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Jobstress Schluss mit dem Optimierungswahn!

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"Mitarbeiter können auch nein sagen"

Das heißt?

Wir müssen überhaupt einmal sehen und anerkennen, was wir haben, sind und erreicht haben und das auch wirklich genießen. Das ist dann auch der Ausstieg aus dem „höher, weiter, schneller“. Wir müssen uns statt der Quantität über die Qualität der Arbeit definieren.

Und wie schaffe ich das?

Augen auf: Uns geht’s ja wirklich saugut. Nur sehen wir das nicht. Wir merken erst, was wir haben, wenn wir es verlieren. Egal ob Gesundheit, Job oder Partnerschaft. Solange wir es haben, scheint das alles selbstverständlich zu sein. Und wir müssen aufhören, unsere Ansprüche immer höher zu schrauben. Wir müssen also innehalten und eine Bestandsaufnahme machen: Was habe ich eigentlich alles?

Also: Wie glücklich bin ich?

Ja. In der Glücksforschung wird versucht, Glück mathematisch zu erklären. Demnach ist Glück der Quotient von erfüllten durch unerfüllte Wünsche. Je kleiner der Quotient, umso größer das Glück. Das kann man sich ja einmal ausrechnen.

Es kommt aber doch auch auf mein berufliches Umfeld an: Wenn mein Chef immer mehr von mir verlangt, kann ich schlecht pünktlich Feierabend machen und mich freuen, dass ich gut war, wenn sehr gut verlangt wird.

Im Coaching heißt es, eine Situation kann akzeptiert, verändert oder verlassen werden. Wenn ich so eine Situation habe, kann ich sagen: Ich bin fit und jung und mache das eine Weile mit - und dann werden wir mal sehen. Dann akzeptiere ich das – und darf mich natürlich auch nicht permanent darüber aufregen.

Das zweite wäre Verändern: Ich kann versuchen, andere Arbeitsbedingungen zu verhandeln und fragen, was in meinem Umfeld möglich ist, was mir mehr entgegenkommt. Das wird gern vergessen: Mitarbeiter können auch nein sagen, sie sind ja Teil des Ganzen. Wenn ich nicht signalisiere, dass mir etwas zu viel ist – woher sollen es die anderen wissen? Und wenn es gar nicht geht, muss ich die Situation verlassen. Nämlich dann, wenn ich für mich entscheide, dass die Art mit Kunden umzugehen, mit Mitarbeitern umzugehen, die Arbeitszeiten oder was auch immer nicht gut für mich sind. Dann muss ich da raus.

Also lieber arbeitslos statt unzufrieden.

Wir leben in einer Welt, in der gute Leute immer mehr gesucht werden. Wir haben alle Chancen, etwas Besseres zu finden. Dafür müssen wir uns natürlich in Bewegung setzen.

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