Hilfe oder Hokuspokus? Burnout - Was die Therapien bringen

Das Angebot an Behandlungen von Menschen mit Burnout-Erkrankungen ist überwältigend, im Internet buhlen Fachkliniken, Coaches und Wellnessgurus um die Gunst von Betroffenen. Doch was hilft wirklich bei dem Weg aus der Erkrankung?

10 Fragen zur Ermittlung des Handlungsbedarfs
1. Haben einige Ihrer Mitarbeiter mehrere Vorgesetzte? Arbeiten sie z. B. gleichzeitig in Projekten und im Tagesgeschäft? Quelle: dpa
2. Gibt es Abteilungen/Bereiche, in denen Mitarbeiter häufig krank sind? Quelle: dpa
3. Kommt es zu schwerwiegenden Fehlern, wenn Mitarbeiter im Urlaub sind? Quelle: dpa
4. Haben einige Ihrer Mitarbeiter mehrere Vorgesetzte? Arbeiten sie z.B. gleichzeitig in Projekten und im Tagesgeschäft? Quelle: dpa
5. Sind Sie häufig nach stundenlangen Besprechungen soweit wie am Anfang? Quelle: Fotolia
6. Arbeiten Ihre Mitarbeiter oft und/oder über einen längeren Zeitraum unter starkem Zeit- bzw. Leistungsdruck? Quelle: dpa
7. Gibt es Abteilungen, in denen „Feuerlösch-Aktivitäten“ überhand nehmen, z. B. durch ungeplante Aufgaben? Quelle: dpa
8. Gibt es Mitarbeiter, die fachlich oder persönlich nicht auf ihre Position passen? Quelle: Fotolia
9. Verbringen Ihre Mitarbeiter viel Zeit mit Rückfragen und Nacharbeiten in eigentlich definierten Abläufen? Quelle: dpa
Arbeitsberge Quelle: Fotolia

Als der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger 1974 in einem Aufsatz für das Journal of Social Issues erstmals den Begriff des „Ausgebrannt seins“  verwendete, ahnte er vermutlich nicht, welch eine Bedeutung das Burnout rund 40 Jahre später in der westlichen Arbeitswelt erlangen sollte. Damals erkannte Freudenberger einen Zustand geistiger und körperlicher Erschöpfung bei Sozialarbeitern. Heute hat sich das Burnout Syndrom auf unterschiedlichste Berufsfelder ausgeweitet. Als sich Nationaltorwart Robert Enke Ende 2009 aufgrund von schweren Depressionen vor einen Zug warf, wuchs die Sensibilität für das Syndrom und dessen Anzeichen. Ebenso nahmen sich Ex-Swisscomchef Carsten Schloter und Rathiopharm-Gründer Adolph Merckle das Leben. Beide litten vermutlich unter schweren Depressionen, die vermutlich nicht erkannt oder nicht ausreichend behandelt wurden.

Burnout

Burnout hat sich zu einem Massenphänomen entwickelt, nach Expertenschätzungen leiden bis zu neun Millionen Deutschen unter Überanstrengung und dem Gefühl, nichts mehr bewältigen zu können. Dabei liegt die Dunkelziffer vermutlich bedeutend höher, denn das Burnout ist kein offizielles Krankheitsbild, dementsprechend schwer fallen eine eindeutige Diagnose und eine entsprechende Behandlung. Die Syndrome können von unruhigem Schlaf bis zum Tinnitus oder Abmagerung reichen. „Wenn ich merke, dass ich mich untypisch verhalte und nicht mehr abschalten kann, könnte das schon ein erstes Anzeichen für eine Stressfolgeerkrankung sein“, erklärt Mazda Adli, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Chefarzt an der Fliedner Klinik Berlin.

