Mitarbeitergespräche Richtig reden

Feedbackgespräche gelten häufig als lästige Pflichtaufgabe. Dabei können sowohl Chefs als auch Mitarbeiter davon profitieren. 20 Tipps für das optimale Gespräch.

Wie man Debatten gewinnt
Zwei Personen sitzen an einem Rednerpult Quelle: Fotolia
Ein Schild weist auf einen Kreisverkehr hin Quelle: Fotolia
Eine Frau und ein Mann im Gespräch Quelle: Fotolia
Ein wütender Mann ballt die Fäuste Quelle: Fotolia
Zwei Männer betrachten ein Flip-Chart Quelle: Fotolia
Ein Mann hält den Daumen nach oben Quelle: Fotolia
Ein Mann hält die Hand als Stop-Symbol nach oben Quelle: Fotolia
Ein Mann steht vor einer Tafel auf die Fragezeichen gemalt sind Quelle: Fotolia
Ein Mann gähnt Quelle: Fotolia
Ein Mann brüllt in ein Megaphon Quelle: Fotolia

Im Jahr 2008 fragte das Marktforschungsinstitut Allensbach etwa 1800 Deutsche, was für sie zu einem guten Gespräch gehört. 80 Prozent antworteten: „zuhören“. Im selben Jahr befragte die Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft deutsche Angestellte nach ihrem Chef. Nur 16,5 Prozent hielten ihn für einen guten Zuhörer.

Damit der Vorgesetzte wenigstens ab und zu zwei offene Ohren beweist, gibt es in vielen Unternehmen Feedbackgespräche. Zwischen Dezember und März setzen sich Chef und Mitarbeiter zusammen, um sich mal so richtig auszusprechen. Soweit zumindest die Theorie. Praktisch sieht das anders aus.

Die Personalberatung Rochus Mummert befragte kürzlich mehr als 1000 Führungskräfte und Mitarbeiter. Kurios: Zwar waren die meisten davon überzeugt, dass sich die Zufriedenheit der Angestellten mit regelmäßigen Gesprächen steigern lässt. Dennoch kamen 56 Prozent der Mitarbeiter nie in deren Genuss.

Mehr noch: Immerhin 35 Prozent jener Arbeitnehmer, für die ein Gespräch anstand, waren durchweg pessimistisch. Wer Kritik offen anspreche, so der weit verbreitete Glaube, der schade damit seiner Aussicht auf mehr Gehalt oder eine Beförderung. „Das untergräbt auf lange Sicht das Vertrauensverhältnis zur Belegschaft“, sagt Rochus-Mummert-Manager Hans Schlipat.

Viele Arbeitnehmer stehen den Gesprächen deshalb ablehnend gegenüber, fand im Jahr 2012 der Düsseldorfer Personaldienstleister Metaberatung in einer repräsentativen Umfrage heraus. 55 Prozent der Befragten empfanden die von den Vorgesetzten getroffenen Beurteilungen als willkürlich und wahrheitswidrig. 61 Prozent hatten den Eindruck, dass die Führungskräfte die Konversation als reines Pflichtprogramm sehen. Und bei 47 Prozent führte das Meeting zu nichts.

Schade eigentlich. Denn dadurch verpassen alle Beteiligten eine Chance. Sie können gemeinsam zurückblicken auf Projekte, die schief liefen, und nach vorne schauen auf künftige Ziele.

Aber wie sollten Führungskräfte auf ein solches Gespräch vorbereiten? Und wie sollten sich Mitarbeiter währenddessen verhalten? Hier 20 Tipps für das optimale Feedbackgespräch.

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