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Mobilität Junge Talente zieht es nach München

Ein Umzug aus beruflichen Gründen kommt für die Arbeitnehmer der Generation Y durchaus in Frage. Aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen.

Immer mehr Studienabsolventen würden für die berufliche Karriere ins Ausland oder innerhalb Deutschlands umziehen Quelle: dpa

Gut die Hälfte der deutschen Studenten würde für eine berufliche Herausforderung ins Ausland ziehen. Vor allem die Vereinigten Staaten und Großbritannien sind beliebte Ziele für berufliche Neuorientierung. Das ergab eine Studie der Beratungsgesellschaft Universum Communications.

Dreiviertel der Befragten wären bereit, für ein attraktives Stellenangebot innerhalb der Bundesrepublik umzuziehen. Der wichtigste Motivator seine Umzugskisten zu packen, ist auch bei der Genration Y das Gehalt. 81 Prozent geben an für ein gutes Salär umzuziehen, obwohl den nach 1980 Geborenen nachgesagt wird, weniger auf materielle Anreize denn auf interessante Aufgaben und eine gute Work-Life-Balance Wert zulegen. Dennoch: Der zweitwichtigste Umzugstreiber ist eine Bonuszahlung von Seiten des Arbeitgebers für den Umzug. Auch eine von ihm bereitgestellte Wohnung kann die Studenten locken.

Die besten Städte für Akademiker
Rang 10, Nürnberg: In der bayerischen Stadt arbeitet jeder dritte Meinungsforscher Deutschlands. Außerdem ist Nürnberg ein Zentrum der Informations- und Kommunikationsindustrie, sowie in den Bereichen Verkehr und Logistik. Erfreulich: In Nürnberg steigt die Zahl der Unternehmen. Das Gewerbesaldo – also die Zahl der Gewerbeanmeldungen minus der Zahl der -abmeldungen – liegt bei 3,2 je 1.000 Einwohner. Das bedeutet Rang 6 im Städteranking. Auch die Ingenieursdichte (4,1 Ingenieure je 1000 Einwohner, Rang 11) und das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner (45.602 Euro, Rang 12) sind überdurchschnittlich. In der Rangliste "Die besten Städte für Akademiker" landet Nürnberg auf Rang 10. Quelle: dpa
Rang 9, Mannheim: 53.275 Euro erwirtschaftet im Durchschnitt jeder Mannheimer pro Jahr. Damit liegt Mannheim im Städtevergleich auf Rang 7. Darüber hinaus hat Mannheim die neunthöchste Ingenieursdichte Deutschlands. Insgesamt springt für die Universitätsstadt Rang 9 heraus. Quelle: PR Stadt Mannheim
Rang 8, Wiesbaden: Knapp ein Drittel (30,5 Prozent) aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Wiesbaden arbeitet in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen. Das ist der zehntbeste Wert im Deutschland-Vergleich. Das liegt zum einen an dem hohen Verwaltungsanteil als Landeshauptstadt Wiesbadens. Darüber hinaus sind aber auch die „R+V Versicherung“, die „Nassauische Sparkasse“ (Naspa) und die „SV SparkassenVersicherung“ große Arbeitgeber. Insgesamt erwirtschaftet jeder Wiesbadener im Jahr ein BIP in Höhe von 48.737 Euro (Rang 9). Quelle: dpa
Rang 7, Hamburg: Die Hansestadt boomt. Bestes Beispiel ist das Gewerbesaldo. Die Zahl der Gewerbeanmeldung minus der Zahl der -abmeldung liegt bei 4,6 je 1000 Einwohner. In keiner anderen deutschen Stadt ist der Wert höher. Auch beim BIP je Einwohner (49.327 Euro, Rang 8), der Ingenieursdichte (3,4, Rang 14) sowie beim Anteil der Beschäftigten in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen (28,0 Prozent, Rang 13) liegt Hamburg über dem Durchschnitt.    Quelle: dpa
Rang 6, Ludwigshafen: Die BASF-Stadt hat die zweitgrößte Ingenieursdichte in Deutschland. Auf 1000 Einwohner kommen 6,4 Ingenieure. Darüber hinaus punktet Ludwigshafen mit dem drittgrößten BIP je Einwohner (56.510 Euro). Quelle: dpa
Rang 5, Karlsruhe: Keinen Spitzenplatz, aber durch die Bank überdurchschnittlich: Karlsruhe weist das sechstgrößte BIP je Einwohner auf (54.072 Euro) und die fünfhöchste Ingenieursdichte (4,9 Ingenieure je 1000 Einwohner). Zudem arbeiten über 30 Prozent der Arbeitnehmer in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen, Rang 9. Quelle: dapd
Rang 4, Düsseldorf: Die Rheinmetropole gilt als „Schreibtisch Nordrhein-Westfalens“. 16 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SVB) haben einen FH- oder Hochschulabschluss, 32,7 Prozent der SVB arbeiten in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen. Das BIP je Einwohner beträgt 73.766 Euro – der zweithöchste Wert Deutschlands. Quelle: dpa

Am liebsten möchten die jungen Talente in Großstädte mit einem großen kulturellen Angebot ziehen, die in der Nähe von Freunden und Familie liegen. Die attraktivste Stadt ist München. „Unteranderem  wegen der  Kombination aus Großstadt und Naturnähe“, heißt es in der Universum-Studie.
Berlin und Hamburg kommen ebenfalls auf das Treppchen.

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Auch die Pendelbereitschaft der Studierenden erweist sich als hoch. Durchschnittlich würden sie 74 Minuten täglich zwischen Haustür und Schreibtischstuhl pendeln.

Doch auch potentielle Mitarbeiter, die einen wesentlich weiteren Anreiseweg haben, finden Arbeitsplätze in Deutschland attraktiv. Vor allem bei russischen Studenten steht die Bundesrepublik hoch im Kurs und liegt in der Beliebtheit vor den USA und Großbritannien, heißt es in der Studie. Deutschland suggeriere Stabilität sowie einen hohen Grad an wirtschaftlicher und sozialer Stabilität. Brasilianische Studenten wählten Deutschland nach den USA und Kanada auf den dritten Platz ihrer liebsten Arbeitsplätze.    

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