Dass immer mehr Deutsche Burnout-Erscheinungen wie Depressionen oder Angstzuständen leiden, führt zu einem wachsenden Angebot an Therapiemöglichkeiten, die einen schnellen Weg aus der Krise, hin zur alten Leistungsfähigkeit und Lebensfreude, versprechen. Tippt man bei Google „Burnout Behandlung“ ein, listet die Suchmaschine hunderte von möglichen Therapiemöglichkeiten auf. Von dem einwöchigen Intensivworkshop, über zertifizierte Wingwave-Therapien bis hin zu Coaches, die dank jahrzehntelanger Erfahrung angeblich schnell aus der Lebenskrise helfen können, reicht das Angebot für den ausgebrannten Arbeitnehmer.

Doch wie erkennt der Betroffene, welches das richtige Angebot für ihn ist? „Um es ganz einfach zu sagen: Wer keinen akademischen Titel hat, dem würde ich mich mit meiner psychischen Krankheit nicht anvertrauen“, erklärt Sebastian Bartoschek. Bartoschek ist diplomierter Psychologe und Journalist und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Burnout. Dass man sich als Betroffener auf einen staatlich zertifizierten Fachmann verlassen sollte, hat für Bartoschek einen einfachen Grund: „Diese Menschen lernen in der Ausbildung einfach über viele Jahre die Symptome eines Burnout zu erkennen und wie sich diese richtig behandeln lassen.“ 

Ganz ähnlich sieht das Psychotherapeut Adli: „Es mag zwar sein, dass Wellnessgurus und dergleichen helfen können, jedoch sollte man zu allererst auf ärztliche Hilfe vertrauen.“ Heißt im Klartext: Wer sich ausgelaugt fühlt, sollte als erstes den Hausarzt aufsuchen. Dieser organisiert nach eingehender Untersuchung und Besprechung die weitere Behandlung oder verweist den Patienten auf Fachleute, zumeist Psychotherapeuten.“ Denn auch wenn das Angebot an alternativen Behandlungsmethoden groß ist, rät Adli stets zu dem Kontakt zu Fachärzten.

"Kein Selbstfindungstrip"

In welchen Firmen Burnout oft auftritt
K+S Quelle: dpa
K+S Quelle: dpa
Daimler & BMW Quelle: dapd
Bayer, RWE und SAPSehr nah beieinander liegen auch die Zahlen von Bayer, RWE und SAP. Beim Pharmakonzern aus Leverkusen erkranken bis zu 2000 Mitarbeiter pro Jahr, das sind 5,6 Prozent der 35.800 Beschäftigten. Beim Energielieferanten RWE sind pro Jahr bis zu 2400 der 41.632 Mitarbeiter betroffen. Das sind knapp 5,8 Prozent, also fast jeder 17. Im Hause SAP fallen zwischen 700 und 1000 Angestellte dem Stress zum Opfer. Das entspricht im schlimmsten Falle jedem 16. der 16 011 Angestellten. Quelle: dpa
Commerzbank, Metro, Deutsche Telekom und InfineonErhöhte Belastung in Sachen Stress auch bei der Commerzbank. Jedes Jahr erkranken hier zwischen 2300 und 3200 Mitarbeiter von 44.474 Mitarbeitern, etwa 7,2 Prozent der Belegschaft. Fast das gleiche Risiko gilt auch für Mitarbeiter bei Metro. Das Handelsunternehmen vermeldet bis zu 6 600 Burnout-Fälle bei 91.189. Auch hier erkrankt annähernd jeder 14. Bei der Telekom sind es zwischen 3800 und 8 900 Erkrankungen im Jahr. Bei einer Belegschaft von 121 564 Arbeitnehmern entspricht das gut 7,3 Prozent. Beim Chiphersteller Infineon ergab die Schätzung, dass höchstens 600 der 7.926 jährlich unter einem Burnout leiden. Quelle: dpa
Deutsche BankDer Finanzsektor scheint nicht so oft betroffen, wie man zunächst denkt. Für die Deutsche Bank ermittelten die Experten, dass im Jahr bei etwa 1900 von insgesamt 24.801 Mitarbeitern (ohne Postbank und Sal. Oppenheim) ein Burnout diagnostiziert wurde. Es erkrankt demnach jeder 13. Angestellte. Quelle: dapd
Siemens Quelle: dapd
Allianz Quelle: AP
ThyssenKrupp Quelle: dapd
Henkel Quelle: dpa

