Skype, FaceTime & Co. Video-Konferenzen statt Geschäftsreisen

Dem Team in Berlin schnell ein paar Unterlagen zeigen und erklären? Mit den Kollegen in Washington den neuen gemeinsamen Webshop planen? Mit Skype und Co. geht das günstig und schnell. Nur macht es kaum jemand.

Arbeitnehmer fordern Videokommunikation von ihren Arbeitgebern. Quelle: dpa

Es könnte alles so einfach sein: Ein Programm lässt sich nicht richtig installieren? Der Kollege aus der IT-Abteilung überprüft via Teamviewer, woran es liegt. Der Chef hält an einem Standort einen wichtigen Vortrag? Die Kollegen aus den anderen Niederlassungen schalten sich per Video zu. Der Mehrwert von Videokommunikation für das Berufsleben ist da. Das sehen auch die Arbeitnehmer so, wie eine Umfrage von BlueJeans Network unter 4000 Arbeitnehmern aus vier Ländern zeigt. Schließlich nutzen sie auch privat Skype & Co., wenn sie mit ihren Freunden oder Angehörigen am anderen Ende der Welt reden wollen und setzen sich nicht ins Flugzeug.

"Wir beobachten es sehr häufig, dass der erste Schritt in Richtung Live-Video von den Mitarbeitern initiiert wird. Denn sie haben die Vorteile von Videokonferenzen wie effektives und flexibles Arbeiten sowie Zeit- und Kostenersparnisse längst erkannt", sagt James Campanini, Vice President des Anbieters cloudbasierter Videokonferenzlösungen. Konkret wollte BlueJeans Network, wissen, was die Beschäftigten über den Einsatz der Technologie am Arbeitsplatz denken und ob ihre Arbeitgeber derartige Kommunikationsmöglichkeiten anbieten.

Unterwegs für den Chef: Was Angestellte über ihre Rechte auf Geschäftsreisen wissen sollten

Deutsche Unternehmen sind zurückhaltend

Die Antwort ist wenig überraschend: Nur eines von sieben Unternehmen bekommt von seinen Mitarbeitern die Note "sehr gut", was die Bereitstellung moderner Kommunikationstools angeht. Die Mehrheit der Befragten (51 Prozent) gibt an, dass ihr Unternehmen immerhin dabei ist, neuartige Kommunikationstools zu testen.

Mehr als ein Drittel bemängelt jedoch, dass sich ihr Arbeitgeber nur sehr zögernd für neue Kommunikationstrends öffnet. Besonders deutsche Unternehmen hinken hinterher. So klagen hierzulande 52 Prozent der Umfrageteilnehmer darüber, dass ihr Unternehmen innovativen Technologien die kalte Schulter zeigt.

Dabei würde der Einsatz der Videotools viel Geld sparen. So sagt fast die Hälfte der deutschen Umfrageteilnehmer, dass sie viel seltener auf Geschäftsreisen wären, wenn sie mit Kunden oder Partnern Probleme einfach per Live-Video klären könnten. Entsprechend weisen 45 Prozent darauf hin, dass ein Vorteil der Videonutzung die Vermeidung von hohen Reisekosten für Bahn, Flieger und Hotel wäre. Von einer größeren Flexibilität und effektiveren Meetings einmal ganz zu schweigen.

Das sollte doch zumindest das Controlling überzeugen.

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