Karriereleiter

So führen Sie Ihren Chef

Simone Janson Freie Autorin

Unternehmen sind auf Innovationen angewiesen. Doch dafür braucht es eine neue Kultur – auch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern.

So klappt der Umgang mit schwierigen Chefs
Einem Manager kommt Rauch aus den Ohren Quelle: Fotolia
Ein Mann und eine Frau sitzen sihc im Büro gegenüber Quelle: Fotolia
Zwei Männer stützen ihre Arme auf Tischplatten Quelle: Fotolia
Zwei Frauensitzen sich in einem Büro gegenüber Quelle: Fotolia
Mann reicht einer Frau einen Kugelschreiber Quelle: Fotolia
Zwei Männer geben sich die Hände Quelle: Fotolia
Zwei Männer besprechen eine Akte Quelle: Fotolia
Ein Mann schaut durch ein Fernglas Quelle: Fotolia
Ein Mann steht im Dunkeln auf einer Wiese Quelle: dpa Picture-Alliance
Ein Mann hockt im Anzug in Sprinterhaltung auf einer Straße Quelle: Fotolia

Mitarbeiter wählen den Chef - das können sich in Deutschland viele Arbeitgeber ebenso wenig vorstellen wie Arbeitnehmer: Erstere wollen lieber selbstherrlich entscheiden, letztere haben allzu oft das Gefühl, ohnehin nichts verändern und verbessern zu können.

Und das, obwohl viele Chefs unter der Last der Verantwortung leiden, während Mitarbeiter ohne jedes Mitspracherecht schnell resignieren – bis hin zur innerlichen Kündigung. Dabei entstehen viele gute Ideen gar nicht in der Chefetage, die häufig kein Interesse an Veränderung hat. Stattdessen kommen sie von unten - von Menschen, die ganz praktisch Probleme lösen wollen oder müssen.

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Herrschende zetteln keine Palastrevolution an, sagt die Management-Expertin Anne M. Schüller: "Alles schreit nach Veränderung, doch die Beharrungstendenzen in den Führungsetagen sind kolossal. Status, Macht und Kontrolle wieder abzugeben, ist auch verdammt schwer. Es kommt einem Identitätsverlust gleich."

Auch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass viele bahnbrechende Neuentwicklungen eher von findigen Außenseitern kamen als von etablierten Unternehmen. Berühmte Beispiele gibt es genug: Alfred Nobel, James Watt, Mark Zuckerberg oder Elon Musk.

Doch damit echte Innovationen entstehen, sind nicht nur neue Ideen, sondern auch neue Unternehmensstrukturen notwendig: Schneller, flexibler, agiler – was verlangsamt, hat ausgedient. Die Zeit scheint reif für neue Führungswege.

Und es gibt auch schon ein paar Ansätze: Zum Beispiel Mitarbeiter, die ihren Chef wählen oder auch abwählen; die ihr Gehalt selbst festsetzen – oder ihre Reisekosten. Mit einem Maximum an Transparenz. Nur muss jeder Mitarbeiter seine Entscheidung im Zweifelsfall vor den Kollegen rechtfertigen.

Die hilfreichsten Weisheiten aus der "Kunst des Krieges"
Uhr Quelle: dpa
Mann im Gefängnis Quelle: Vladimír Radosa - Fotolia
Boxandschuhe Quelle: 18949 - Fotolia
Frauen tuscheln hinter dem Rücken einer anderen Frau Quelle: Gernot Krautberger - Fotolia
Eine Frau Quelle: itardiusz - Fotolia
Jemand beobachtet etwas Quelle: © Rudyanto Wijaya
Ein Mann schaut frustriert Quelle: Dmytro Smaglov - Fotolia
Jemand öffnet eine Tür Quelle: © 2014 Logan Bannatyne
Eine Frau meditiert an einem Arbeitsplatz Quelle: www.foto-und-mehr.de
Jemand hält jemand anderen in der Faust Quelle: Fotolia
Jemand hält jemand anderem hinter dem Rücken eine Säge an den Stuhl Quelle: Werner Heiber/Fotolia
Ein Mann kreuzt die Finger hinter dem Rücken Quelle: Lina - Fotolia
jemand macht eine abwehrende Handbewegung Quelle: ArTo-Fotolia.com
Eine Frau steht auf einer Leiter Quelle: Sergey Nivens - Fotolia
Ein Mann tuschelt mit einem anderen Mann Quelle: sharpshutter 22 - Fotolia
Leute strecken ihre Daumen hoch Quelle: Robert Kneschke - Fotolia.com

Ein weiterer Ansatz sind holokratische Management-Methoden, die keine universell-perfekten Lösungen versprechen, sondern immer die jeweils zu diesem Zeitpunkt passende Handlungsalternative suchen. Eine, die etwas ändert, ohne zu schaden. Wie bei einer Fahrradtour, die man zwar grob plant, bei man sich unterwegs immer wieder an den Gegebenheiten der Strecke ausrichtet.

Ziel ist es, mit einer neuen Idee weiterarbeiten zu können. Jede Entscheidung kann jederzeit durch eine bessere ersetzt werden. Das ermöglicht schnelle Reaktionen, nimmt den Druck und verringert die Angst vor Fehlern. Und weil alle Mitarbeiter jederzeit Ideen einbringen können, fühlen sie sich mitverantwortlich.

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