ein Drittel der Beschäftigten den Zuschuss, in größeren Firmen mit mehr als 500 Beschäftigte sind es 57 Prozent.

Wer gut verdient, hat ebenfalls bessere Aussichten auf Urlaubsgeld: Von den Beschäftigten mit einem geringen Monatsverdienst von 1000 bis 2000 Euro kommen nur 29 Prozent in den Genuss, bei denen mit einem Gehalt von 5000 bis 6000 Euro sind es mehr als die Hälfte.

"Eindeutig profitieren die Beschäftigten von einer Tarifbindung ihres Arbeitgebers", betonte das Institut. Hier beziehen 61 Prozent ein Urlaubsgeld, Beschäftigte ohne Tarifbindung dagegen nur 32 Prozent.

Das sind die Reisetrends der Deutschen 2016
Lufthansa-Flieger im Landeanflug Quelle: dpa
Was sind Voraussetzungen für die Urlaubsplanung? Quelle: dpa
Trübes Wetter an der Ostsee Quelle: dpa
Junge Menschen an einem Strand in Melbourne Quelle: dpa
Gegenüber den Vorjahreszahlen könnte die Zahl der Reisen ein wenig zunehmen. Quelle: obs
Griechische Urlaubsinsel Hydra Quelle: dpa
Ein Strandkorb an der Ostsee Quelle: dpa
Eine Familie auf Rollerblades Quelle: dpa
Organisation Quelle: dpa
Eine Euro-Münze wird in ein Sparschwein gesteckt Quelle: dapd
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