Jobsuche Meister sind seltener arbeitslos als Akademiker

Bildung und vor allem Ausbildung schützt vor Arbeitslosigkeit. Doch wo es lange hieß, dass nur ein Studium gegen Jobverlust absichert, zeigt eine Studie nun: Wer auf Nummer sicher gehen will, besucht die Meisterschule.

Was ein Jobverlust aus Menschen macht
Ein Mann betritt einen Raum hinter einer Tür, auf der steht "Zugang Agentur für Arbeit" Quelle: dpa
Eine Frau fasst sich an den Kopf Quelle: dpa
Krebs Quelle: dpa
Psychische Belastung bei Verlust des Arbeitsplatzes Quelle: dpa
Ein Mann im Anzug dreht dem Betrachter vor einem schwarzen Hintergrund den Rücken zu Quelle: dpa Picture-Alliance
Eine Frau steht in einem Treppenhaus in Hannover. Quelle: dpa
Jugendlicher liegt am 09.12.2014 in München (Bayern) gemütlich auf dem Fußboden und betrachtet die Video-Plattform "Youtube" auf seinem iPad Quelle: dpa
Ein Kind schaukelt auf einer Schaukel vor einer Hochhaus-Kulisse Quelle: dpa
Zwei Ringe Quelle: Fotolia
Gähnende und schlafende Hundewelpen in einem Korb Quelle: dpa
Jemand raucht einen Joint Quelle: dpa
Eine Frau vor einem Baum Quelle: dpa
Zufriedenheit wird über Jahre beeinträchtigt Quelle: Fotolia
Umrisse von Menschen vor dem Logo der Agentur für Arbeit Quelle: dapd

Lange galt das Studium als Allheilmittel gegen Arbeitslosigkeit. Das hat sich geändert, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) belegt. Zwar sind Akademiker weiterhin selten von Arbeitslosigkeit betroffen - ihre Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 2013 bei 2,5 Prozent - Techniker und Meister verlieren ihre Jobs aber noch seltener.

Seit der Wirtschaftskrise seien sie weniger von Erwerbslosigkeit betroffen als Hochschulabsolventen. Nur zwei Prozent der Arbeitslosen in Deutschland sind Meister oder Techniker.

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Schwierig ist die Lage hingegen noch immer für Personen ohne berufliche Qualifikation: Ihre Arbeitslosenquote erhöhte sich 2013 auf 20 Prozent. Nicht nur, dass es immer weniger Jobs gibt, für die keine Ausbildung nötig ist, mittlerweile veraltet Wissen auch immer schneller. Was heute der neueste Stand der Dinge ist, ist morgen schon völlig überholt.

Wer sich also nicht regelmäßig weiterbildet, hinkt schnell hinterher. "Dabei erleichtert eine Hochschulausbildung die berufliche Neuausrichtung", heißt es in der Studie.

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Bildung spielt im Übrigen auch eine Rolle, wenn keine Ausbildung gemacht wurde. Der Abiturient ohne Lehre kriegt immer noch leichter einen Job, als der Hauptschüler ohne Ausbildung. "Ein höherer schulischer Abschluss verbessert die Chancen am Arbeitsmarkt", bestätigen auch die Arbeitsmarktforscher. So war in der Gruppe ohne schulischen Abschluss fast jede dritte Person arbeitslos.

Mit Hauptschulabschluss halbierte sich diese Quote nahezu auf 17,8 Prozent. Bei Personen ohne Berufsausbildung, aber mit einem mittleren Bildungsabschluss lag die Arbeitslosenquote bei 9,8 Prozent.

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