Generation Y Die Chefs von morgen

Flexible Arbeitszeiten, flache Hierarchien und keine Karriere um jeden Preis: Die 25- bis 35-Jährigen ticken anders als die Generationen vor ihnen. Warum und wie sich Unternehmen darauf einstellen.

Die Gewinner unter den Arbeitgebern
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ThyssenKruppDer Industrieriese aus Essen hat 16 Plätze gutgemacht und rangiert auf Platz 40 bei den beliebtesten Arbeitgebern der Wirtschaftswissenschaftler. Ein anderes Unternehmen, das bei Volkswirten und Betriebswirten an Beliebt stark zugenommen hat, ist...
EADSEuropas größter Luft- und Raumfahrt-, sowie zweitgrößter Rüstungskonzern, EADS, liegt auf Platz 38. Das ist eine Verbesserung von 14 Plätzen. Nicht weiter verwunderlich: EADS liegt in der Gunst der Ingenieure auf Rang neun.
AlstomBei den Ingenieuren hat der Energie- und Transport-Konzern Alstom die größten Sprünge in puncto Beliebtheit gemacht. Von Platz 61 ging es hoch auf Platz 41.
General ElectricDer US-Konzern General Electric ist bei deutschen Ingenieuren ebenfalls stark in der Achtung gestiegen. Auf der Beliebtheitsskala ging es um 16 Plätze nach oben - macht Rang 29.
ABBImmerhin neun Plätze gut machte der Elektrotechnikkonzern ABB. Bei Ingenieuren liegt er auf Platz 25 der beliebtesten Arbeitgeber.
Electronic ArtsBei den Informatikern stehen natürlich die Softwarekonzerne stärker im Focus als Industrieriesen wie ThyssenKrupp. Der Spielehersteller Electronic Arts ist auf der Beliebtheitsskala von Null auf Platz acht geschossen und ist somit der beste Neueinsteiger in der Bewertung.

Für die Kriegskinder war es Heinz Rühmanns Feuerzangenbowle, für die Anfang der Sechzigerjahre geborenen Babyboomer der TV-Delfin Flipper, für die Kinder der 68er-Eltern Pumuckl: Ob Schauspieler, Musiker oder Tiere - jede Generation hat ihre Kindheitshelden. Für manche wiederum war es Pippi Langstrumpf. Die schwedische Romanheldin wollte vor allem eins: Spaß haben. Machte sich deshalb die Welt, widde widde wie sie ihr gefällt. Und prägte damit eine ganze Generation.

Seit Jahrzehnten erkunden Wissenschaftler, wie sich die Ansichten gleichaltriger Menschen über die Jahrzehnte verschieben. Doch nie zuvor war das Thema so brisant wie heute. Zugegeben, es ist schwierig, alle Mitglieder einer Generation über den sprichwörtlichen Kamm zu scheren. Doch ebenso unbestritten ist: Fernab von individuellen, kulturellen und sozialen Unterschieden gibt es durchaus Gemeinsamkeiten.

Ihren Ursprung haben sie einerseits in historischen Ereignissen. Die geburtenstärkste Generation der Babyboomer erlebte die Ermordung John F. Kennedys. Die Generation X, also die Jahrgänge zwischen 1965 und 1978, wurden geprägt durch die Ölkrise. Andererseits eint sie das politische und wirtschaftliche Klima. Die einen wuchsen auf in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit, die anderen erlebten Vollbeschäftigung. Früher arbeiteten die Menschen ein Leben lang bei einem Unternehmen, inzwischen wechseln viele mehrmals, manche sogar ständig zwischen Voll- und Teilzeit oder einzelnen Projekten. Kurzum: Heute ist die einzige Konstante, dass nichts mehr konstant ist. Und diese Unsicherheit prägt die Generation Y.

Die falschen Gehaltserwartungen der Absolventen
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Wirtschaftswissenschaft

Erstmals erwähnt wurde der Begriff im Jahr 1993 in der US-Fachzeitschrift "Ad Age". Darin ging es zwar vor allem um die Konsumvorlieben all jener Personen, die etwa zwischen 1980 und 1990 geboren wurden. Doch inzwischen ist klar: Diese Präferenzen wirken sich auch auf das Berufsleben aus. Diese Generation bringe "hohe Erwartungen, Forderungen und Hoffnungen in den Arbeitsmarkt", schrieb der schwedische Unternehmensberater und Wissenschaftler Anders Parment vor einigen Jahren in einem Buch. So kann man es natürlich auch ausdrücken. Denn in Wahrheit sind die Konsequenzen wesentlich drastischer.

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