Rekord bei Geschäftsreisen Elf Millionen verreisen dienstlich

Vorbei sind die Zeiten, in denen nur noch der Chef auf Geschäftsreise geht. Elf Millionen Deutsche waren laut einer Analyse 2015 dienstlich unterwegs – ein neuer Rekord. Doch der Aufwärtstrend könnte bald vorbei sein.

Deutsche Unternehmen gaben 2015 für Geschäftsreisen so viel wie noch nie aus. Quelle: Fotolia

Geschäftsreisen sind in Deutschland schon lange nicht mehr ausschließlich Chefsache. Immer mehr Angestellte sind dienstlich in anderen Städtern oder sogar Ländern unterwegs. Das beweist eine Untersuchung des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR). Der Verband hat Anfang dieses Jahres 800 Personen telefonisch befragt, die für das Management von Geschäftsreisen zuständig sind.

Das Ergebnis: 2015 gaben deutsche Unternehmen 50,9 Milliarden Euro aus, um Chef und Mitarbeiter auf Reisen zu schicken – so viel wie noch nie zuvor. Doch nicht nur die Gesamtausgaben stiegen im vergangenen Jahr: auch die Zahl der Reisenden schnellte in die Höhe. Sie stieg um 8,8 Prozent auf elf Millionen Personen.

In Unternehmen ab 1500 Mitarbeitern reisten 2015 im Durchschnitt 40 Prozent der Mitarbeiter, während es laut Analyse in Krisenzeiten nur 25 Prozent waren. Grund dafür waren laut Experten flache Hierarchien und häufige Projektarbeiten in den Unternehmen.

Zehn Tipps zum cleveren Kofferpacken
Man muss nicht immer alles falten. Eine platzsparende und faltenfreie Alternative ist das Aufrollen. Diese Methode eignet sich für alle weichen Kleidungsstücke, wie T-Shirts, Hosen und Hemden. Quelle: Marcel Stahn
Ein praktisches Hilfsmittel, um die Form des Hemdkragens zu erhalten, ist der Gürtel. Diesen einfach zusammenrollen und im Kragen platzieren. Das verhindert ebenso das lose Rumfliegen des Gürtels im Koffer. Quelle: Marcel Stahn
Das Jackett lässt sich während der Geschäftsreise nur schwierig auf die Schnelle reinigen. Deswegen lieber vorsorgen und Flusen und Flecken umgehen. Hierzu die Schulterpolster auf links drehen und die Außenseite das Jacketts nach Innen falten. Quelle: Marcel Stahn
Damit Ihr Shampoo nicht ausläuft, einfach ein Stück Frischhaltefolie zwischen Kosmetikflasche und Deckel platzieren. Quelle: Marcel Stahn
Die Flügelklammer bietet eine gute Möglichkeit um Schäden durch den Rasierer zu vermeiden. Die Klinge einfach mit der Klammer umschließen und so Kleidung und Elektrogeräte vor Kratzern schützen. Quelle: Marcel Stahn
Die in verschiedenen Größen erhältlichen Flügelklammern eignen sich außerdem sehr gut dazu, nervigen Kabelsalat zu vermeiden. Um den Überblick über sämtliche USB-Sticks, Ladekabel und so weiter zu behalten ist es ratsam diese in einer Box, zum Beispiel einem Brillenetui, zu verstauen. Quelle: Marcel Stahn
Sollten Sie den Ladestecker des Handys oder Tablets doch einmal vergessen, überprüfen Sie den Fernseher im Hotelzimmer. Die meisten Geräte verfügen über einen USB-Anschluss, der das Aufladen ermöglicht. Quelle: Marcel Stahn
Für einen guten Start in einen langen Arbeitstag kann es helfen den aktuellen Lieblingssong noch einmal in voller Lautstärke aufzudrehen. Dabei hilft eine gewöhnliche Kaffeetasse, die als Resonanzraum dient und die Lautstärke Ihres Smartphones verstärkt. So sparen Sie sich den Platz für externe Lautsprecher im Koffer. Quelle: Marcel Stahn
Das Wechselpaar Schuhe bietet viel Hohlraum zum Verstauen. Nutzen Sie diesen für Socken. So erzeugen die kein Chaos in Ihrem Koffer und halten den Schuh gleichzeitig in Form. Quelle: Marcel Stahn
Benutzen Sie doch einfach Ihre Visitenkarte anstatt der üblichen Adressinformation im Gepäckanhänger. In die Plastikhüllen passen meist mehrere Exemplare. So sparen Sie sich das separate Etui. Quelle: Marcel Stahn

Für den Aufwärtstrend machen die Herausgeber die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im vergangenen Jahr verantwortlich. Die deutsche Konjunktur wuchs 2015 permanent – das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Durchschnitt um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mehrere Indikatoren weisen laut Verband allerdings darauf hin, dass dieser Aufwärtstrend schon bald abflauen wird: Für das Jahr 2017 rechnen die Experten mit einer Stagnation oder sogar einem leichten Rückgang bei den Dienstreisen.

Sicherheit sei zwar schon jetzt ein großes Thema in deutschen Unternehmen. Weil aber permanent Sicherheitsbedrohungen gemeldet werden, gehen die Experten davon aus, dass weniger Beschäftigte sich diesen Situationen aussetzen wollen.

Hinzu kommt, dass die Bundesregierung derzeit für 2017 mit einem geringeren Wirtschaftswachstum rechnet: Zwar sei davon auszugehen, dass Deutschland als Exportnation von einem niedrigen Wechselkurs profitiere. Die verhaltene Weltkonjunktur könnte die deutsche Wirtschaft – und damit das Reiseverhalten in deutschen Unternehmen – allerdings ausbremsen.

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