Serie: Zukunft der Arbeit Diese Qualifikationen zünden Ihren Karriereturbo

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Big Data

Daten seien für Unternehmen das neue Öl, heißt es neuerdings immer wieder. Denn ob Schriftverkehr, Verkaufsstatistiken oder Kundenanfragen: Alles ist digital gespeichert und lässt sich auswerten. Künftig werden Büroarbeiter darum einen großen Teil ihrer Zeit damit verbringen, diesen Schatz gewinnbringend auszuschlachten.

Big Data für sich nutzbar zu machen, wird zu einer Kernkompetenz. Mitarbeiter nutzen dazu Analyse-Software, die die gewaltigen Datenberge durchforstet und sortiert. Wer der Software die richtigen Fragen stellt, erkennt anhand der Daten beispielsweise frühzeitig, ob es Lieferprobleme gibt, ob sich Fehler bei einem Produkt häufen oder ob die Nachfrage nach einer Ware steigt.

Das Beispiel Kundenkontakt: Jeden Tag gehen bei Firmen Tausende Kunden-E-Mails ein. Bisher lesen, sortieren und beantworten Servicemitarbeiter sie, obwohl sich Fragen und Beschwerden oft gleichen. Diese Arbeit sollen nun teilweise Maschinen erledigen - mithilfe Künstlicher Intelligenz.

Auf welche Bereiche wirkt sich die Digitalisierung im Arbeitsalltag aus?

Das Berliner Start-up Parlamind entwickelt dazu eine Software, die eingehende Mails automatisch  in 220 verschiedene Kategorien sortiert. Aktuell erkennt die Parlamind-Software, ob Kunden etwa ein Formular anfordern oder sich über eine Lieferung beschweren. "Servicemitarbeiter erkennen so schneller, was die Kunden beschäftigt", sagt Wolf.

Auch im Online-Handel ist Big Data längst zur Wunderwaffe geworden. Beim Versandhändler Otto berechnet eine Software Tag für Tag Verkaufsprognosen für jedes der mehr als zwei Millionen Produkte im Sortiment des Handelsriesen.

Rund 200 Variablen fließen in die Berechnung ein, etwa die Verkaufszahlen des Vorjahres, aktuelle Werbekampagnen für das Produkt oder gar die Wettervorhersage: Scheint in der nächsten Woche die Sonne, dann wird der Absatz von Sommerkleidern steigen. Regnet es, sinken die Absatzzahlen.

Rund um die Uhr füttern die Mitarbeiter das System mit neuen Informationen - und werten sie stetig aus, um Restbestände zu verringern und den Absatz zu steigern.

Es ist absehbar: Wer Big Data clever nutzen kann, hat in immer mehr Unternehmen das Zeug zum Mitarbeiter der Zukunft.

Alle Teile der Serie Zukunft der Arbeit finden Sie unter: wiwo.de/zukunft

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