„Jegliche Behandlung sollte stets in einem medizinisch umrahmten Programm stattfinden.“ Zwar können Wellnessreisen und längere Auszeiten dabei helfen, den eigenen Akku nach längeren Stressphasen wieder aufzuladen. „Wer allerdings ernsthaft psychisch krank ist, dem hilft kein Selbstfindungstrip“, warnt Adli. Ähnlich sieht das Matthias Burisch, Gründer des Burnout-Instituts Norddeutschland: „Wer in einem Burnout-Prozess steckt, hat mindestens ein Problem, das meist sowohl innere als auch äußere Komponenten aufweist.“ Soll heißen: Das Burnout kommt einerseits von einer eigenen Fehleinschätzung oder Problemen mit sich selbst, hat aber auch Gründe in der Umwelt, wie beispielsweise ein schlechtes Arbeitsumfeld.

Selbsttest: Wie erschöpft sind Sie?

Sich diesem mit einer Wellnessreise zu entziehen mag zwar entspannen, nach der Rückkehr können allerdings die alten Probleme wieder schnell in Erscheinung treten. Daher rät auch Psychologe Bartoschek: „Zur erfolgreichen Bewältigung muss man meist schnell zurück ins soziale Umfeld gehen.“ Bei der Behandlung des Burnouts geht es schlussendlich um zwei Bereiche: Den körperlichen Zustand und das geistige Befinden. Um die körperliche Überlastung am besten auszugleichen empfiehlt es sich, Dinge zu tun, die entspannen. Das mag für den einen ein Kletterurlaub sein, der andere kommt bei viel Ruhe und möglichst wenigen äußeren Einflüssen zur Entspannung. Doch das ist nicht alles. Denn neben den körperlichen Symptomen müssen auch die mentalen Belastungsfaktoren identifiziert und unter Kontrolle gebracht werden.

Auswertung

Das geschieht meist bei einer Therapie beim Facharzt, es kann aber auch schon ein längeres Gespräch mit einem guten Freund helfen, rät Matthias Burisch. Meist geht es darum, Stressfaktoren im Alltag zu identifizieren, diese zu bewältigen oder im Notfall zu versuchen aus dem Alltag zu bannen. Das geschieht meist durch eine Verhaltenstherapie, der Patient lernt also Verhaltensmuster zur Bewältigung des Stresses. Dies ist nach Bartoscheks Einschätzung auch die effektivste und bewährteste Methode. Daneben ist eine Kombination mit körperlichen Entspannungsmöglichkeiten meist das sinnvollste Mittel.

Entspannungsreisen sind also keine effektive Hilfe bei Burnout-Syndromen. Besondere Vorsicht ist auch bei Therapien geboten, die besonders schnell oder effektiv Erfolg versprechen, so die Meinung der Experten. Denn die Wartezeiten für professionelle Angebote sind meistens lang. „Schnelle Wege — da wäre ich immer skeptisch“, warnt Matthias Burisch. Doch gerade in Phasen von psychischer Labilität, wie sie bei Depressionen häufig vorkommen, sei man für solch Allheilmittel sehr anfällig, erklärt Bartoschek die besondere Gefahr der angeblich schnellen Hilfen aus dem Burnout. Auch warnt er von Therapien, die mit englischen oder besonders esoterisch klingenden Fachbegriffen werben. Dies seien bestenfalls alte Therapiemethoden in neuer Verpackung. Doch was, wenn man als Patient schon an ein schwarzes Schaf der Branche geraten ist? Wie schützt man sich am besten vor solchen Gefahren? „Ich würde Freunde oder notfalls auch einen Anwalt als objektiven Dritten hinzuziehen“, rät Bartoschek. Eine Art Kontrollinstanz also.

