Geschäftstreffen So vermeiden sie einen schlechten ersten Eindruck

Der erste Eindruck zählt. Obwohl sich jeder Dritte vor einem Geschäftstermin online über sein Gegenüber informiert, kann man sich beim ersten Treffen trotzdem noch blamieren.

So punkten Sie beim Geschäftsessen
Damit Sie sicher durch Ihre Geschäftsessen kommen, hat das Beratungsteam von Korrekt die wichtigsten zehn Etikette-Regeln bei Tisch zusammengestellt. Quelle: AP
1. Wann kommt die Serviette auf den Schoß?Legen Sie die Serviette auf den Schoß, bevor Sie die Speisekarte zur Hand nehmen. Bei einem vorbestellten Menü in größerer Runde nehmen Sie die Serviette erst, wenn der erste Gang serviert wird. Quelle: dpa-dpaweb
2. Brotkorb: Wann darf man zugreifen?Auch wenn der Hunger noch so groß ist: Der Brotkorb sollte nicht schon vor der Weinbestellung leer gegessen sein. Grundsätzlich sind Brot und Butter Beilagen zur Vorspeise. Nach dem ersten Schluck Wein kann man aber schon mal zugreifen. Quelle: dpa
3. Darf man Brot schneiden?Ganz wichtig: Brot wird gebrochen, nicht geschnitten. Brechen Sie mundgerechte Stücke ab und bestreichen Sie diese dann mit der Butter. Das kleine Buttermesser bleibt übrigens immer auf dem Brotteller. Auch der Brotteller bleibt unverändert auf der linken Seite Ihres Gedeckes stehen. Quelle: dpa
4. „Ich freue mich, dass Sie hier sind.“Das bekannte „Guten Appetit!“ ist out. Besser sind ein paar nette Worte mit erhobenem Glas zu den Gästen sprechen. Danach greift der Gastgeber einfach zum Besteck und beginnt. Quelle: dpa
5. Finger oder Besteck?Ob Sie bestimmte Speisen mit den Fingern essen dürfen, erkennen Sie daran, dass eine Fingerschale zur Verfügung steht. Wenn nicht, müssen Sie Messer und Gabel einsetzen. Quelle: dpa
6. Wohin mit dem benutzten Besteck?Haben Sie das Besteck erst mal benutzt, darf es den Tisch nicht mehr berühren – auch nicht auf dem Tellerrand abgestützt. Wenn Sie eine Pause machen möchten, kreuzen Sie das Besteck einfach auf dem Teller. Die Gabelzinken zeigen dabei nach unten. Quelle: dpa

Blind Dates werden auch im Businesskontext immer seltener: Vor einem Termin mit einem neuen Kunden oder Kollegen machen sich 36 Prozent der Deutschen online ein Bild von ihrem Gegenüber. Zu diesem Ergebnis kam eine YouGov-Studie, in der die Wirkung des ersten Eindrucks im digitalen Zeitalter untersucht wurde. 26 Prozent der Befragten gaben an, sich vor einem Treffen Profile in Business-Netzwerken wie LinkedIn anzusehen, 21 Prozent suchen auch nach privaten Accounts bei Facebook oder Twitter.

"Internetrecherche gehört mittlerweile zu einer guten Vorbereitung dazu. Man sollte unbedingt darauf achten, den eigenen digitalen Auftritt zu pflegen", sagt die Psychologin Monika Matschnig. Sie hilft Gästen der Hotelmarke Crowne Plaza Hotels & Resorts, bei Geschäftsterminen eine gute Figur zu machen. Das geht schon beim Profilbild los. Denn 36 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass Profilbilder in sozialen Medien Einfluss auf das berufliche Ansehen haben. Doch trotz aller Vorrecherche: Was zählt ist der erste Eindruck, wenn man sich gegenüber steht. Denn trotz der vielen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten hält jeder Zweite (52 Prozent) Face-to-Face-Gespräche weiterhin für die erfolgreichste Form von „Business Talk“. Entsprechend sollte man hier keine Fehler achen. Die Yougov-Umfrage zeigt, dass für 73 Prozent ein positiver Erstkontakt der schnellste Weg zum Erfolg ist. Und 32 Prozent entscheiden bei der ersten Begegnung, ob sie einer Person vertrauen können.

Die Gesichtsform entscheidet

Wie eine Studie britischer Psychologen zeigt, spielt auch die Gesichtsform eine Rolle. Demnach erklären insgesamt 65 Merkmale zu 58 Prozent die Einschätzung von Gesichtern. So entscheiden zum Beispiel die Breite der Augenbrauen, die Form der Mundpartie oder die Position der Wangenknochen darüber, ob jemand als zugänglich, dominant oder jugendlich attraktiv jemand empfunden wird. Und siehe da: Die stärksten Zusammenhänge konzentrierten sich auf wenige Gesichtspartien.

So galten diejenigen als besonders zugänglich, deren Mund am größten und am weitesten geöffnet wahrgenommen wurde - die also am deutlichsten lächelten oder lachten. Als jugendlich und attraktiv empfunden wurden vor allem Personen mit großen Augen, schmalen, geschwungenen Augenbrauen und einer breiten Unterlippe. Dominant wirkten Gesichter mit männlichen Zügen und relativ dunkler Haut, wobei alle Fotos europäisch aussehende Menschen zeigten.

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Zugegeben, die Gesichtsform lässt sich nicht ohne Weiteres verändern. Das Verhalten aber schon. Und auch das spielt keine geringe Rolle: Neben dem unbeeinflussbaren Faktor Sympathie zählt für die befragten Geschäftsleute beim ersten Eindruck in erster Linie Freundlichkeit. 78 Prozent sagen, dass ihnen das besonders wichtig ist. An zweiter und dritter Stelle folgen das Aussehen (71 Prozent) und auf Blickkontakt (66 Prozent). Bei den Briten entscheiden dagegen - in der Reihenfolge - Freundlichkeit, gute Manieren und Humor. Das Aussehen ist eher sekundär.

Bei 47 Prozent der Deutschen wird dagegen ein ungepflegtes Äußeres mit geringerer Professionalität assoziiert. Auch wer während eines Termins zu viel auf sein Handy schaut, wird von 28 Prozent als weniger kompetent wahrgenommen. "Bei einem Meeting sollte man seinen Blick immer auf den Sprechenden richten – und nicht auf sein Smartphone. Es ist schlichtweg respektlos, seinem Gegenüber nicht die volle Aufmerksamkeit zu schenken", sagt Matschnig.

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