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Kultusministerkonferenz Lehrerexamen künftig bundesweit anerkannt

Die Länder wollen alle in Deutschland erworbenen Lehrerexamen künftig bundesweit anerkennen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nach dpa-Informationen am Donnerstagabend auf der Kultusministerkonferenz in Berlin beschlossen.

Die besten Bundesländer für Schüler und Azubis
Passanten gehen am Dienstag (28.08.12) in Bremen an der Fassade des Empfangsgebaeudes des Bremer Hauptbahnhofes vorbei. Quelle: dapd
Ein Brunnen vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität in München Quelle: dpa
Die St. Johann-Basilika in der Altstadt von Saarbrücken Quelle: dpa/dpaweb
Abendhimmel hinter der Baustelle der Elbphilharmonie am Hafen von Hamburg. Quelle: dpa
Die Rücklichter fahrender Autos werden am Mittwochabend (21.03.2012) auf der Karl-Marx-Allee in Berlin dank einer Langzeitbelichtung zu roten und gelben Linien. Quelle: dpa
Birds sit on a statue in the park of Sanssouci Palace Quelle: dapd
Gäste am Kreuzfahrtterminal in Warnemünde Quelle: dpa/dpaweb

Damit soll die berufliche Mobilität von Lehrern in der gesamten Bundesrepublik garantiert werden. Bisher war es häufig zu Problemen gekommen, wenn ein Lehrer in ein anderes Bundesland wechseln wollte. Besondere Schwierigkeiten hatten auch angehende Lehrer, wenn sie sich nach erfolgreichem Hochschulabschluss für den Vorbereitungsdienst in einem anderen Bundesland bewarben.

Zwar garantiert eine EU-Richtlinie auch den Lehrern europaweit berufliche Mobilität. Doch innerhalb Deutschlands tun sich die Kultusminister seit Jahren schwer, Lehrerexamen aus anderen Bundesländern vorbehaltlos anzuerkennen. Betroffen sind vor allem Junglehrer, die nach erfolgreichem Studienabschluss den Vorbereitungsdienst - das Referendariat - in einem anderen Bundesland antreten wolle

Seit Monaten brüteten die Gremien der Kultusministerkonferenz über „Ländergemeinsame Umsetzungsrichtlinien für die Anpassung von Regelungen und Verfahren bei der Einstellung in Vorbereitungs- und Schuldienst“. Auf einem Ministertreffen in Berlin wollte man am Donnerstag den Durchbruch erzielen. Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail. Während sich 15 Bundesländer im Grundsatz nahezu einig waren, wurde noch bis zuletzt über bayerische Sonderwünsche gestritten. Hintergrund ist, dass das Bundesbildungsministerium die völlige berufliche Mobilität der Pädagogen innerhalb Deutschlands zur Vorbedingung für ein Sonderprogramm zur Verbesserung der Lehrerausbildung gemacht hat. Der Bund hat dafür den Ländern in Aussicht gestellt, bis 2023 Ausbildungsprojekte an den Hochschulen mit jeweils 50 Millionen Euro jährlich zu unterstützen. Doch ohne Mobilitäts-Garantie soll kein Bundesgeld fließen.

Diese Berufe haben das beste Image
Platz 10: LehrerBei 73 Prozent der Bundesbürger genießen Lehrer und Lehrerinnen ein hohes Ansehen. Das Image dieses Berufs hat sich in den letzten Jahren stark gebessert: Seit der ersten Befragung 2007 stiegen Lehrer um zehn Prozentpunkte in der Achtung der Deutschen. Quelle: dpa
Platz 9: HochschulprofessorenLärmende, überfüllte Hörsäle und unaufmerksame Studenten - sicher kein Job für Jedermann. In der deutschen Bevölkerung haben 74 Prozent eine hohe Meinung von den Dozenten. Quelle: dpa
Platz 8: MüllmännerHarte Arbeit, die viele nicht machen wollen würden: 79 Prozent der Befragten honorieren das mit einem hohen Ansehen des Berufs des Müllmanns. Müllmänner sind sogar die eigentlichen Gewinner des Rankings, denn ihr Ansehen konnten sie seit der ersten Erhebung 2007 um satte 16 Prozentpunkte steigern und sind damit der Top-Aufsteiger. Quelle: ZBSP
Platz 7: RichterWer Recht spricht, kann sich bei 79 Prozent der Bürger eines hohen Ansehens sicher sein. Quelle: dpa
Platz 6: PilotenDie jüngsten Zwischenfälle bei Fluglinien und Enthüllungen über im Cockpit eingeschlafene Piloten dürfte in die Erhebung noch nicht mit eingeflossen sein. Von Piloten haben 83 Prozent der Bürger eine hohe Meinung. Das sind sogar zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Quelle: dpa
Platz 5: PolizistenDie Polizei, den Freund und Helfer - die Ansicht dieses geflügelten Wortes teilen nicht alle Bürger. Doch immerhin bei 86 Prozent der Bevölkerung genießen Polizisten ein hohes Ansehen. Seit der ersten Befragung im Jahr 2007 ist das Ansehen sogar um 8 Prozentpunkte gestiegen. Quelle: dpa
Platz 4: Kita- und KindergartenmitarbeiterDer Volksmund weiß: Kinderliebe Männer sind besonders attraktiv für Frauen. Doch ob Männlein oder Weiblein: Wer sich als Erzieher in Kindertagesstätten oder Kindergärten engagiert, von dem haben 87 Prozent der Deutschen Hochachtung. Quelle: dpa

Schon nach der deutschen Einheit stritt die Kultusministerkonferenz drei Jahre darüber, wie mit den in der DDR abgelegten Lehramtsprüfungen umzugehen sei. Erst als der Fachlehrermangel immer größer wurde, waren Pädagogen aus den neuen Bundesländern auch in Hessen und Baden-Württemberg willkommen.

Ab 2014 soll es für Lehrer leichter werden, das Bundesland zu wechseln, so das Versprechen der Kultusminister. Verwiesen wird darauf, dass heute schon tausende Lehrer ohne Probleme einen Platz im Schuldienst eines anderen Bundeslandes fänden. Exakte Zahlen gibt es dazu allerdings nicht, nur Schätzungen.

So wird davon ausgegangen, dass jährlich etwa 6000 bis 9000 Bewerber nach erfolgreichem Studienabschluss den Vorbereitungsdienst in einem anderen Bundesland antreten - häufig weil im Heimatland die Kapazitäten begrenzt und die Wartezeiten zu lang sind. Doch eingeräumt wird auch, dass allein im Schuljahr 2011/2012 bei etwa 700 Bewerbern der gewünschte Sprung über die Landesgrenze nicht geklappt hat.

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