Praktische Probleme: Lange Wartezeiten

Warum die Deutschen in Frührente gehen
In Deutschland gehen weniger Menschen vorzeitig in den Ruhestand: Nur noch jeder dritte Neurentner sei zuletzt vorzeitig mit Abschlägen in die Altersrente gegangen, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, über die die „Rheinische Post“ berichtet. Die Zahl der Frührentner ging demnach vom Jahr 2007 bis 2013 um 85.000 auf 323.000 zurück. Ihr Anteil an allen Neurentnern habe damit 2013 bei nur noch 36,7 Prozent gelegen. Sechs Jahre zuvor seien es noch 45,9 Prozent gewesen. Wer 2013 vorzeitig Altersrente beansprucht hat, musste laut Regierung zudem deutlich geringere Abschläge in Kauf nehmen - im Durchschnitt 77,50 Euro pro Monat, nachdem es 2007 noch 115,24 Euro waren. Quelle: dpa
Wenn der Friseur auf einmal die Shampoos und Haarfarben nicht mehr verträgt und mit Hautausschlag reagiert, ist Schluss mit dem Beruf. Gleiches gilt für den Maler und Lackierer, der auf die Farben sensibel reagiert. Probleme mit der Haut sind allerdings nur sehr selten Gründe für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Berufsleben. Nur 0,4 Prozent der Frührentner hängen den Job wegen Erkrankungen der Haut an den Nagel. Quelle: dpa
2,9 Prozent, also rund 5226 Personen, mussten wegen Erkrankungen der Atemwege wie Asthma vorzeitig in Rente gehen. Quelle: dpa
3,9 Prozent litten dagegen an Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes oder an chronischen Erkrankungen des Verdauungssystems. Quelle: dpa
Erkrankungen der Sinne waren bei 5,9 Prozent der Grund für das vorzeitige Ende des Berufslebens. Im Jahr 2010 tauchten Erblindung oder Taubheit noch gar nicht in den Statistiken der Deutschen Rentenversicherung als Gründe für die Frührente auf. Quelle: AP
Die übrigen Diagnosen, also andere Krankheiten, haben 9,2 Prozent aus dem Beruf geworfen. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Auf dem vierten Platz landen in diesem Jahr die Krankheiten von Herz und Kreislaufsystem, also zum Beispiel Herzinfarkte, Schlaganfälle und Durchblutungsstörungen. 9,7 Prozent aller Frührentner gingen wegen Herz-Kreislauf-Problemen in den Ruhestand. Quelle: dapd
12,7 Prozent der Frührentner quittierten ihren Job wegen eines Krebsleidens. Krebs erhält damit den traurigen dritten Platz unter den häufigsten Gründen für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Beruf. Quelle: dpa
Volksleiden "Rücken": Erkrankungen des Skeletts, der Muskeln oder des Bindegewebes werfen 14,2 Prozent vorzeitig aus dem Beruf. Quelle: AP
Der ungeschlagene Spitzenreiter bleiben jedoch die psychischen Erkrankungen. 41 Prozent konnten wegen psychischen Krankheiten und Verhaltensstörungen wie Depression und Burn-Out nicht weiter arbeiten. Quelle: dpa

Aufhorchen sollte diese vor allem, wenn sie erfährt, dass dem Patient bei Bedenken ein schlechtes Gewissen gemacht wird. „Ein guter Therapeut zwingt einen nicht zum eigenen Angebot und akzeptiert auch ein nein“, fasst es Bartoschek zusammen. Er hält auch wenig von Burnoutbehandlungen, bei denen der Patient durch den Gang in die Natur und das sprichwörtliche Umarmen von Bäumen wieder zu sich selber findet. „Für den einzelnen mag so etwas zwar hilfreich sein, eine wirkliche Therapie ist das aber nicht.“ Werden solche Behandlungen nämlich von selbsternannten Schamanen oder Wunderheilern durchgeführt, begibt sich der Patient in einen spirituellen, geistlichen Bereich, bei dem jegliche Kontrolle von außen fehlt.

