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Generation Y Wollen die auch arbeiten?

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Die globale Wirtschaft hat die Voraussetzungen geändert

Wofür Berufseinsteiger ihr erstes Geld ausgeben
Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung Quelle: Fotolia
Kleidung Quelle: dapd
Elektronikgeräte Quelle: dapd
Urlaub machen Quelle: dpa
Autokauf Quelle: gms
Ausgehen Quelle: Kzenon-Fotolia.com
 Sparstrumpf Quelle: dpa

Und sie hat recht. Glücksstudien relativieren die herkömmliche Überzeugung, dass Status und Besitz selig machen. Der Nobelpreisträger für Ökonomie Daniel Kahneman formuliert das so: »Glück erlebt man in Momenten, in denen man seine Aufmerksamkeit auf etwas Angenehmes richtet. Ich kann mir zwar ein tolles Auto kaufen, aber ich kann mich nicht über lange Zeit darauf konzentrieren.« Erleben erzeugt demnach mehr Zufriedenheit als Haben. Enge soziale Kontakte und eine Balance im Leben sind wichtiger als ein etwas besser bezahlter Job, der keine Freude macht.

Wirtschaft muss sich wandeln

Unter dem Strich lautet das Fazit für die Jungen: Möglichst alles vermeiden, was mir keinen Spaß macht und für mich keinen Sinn erkennen lässt. Aber was heißt es für die Volkswirtschaft? Verspielen die Jungen im globalen Wettbewerb den Wohlstand, den die Älteren aufgebaut haben? Oder können sie eine nachhaltigere Wirtschaft mit qualitativem Wachstum schaffen, die die Umwelt schont und die Lebensqualität erhöht?

Die Wirtschaft müsste sich gewaltig wandeln, damit die Revolution der Jungen gelingt und aus ihnen wirklich eine »große Generation« wird. Unternehmen müssten sich sehr flexibel organisieren, um ihren Mitarbeitern eine echte Balance zwischen Beruf und Freizeit, zwischen der Entfaltung des Egos und dem Anspruch auf Moralität zu bieten. Erste Firmen tun dies bereits. Beim Maschinenbauer Trumpf zum Beispiel dürfen die Mitarbeiter alle zwei Jahre ihre wöchentliche Arbeitszeit neu bestimmen, je nach Lebensphase und Lust.

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    Die besten an die Spitze

    Der Umbau könnte sich lohnen. Denn die Jungen haben einiges zu bieten, um Indern und Chinesen Paroli zu bieten. Für sie ist die Gleichstellung der Geschlechter selbstverständlich, sodass die vielen gut ausgebildeten Frauen leichter dorthin gelangen können, wo sie gebraucht werden: in die Führung der Wirtschaft. Neue Zahlen aus den Vereinigten Staaten zeigen, dass junge Frauen die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern bereits schließen und in den Städten im Mittel sogar etwas mehr verdienen als die Männer.

    Beruf



    Kämen nun tatsächlich die besten Frauen und Männer nach oben, dann wachse auch der Wohlstand, sagen Ökonomen fast einstimmig. Außerdem benehmen sich die Mitglieder der Generation Y zwar manchmal wie Gören, die nicht erwachsen werden wollen. Aber sie sind auch weltoffen, engagiert und auf eine spielerische Art kreativ. In einer Weltwirtschaft, in der Ideen oft mehr zählen als Produkte und das Neue zunehmend in Sozialen Netzwerken entsteht, sind das keine schlechten Voraussetzungen.

    Dieser Artikel ist auf Zeit Online erschienen.

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