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Leser-Aktion Die richtige Kleidung im Job

Damit Sie im Job stets angemessen gekleidet sind, starten wir eine Leseraktion. Schicken Sie uns ein Bild von sich. Imagecoach Helene Hartmann gibt Ihnen hilfreiche Tipps für Ihr Business-Outfit.

So wie die Herren links (Thomas Gottschalk) und rechts (Helge Schneider) sollte man als Angestellter eines Finanzdienstleisters lieber nicht ins Büro kommen. Der schlecht sitzende Zweireiher mit zu langen Ärmeln hat mit den Vorwürfen gegen Gerhard Cromme (mitte) nicht unmittelbar zu tun. Quelle: dpa

Kleider machen Leute. Der Volksmund weiß längst, was Imageberater ihren Kunden predigen: Sobald man nicht mehr nur in seiner Kammer sitzt, betritt man eine öffentliche Bühne und stellt mit seinem Äußeren dar, wer man sein will, soll, muss. Und von dieser Bühne kommt man als Mensch, also soziales Wesen, nie wirklich herunter. Niemand kann sich dem ganz entziehen. Erst recht nicht als berufstätiger Mensch.

"Man kann nicht nicht kommunizieren" Paul Watzlawicks berühmter Satz gilt natürlich auch für die Kleider, die man am Leibe trägt oder nicht. Und je weniger man spricht und zuhört oder schreibt und liest, desto größer wird der Kommunikationsanteil der äußeren Erscheinung.

Gerade wer nicht durch Äußerlichkeiten, sondern durch seine intellektuellen Fähigkeiten überzeugen will, sollte nicht so naiv sein zu glauben, dass es völlig gleichgültig ist, was man anhat. In manchen Berufsfeldern mag man auf formale Kleidung weniger Wert legen als in anderen, doch gleichgültig ist sie nie. Unter Naturwissenschaftlern in den USA zum Beispiel gilt es als unangemessen, im Anzug ins Labor oder den Hörsaal zu gehen. Man will da gerade nicht als modebewusst oder gar eitel erscheinen. Aber wie man die Uneitelkeit zu demonstrieren hat, ist wiederum einigermaßen reglementiert: Durch beigefarbene Chinos und Hemden in ungemusterten Blautönen. So hat sich allmählich eine Wissenschaftler-Arbeitsuniform etabliert. Ein Professor, der mit Nadelstreifen und Krawatte ins Labor kommt, fällt da genauso auf, wie ein Banker mit Chino im Handelssaal.

Wer bei der Arbeit richtig angezogen sein will - und jeder sollte das -, der muss wissen, wie die Uniform seines Arbeitsumfeldes beschaffen ist. Für individuelle Noten und modische Nuancen lässt sie meist genug Spielraum. Aber radikal gegen sie rebellieren oder sie völlig missachten, sollte niemand, der nicht dadurch nicht von den eigentlichen Inhalten der Arbeit ablenken will. Schrille Outfits sind bei Entertainern wie Thomas Gottschalk oder Helge Schneider, die sich selbst zu Markte tragen, durchaus angemessen. Ein Topmanager wie Gerhard Cromme sieht im schlecht sitzenden Zweireiher einfach nur schlecht angezogen aus.

So sieht das perfekte Bewerbungsfoto aus
Dieses Bild ist leider zu klein, bemängelt Maja Skubella, Personalberaterin bei der Hamburger Karriereberatung "karriere & entwicklung". Eine Höhe von sechs und eine Breite von vier Zentimetern wären besser gewesen. Auch sollte das Foto noch ein bisschen mehr vom Oberkörper - und der Krawatte - zeigen. Gerade, da sich der Bewerber auf eine Position mit Personalverantwortung bewirbt, ist eine gut sichtbare Krawatte Pflicht. Ein brauner, grau-brauner oder ockerfarbener Hintergrund würde dem Foto mehr Wirkung verleihen. Ansonsten habe der Bewerber "eine sehr positive und offene Ausstrahlung", findet die Personalerin.
Auch dieses Foto ist etwas zu klein. Kopiert man es in ein Word-Dokument - beispielsweise in den Lebenslauf - wird das Bild unscharf. Auch die weiße, strukturierte Tapete ist als Hintergrund nicht optimal, das Weiß wirkt zu steril. Die Kleidung ist dagegen gut gewählt, urteilt die Personalberaterin.
"Das Format ist gut", sagt die Expertin. Allerdings rät sie dem Bewerber dazu, sich besser mittig zu positionieren, anstatt am linken Bildrand. Außerdem sei die Kopfhaltung ungünstig, da so ein leichtes Doppelkinn entstehe.
Bei diesem Foto zeigt die Bewerberin zu viel Haut. "Der Ausschnitt ist zu tief", urteilt Personalberaterin Maja Skubella. Auch wirke das Outfit für die angestrebte Position etwas zu vornehm und das Lachen etwas verkrampft.
Diesem Bewerber rät die Karriereexpertin zu einem Foto in schwarz-weiß oder sepia, da er im Gesicht zu roten Flecken neige. Skubella empfiehlt darüber hinaus auch Männern, bei Fototerminen Hautunreinheiten oder rote Wangen mit Puder oder Abdeckstiften zu kaschieren. Außerdem sei in diesem Fall der helle Hintergrund an manchen Stellen fleckig. Auch schaue der Bewerber den Betrachter des Fotos nicht direkt an.
Der Bewerber auf diesem Bild steht nach Meinung unserer Expertin zu steif da und hat einen zu starren Gesichtsausdruck. Sie rät dazu, sich ein wenig seitlich zu stellen und gerade in die Kamera zu blicken. Außerdem sollte er darauf achten, dass das Sakko über dem Hemd nicht schräg sitzt, also nicht auf der einen Seite breiter ist, als auf der anderen.
Bei diesem Bewerber empfiehlt die Karriereexpertin aufgrund der ausgewählten Branche eine andere Bekleidung: "Lieber Hemd, Krawatte und dunkles Sakko tragen", sagt sie. Und bei der Frisur sei weniger Gel besser. Um die Körperhaltung noch zu verbessern, empfiehlt sie, sich noch ein wenig seitlicher auszurichten und die Schultern mehr nach hinten zu ziehen. "Auf jeden Fall den Kopf dem Betrachter zuneigen und noch einen kleinen Tick senken", sagt Skubella.

Damit Sie im Job stets angemessen gekleidet sind, starten wir heute unsere nächste Fotoaktion. Imagecoach Helene Hartmann gibt Ihnen hilfreiche Tipps für Ihr Business-Outfit.

Um teilzunehmen, schicken Sie bis Freitag, 2. August, 18 Uhr ein Ganzkörperfoto von sich in Ihrem Bürodress, wahlweise auch noch ein zweites Foto vom Scheitel bis zum Bauchnabel. Um Ihren Stil fundiert bewerten zu können, benötigt Modeexpertin Hartmann noch weitere Infos: Ihren Beruf, Ihre Position, Ihr Alter, die Branche, in der Sie tätig sind und die Größe des Unternehmens, bei dem Sie angestellt sind. Senden Sie all das an aktion@wiwo.de und am 7. August finden Sie Ihr Foto samt Expertenratschlägen auf wiwo.de. Die Aktion ist auf 20 Teilnehmer begrenzt.

fk

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