WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Hoodie statt Hemd Ein Neustart im Start-up kann sich lohnen

Seite 2/3

Von der Haute-Cuisine zu Sandwich und Salat


Häufiger sind elos aber noch stärker die Umstände am aktuellen Arbeitsplatz, die sie zu einem Jobwechsel bewegen. Hier spricht die Lehre von einer Push-Motivation. „Wir haben im Bereich der betrieblichen Gesundheitsforschung herausgefunden, dass ein respektvoller Umgang miteinander, ein angenehmes Betriebsklima, eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit und Anerkennung für die geleistete Arbeit zur Arbeitszufriedenheit beitragen“, erklärt die Arbeitspsychologin Lilo Endriss. „Häufig ist es so, dass diese Punkte nicht vorhanden sind, wenn sich jemand aus einem sicheren Arbeitsverhältnis in ein Start-up begibt.“

Der große Stellenwert den Anerkennung für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz einnimmt, zeigt sich auch in einer Studie des Karriere-Netzwerks Xing. Dort gab fast die Hälfte der Befragten an, dass ihnen die Wertschätzung ihres Chefs wichtig ist.

Checkliste für die Kündigungsfrist

Chloe Lasseron hat einen radikaleren Wechsel vollzogen und hat dafür auch den Atlantik überquert. Die gebürtige Französin ist in San Francisco aufgewachsen und besucht dort eine Kochschule. Im Laufe ihrer Karriere spezialisiert sie sich auf Gebäck und Desserts, arbeitet sich hoch und findet sich schließlich in einem Drei-Sterne-Restaurant in New York wieder.

Die Sterne-Restaurants in Deutschland

Hier, auf dem vermeintlichen Höhepunkt ihrer kulinarischen Karriere, vollzieht Lasseron einen Lebenswandel: Sie treibt mehr Sport und versucht einen gesünderen Lebensstil zu führen. Täglich in der Küche zu stehen um süße Zuckerbomben herzustellen, passt da nicht mehr. „Ich habe mehr Spaß dabei Menschen zu helfen, gesünder zu essen, als ihnen einen Kuchen zu backen“, sagt Lasseron heute. Also wechselt sie in ein Start-up, um dort personalisierbare Lunch-Boxen herzustellen. Zwar geht das ein Jahr nachdem sie dort angefangen hat Pleite, ihre Euphorie für Start-ups tut das jedoch keinen Abbruch. „In der Gastronomie ist eine gewisse Unsicherheit üblich, da bin ich dran gewöhnt.“

„Mein Aufgabenfeld ist definitiv vielfältiger geworden.“

Da sie schon länger den Plan hat, nach Europa zu gehen, sucht sie nach jungen Unternehmen in Berlin und London und stößt letztendlich auf GreenGurus. Das Berliner Start-up liefert frische Salate und Sandwiches fürs Mittagessen aus. Mit Preisen zwischen drei und sieben Euro bewegt sich Lasseron nun weit ab von ihren Haute-Cuisine-Zeiten - auch was den Aufwand für die Gerichte angeht. Unterfordert fühlt sie sich deshalb jedoch nicht. Während sie früher ein kleines Team in einer Restaurantküche geleitet hat, muss sie jetzt ein größeres Team managen und auch mehr logistische Aufgabe übernehmen. „Mein Aufgabenfeld ist definitiv vielfältiger geworden.“

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Diesen Artikel teilen:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Benachrichtigung aktivieren
Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche informieren? Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft
Erlauben Sie www.wiwo.de, Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert
Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche auf dem Laufenden. Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%