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Millennials in der Arbeitswelt Haben wir der Generation Y zu viel zugemutet?

„Wir sind überfordert.“ So lautet der Tenor einer Deloitte-Studie zur Generation Y. Die Folgen sind fatal: Die jungen Fachkräfte wollen spätestens innerhalb der nächsten zwei Jahre ihren Job an den Nagel hängen.

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Das Symbolfoto zeigt eine Frau vor einem Computer in Köln Quelle: dpa

Unzufriedenheit, Überforderung wegen zu hoher Zielvorgaben und das Gefühl, auf dem Karriereweg nach oben nicht gut und richtig gefördert zu werden: Die Generation Y fackelt nicht lange und plant einer aktuellen Umfrage von Deloitte zufolge, sich so schnell wie möglich einen neuen Job zu suchen. Konkret heißt das, dass 34 Prozent der Befragten – Berufseinsteiger aus verschiedenen Bereichen und zu 25 Prozent auch Mitarbeiter in Senior-Rollen – spätestens in zwei Jahren den Arbeitgeber wechseln wollen.

Damit, so ist im Deloitte Millennial Survey 2016 zu lesen, verschärft sich der Kampf um gut ausgebildete Fachkräfte zukünftig weiter. Die Unternehmen müssen sich also in Zukunft noch mehr anstrengen, um auf dem Radarschirm der jungen Leute zu kommen – und zu bleiben. Zu der Generation Y (Englisch: „Why?“) zählen in der Regel die Jahrgänge 1980-1995, die bekannt dafür sind, Althergebrachtes in Frage und die Arbeitswelt auf den Kopf zu stellen.

Geld alleine reicht nicht

Die attraktiven Fachkräfte einfach mit mehr Geld ködern zu wollen, wird nicht funktionieren. Denn das Gehalt ist schon lange nicht mehr der Aspekt, der die Generation Y am Arbeitsplatz hält. So fühlen sich 90 Prozent der Befragten in Deutschland am stärksten von der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit motiviert. Und wenn die stimmt, bleiben sie auch gerne bei ihrem Unternehmen. Heißt: Sie wollen eine Arbeit machen, die ihnen wirklich am Herzen liegt – und nicht mehr nur den Lebensunterhalt verdienen. Das Gehalt sei dazu lediglich für 76 Prozent ausschlaggebend.

Darauf legen junge Arbeitnehmer bei der Wahl ihres Arbeitnehmers Wert

„Die Generation Y ist nicht mehr bereit, sich lange an ein Unternehmen zu binden“, kommentiert Nicolai Andersen von Deloitte. Das fordere Firmen heraus: „Investitionen in Recruiting und Ausbildung der Nachwuchskräfte rechnen sich bei einer hohen Fluktuation nicht. Unternehmen sollten daher hinterfragen, welche Instrumente und Maßnahmen für welche Mitarbeiter zielführend sind.“

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