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Sitzordnung im Büro Setzen Sie Trantüten neben Fehlerteufel

Wer sich sein Büro mit Kollegen teilt, kann sich leicht anstecken: Nicht nur mit einem Schnupfen, sondern auch mit deren Arbeitshaltung. Das kann gut sein, muss es aber nicht. Was Unternehmen ändern können.

Die Sitzordnung im Büro entscheidet über die Produktivität der Mitarbeiter. Quelle: dpa

Man kennt das noch aus der Schule: In der letzten Reihe machte der Unterricht immer besonders viel Spaß, dafür bekam man weniger mit, als direkt vorm Lehrerpult. Die Mehrheit der Pädagogen hat die Quasselstrippen und Papierflieger-Piloten aus der letzten Reihe irgendwann in die vorderen Reihen zwangsversetzt und durch eine durchmischte Sitzordnung für ein ruhigeres Lernklima gesorgt.

Im Arbeitsleben bekommen die erwachsen gewordenen Streber, Fleißliesen und Klassenkasper den Schreibtisch, den Platz am Fließband oder den Montagekollegen dagegen zugeteilt. Meistens nach dem Prinzip: Da ist noch Platz.

Beeinflussen sich Kollegen gegenseitig?

Dass die eine der anderen unter dem Tisch nicht mehr vors Schienbein tritt, keine Mäppchen geklaut oder Papierkugeln verschossen werden, lässt sich bei Erwachsenen ja voraussetzen. Aber ändert sich nach Verlassen der Schule so viel an der Arbeitseinstellung der Menschen - und wie überträgt sich das auf die Sitznachbarn?

Knigge für das Großraumbüro

Dieser Frage gingen Dylan Minor, Assistenzprofessor an der Harvard Business School, Michael Housman Wissenschaftler der HIQ Labs und Yitzi Greenbaum, Data Scientist bei Cornerstone Ondemand, einem Anbieter Cloud-basierter Softwarelösungen für das Talent Management, nach.

Zwei Jahre lang beobachteten die Studienautoren in europäischen wie auch amerikanischen Unternehmen mit jeweils mehr als 2000 Angestellten, wie sich eine Veränderung der Sitzordnung im Büro auf Arbeitsleistung und Motivation auswirkte.

Das für Großraum-Büro-Erfahrene wenig verwunderliche Ergebnis: Auch bei großen Kindern hat die Sitzordnung einen spürbaren Einfluss auf das Arbeitsverhalten - und letztlich sogar auf die Unternehmensperformance.

Bevor jedoch Mitarbeiter umgesetzt wurden, analysierten die Experten erst einmal, wer denn da überhaupt im Büro sitzt.

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