Überkommt einen als Arbeitnehmer zunehmend ein Gefühl, dass etwas mit dem eigenen Leben nicht mehr stimmt, raten die Fachleute daher einheitlich zum Gang zum Arzt des Vertrauens. Jedoch muss es nicht immer so weit kommen. „Im Frühstadium, hilft oft schon gründliches Nachdenken, für das man sich allerdings Zeit nehmen muss“, empfiehlt Burisch vom Burnout Institut. Er rät jedoch in ernsteren Fällen auch zum Gang zum Arzt. „Auf jeden Fall beginnt jetzt das praktische Problem“, erklärt er, was dann folgt. Denn die Wartezeiten für Psychotherapeuten sind meist sehr lang, Termine erst in einigen Monaten oftmals keine Seltenheit. „Um diese Zeit zu überbrücken können Gespräche mit dem Hausarzt, Selbsthilfegruppen oder aber auch klinische Psychologen helfen“, sagt Bartoschek.

Dass die Wartelisten so lang sind, liegt meist an der Ausgestaltung des Systems. Denn jedes Bundesland darf lediglich eine bestimmte Anzahl an Psychotherapeuten und Fachärzten kassenärztlich zulassen. Wenn ein gesetzlich Versicherter gegenüber seiner Krankenkasse nachweisen kann, dass er in einem angemessenen Zeitraum keinen Termin bei einem dieser Fachleute erhalten kann, sieht die Lage anders aus. Dann darf er auch Psychotherapeuten oder Fachärzte aufsuchen, die privat abrechnen. Das sogenannte Kostenerstattungsverfahren verpflichtet die Krankenkasse dann dazu, auch diese Kosten zu übernehmen.

In Arbeit
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Im Extremfall sind Kliniken allerdings dazu verpflichtet, Patienten anzunehmen: „Wenn Sie eine Gefahr für sich oder andere darstellen, muss eine Klinik sie aufnehmen“, erläutert Bartoschek. Burisch ergänzt: „Eine Akutklinik, die jeden Notfall sofort aufnehmen muss, ist immer besser als ein Suizidversuch.“

Doch das sind Extremfälle, wer seine Beschwerden frühzeitig erkennt, kann auch ein paar Wochen Wartezeit in Kauf nehmen. „Besser nicht so lange warten, bis bloß noch Soforthilfe in Frage kommt“, rät daher auch Burisch.

Bleibt noch die Frage: Wie erkläre ich meine Krankheit am besten meinem Arbeitgeber? Hier raten die Fachleute erst einmal zur Vorsicht. „Nicht umsonst gibt es einen Krankenschein ohne Krankheitsbild für den Arbeitgeber“, bemerkt Bartoschek. Ob man dem Arbeitgeber von seinem Burnout erzählt, kommt meist auf das Vertrauensverhältnis zu diesem an. Außerdem ist die Größe des Unternehmens oft entscheidend. „Meist können größere Unternehmen mit entsprechenden Anlaufstellen mit ausgebrannten Arbeitnehmern besser umgehen als ein kleiner Handwerksbetrieb“, sagt Bartoschek. Allerdings lohnt es sich auch beim betreuenden Arzt Hilfe einzuholen. „Die Begleitung auch in Sachen Arbeitsverhältnis gehört bei einer professionellen Betreuung dazu“, erklärt Mazda Adli. Und wenn es nach einer erfolgreichen Behandlung dann wieder bergauf geht und der Schritt zurück in den Arbeitsalltag ansteht? „Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, dabei zu unterstützen“ sagt Matthias Burisch zur Wiedereingliederung in den Beruf. Allerdings merkt er an: „Manchmal ist Jobwechsel die beste Lösung.“

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