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Prout at Work Stiftung Wie das Coming-out am Arbeitsplatz klappt

Jemand richtet sich eine Regenbogenkrawatte Quelle: imago images

Auch heute noch ist die Bekanntgabe der eigenen sexuellen Idnetität am Arbeitsplatz für viele ein heikles Thema. Die Stiftung Prout at Work hat zusammengetragen, was man dazu wissen sollte.

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Outen am Arbeitsplatz: ja oder nein?
Sich nicht outen zu können, kostet enorm viel Energie, die in der eigenen Performanz dann fehlt. Ein offener Umgang mit der eigenen sexuellen Identität führt nachweislich zu einer höheren Arbeitszufriedenheit, mehr Kreativität, Innovation und Effizienz. Wer am Arbeitsplatz er oder sie selbst sein kann, fühlt sich auch dem Unternehmen gegenüber verbundener. Wer jedoch in einem weniger toleranten Umfeld tätig ist, sollte abwägen, ob ein Outing angebracht ist oder lieber nicht.

(K)ein Karriereknick im Management
Wie jedes Outing ist es auch im oberen Management von der Toleranz Ihrer direkten beruflichen Ansprechpartner abhängig. Sicher ist aber, dass Sie in Ihrer Position in der Regel ein besseres Standing haben. Und mit einem Coming-out haben Sie die Chance, als Rollenvorbild für junge Talente zu fungieren und die Unternehmenskultur nach Ihren Vorstellungen mitzugestalten. Das kann auch indirekt sein, indem Sie zum Beispiel als Mann Ihren Lebensgefährten mit zur Firmenfeier bringen.

Den eigenen Standpunkt klären
Ein Coming-out sollte sich nicht wie ein erzwungenes Geständnis anfühlen. Wenn Sie den Standpunkt vertreten, dass die sexuelle Identität am Arbeitsplatz nichts verloren hat oder noch nicht das Selbstbewusstsein haben, sich zu outen, sollten Sie das respektieren. Wenn Sie es aber thematisieren möchten, dann hilft es, einen direkten Bezug zur Arbeit herzustellen. Beispielsweise, wenn Sie als Frau anmerken, beim Urlaub auf die Ferienzeit angewiesen zu sein, weil ihre Partnerin Lehrerin ist.

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Wie gehe ich am besten vor?
Ein Outing ist immer ein Vertrauensbeweis: Ein wichtiger Faktor für das Coming-out am Arbeitsplatz ist die Einstellung der direkten Führungskraft sowie Ihrer Team-Mitglieder. Suchen Sie sich am besten im Vorfeld Unterstützung beim unternehmensinternen LGBT*IQ-Netzwerk, sofern vorhanden, oder dem Diversity-Management und/oder bereits geouteten Personen auf höherer Ebene. Diese können ein Coming-out mediierend begleiten.

Branchen, in denen ein Coming-out schwieriger ist
Studien zeigten, dass ein Coming Out tatsächlich branchenspezifisch leichter (Kreation, Werbung, Marketing, Personal etc.) oder schwieriger (Industrie, Landwirtschaft, konfessionelle Träger) sein kann. Dies ist aber kein Hinweis für den Einzelfall. Wichtiger als die Branche sind die Menschen, mit denen Sie unmittelbar zusammenarbeiten und die Einstellung Ihrer direkten Führungskräfte. Bei ihnen auf Unterstützung und Akzeptanz zu stoßen, das ist das Entscheidende.

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