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Karriereleiter

Stress im Job? So schalten Sie über die Feiertage richtig ab

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3. Verstauen Sie die Themen sicher in den imaginären Ordnern

Wenn Sie sich etwa für eine Sortierung nach dem Muster von „Was wurmt mich warum?“ entscheiden, schreiben Sie die Ziffern 1 bis 4 neben die Aspekte in Ihrer Themen-Liste.

Dann nehmen Sie sich das nächste leere Blatt und sortieren alles ordentlich weg:

1. Offene Aufgaben
-    Vortrag für Mittwoch
-    Weihnachtsgeschenke
-    Gespräch mit Nina
2. Format
-    Stefan: „Fauler Sack“
-    Großraum-Probleme
3. Dauerbrenner
-    Sport und Figur
4. Schönes
- Gran Canaria

Und so weiter. Und jetzt nehmen Sie Blatt Nummer 3, legen es quer und stellen sich vor, das sei Ihr neuer Desktop. Dort können Sie jetzt vier kleine Orderquadrate beliebig angeordnet einzeichnen. Zum Beispiel in alle vier Ecken.

Offene Aufgaben             Konflikte             Dauerbrenner               Schönes

Ihre ganzen Themen stecken jetzt in diesen vier Ordern. Prägen Sie sich die ein und stellen Sie sich nun das Bild von Ihrer Lieblingsszene vor, das Ihr imaginärer Bildschirmhintergrund sein soll. Und schon haben Sie eine Themen-Ordner-Struktur auf einem inneren aufgeräumten Desktop.

Schritt 4: Ordner im richtigen Moment öffnen

Wenn Ihnen nun diffuse Themen durch den Kopf spuken, können Sie überlegen, aus welchem Ordner sie entsprungen sind, und sie in Gedanken dahin zurück packen und sich vornehmen: Damit beschäftige ich mich dann und dann.

So bearbeiten Sie Ihre Themen gedanklich nur, wenn es Ihnen in den Kram passt. Nicht, wenn sie von selber ins Bewusstsein drängen.

Legen Sie Blatt 1 und 2 als Textdatei auf einem echten Computer an, falls Sie sich nicht alles merken wollen und um Veränderungen schnell festzuhalten.

Und jetzt können Sie selbst entscheiden, wann Sie Themen gedanklich aus den Ordnern hervor holen: Die unbefriedigten Karrierewünsche bleiben während der Bescherung mit den Kindern an Heiligabend schön im Ordner. Vielleicht holen Sie ihn hervor, wenn Sie am Wochenende mit Ihrem Partner abends einmal in Ruhe darüber sprechen.

Neulich bin ich mitten in der Nacht wach geworden, weil ich mich über die E-Mail eines Kollegen geärgert habe und noch keine Gelegenheit hatte, den Konflikt mit ihm zu klären. Vielleicht hatte ich davon geträumt, zumindest ich war hellwach, weil ich mir Wort für Wort überlegt habe, was ich ihm am nächsten Tag sagen wollte. Und merkte: Wenn das so weitergeht, ist die Nacht gelaufen.

Also habe ich mir die E-Mail auf meinem imaginären Desktop als Textdatei vorgestellt und in den imaginären Ordner „Nervthemen“ verschoben. Mit dem festen Vorhaben: Da gehe ich gedanklich direkt morgen Früh unter der Dusche dran. Fertig. Desktop wieder sauber. Freier Blick auf ein herrliches Vorfreudemotiv aus dem nächsten Urlaubsland. Wenige Sekunden später muss ich wieder tief geschlafen haben, denn mehr erinnere ich nicht. Die Nacht war gerettet.

Probieren Sie das mal aus. Und bringen Sie auch Ordnung in Ihre vielen Gedanken. Als wichtiger Schritt für mehr Gelassenheit. Fortsetzung folgt.

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