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Moderne Arbeitswelt Multitasking produziert Fehler und macht krank

Nicht nur die Menschen, die dauerhaft mehrere Aufgaben gleichzeitig ausführen müssen, leiden. Auch die Ergebnisse ihrer Arbeit sind fehlerhaft. Das so genannte Multitasking sollte möglichst vermieden werden, wie eine Untersuchung zeigt.

10 Tipps für mehr Konzentration im Job
Eine Frau mit einem Loch im Kopf (Illustration, Symbolbild) Quelle: Fotolia
Manche Mitarbeiter kommen mit dem eigenen Versagen nicht klar. Und so mancher Manager sieht Versagen nicht als Teil der Erfolgsentstehung. Quelle: Fotolia
Ein Kalenderblatt Quelle: Fotolia
Eine Liste mit Häkchen und ein Kugelschreiber Quelle: Fotolia
Eine Frau mit einem Megafon schaut aus einem Laptop Quelle: Fotolia
Ausruhen ist Pflicht! Ein Team braucht genügend Möglichkeiten sich auszuruhen, sonst geht der Antrieb schnell verloren. Quelle: Fotolia
Ein Mann mit einer Kapuze vor einem Monitor Quelle: Fotolia

Mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen ist ein wesentliches Merkmal der modernen, auf immer weitere Verdichtung und Beschleunigung angelegten Arbeitswelt. Aber es mehren sich die arbeitsmedizinischen Indizien dafür, dass Multitasking nicht wirklich erstrebenswert ist, da es sowohl den arbeitenden Menschen als auch dem Arbeitsbetrieb schadet. Der Bericht »Multitasking und Auswirkungen auf die Fehlerverarbeitung - Psychophysiologische Untersuchung zur Analyse von Informationsverarbeitungsprozessen« der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bestätigt das.

Vor allem in der Informations- und Kommunikationstechnik verdichten sich Arbeitsprozesse zunehmend, sodass Beschäftigte dazu neigen mehrere Anwendungen zu nutzen und . Die Fähigkeit dazu gilt als entscheidende Qualifikation für moderne Berufe. Multitasking und häufige Arbeitsunterbrechungen gehören an vielen Arbeitsplätzen schon längst zum Alltag. In vielen Büros macht man sich geradezu verdächtig, wenn man sich einige Stunden am Stück oder gar einen ganzen Tag mit einer einzigen Aufgabe befasst. Dazu kommen vor allem in Großraumbüros häufige Arbeitsunterbrechungen und dauernde Ablenkungen.

In einem Projekt der BAuA wurden jetzt Fehlererkennungs- und -verarbeitungsprozesse unter Multitaskingbedingungen untersucht. Im Rahmen des Projekts erforschten Experten, ob im Gehirn eine simultane Verarbeitung von zwei aufmerksamkeitsintensiven Prozessen möglich und vorteilhaft ist. Fazit: Das gleichzeitige Bearbeiten von Aufgaben beeinträchtigt deren Ausführung und verändert die Fehlerverarbeitung.

Zur Bestimmung altersabhängiger Effekte wurden zwei Altersgruppen erwerbsfähiger Population untersucht (20- bis 35-Jährige und 50- bis 60-Jährige). Die Probanden bearbeiteten zeitgleich eine Aufgabe am Computerbildschirm und eine sprachliche Entscheidungsaufgabe. Das simuliert die typische Situation: Unter Zeitdruck soll man am Rechner arbeiten, während gleichzeitig der Kollege vor einem steht, und unter ebenso großem Zeitdruck eine Frage beantwortet haben möchte. Dabei wurden Parameter der Aktivität in einzelnen Hirn-Arealen der Probanden ausgewertet. So konnten die Forscher Reaktionszeiten, Fehlerraten und fehlerbedingter Reaktionsverzögerungen beurteilen.

Die Experimente mit den Probanden im Labor liefern ernüchternde Ergebnisse. Je höher die kognitive Beanspruchung der gleichzeitig auszuführenden Tätigkeiten, umso mehr Zeit- und Ressourcenverluste, Qualitätseinbußen und physiologische wie psychische Fehlbeanspruchungen werden beobachtet.

In Arbeit
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Eine der zentralen Empfehlungen der Forscher lautet also: "Bei bewusste Aufmerksamkeit erfordernden Prozessen und potentiell schwerwiegenden Fehlerfolgen ist von Multitaskingsituationen durch zeitlich parallele Informationsdarbietungen abzuraten."

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