Social Media Der Chef als Online-Freund

Was tun wenn der Chef einem bei Facebook eine Freundschaftsanfrage stellt? Viele Arbeitnehmer wollen eine solche Anfrage nicht annehmen, manche tun es trotzdem. Jeder sollte dabei bedenken, was er preisgibt.

Facebook Quelle: Screenshot

Häkchen oder kein Häkchen? Der Chef hat bei Facebook eine Einladung geschickt: „Willst Du mein Freund sein?“ spricht aus der Anfrage. Aber möchten Sie mit Ihrem Chef online befreundet sein? Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut Forsa über tausend deutschsprachigen Internetnutzern im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM).

Das Ergebnis: Die Mehrheit würde eine solche Freundschaftsanfrage ablehnen. Insgesamt 52 Prozent möchten in Online-Communitys lieber nicht mit ihren Chefs privaten Kontakt pflegen.

35 Prozent würden ihren Arbeitgeber auf keinen Fall als Online-Freund haben wollen und zwei Prozent gaben an ihren Chef selbst eine Anfrage geschickt zu haben.

Wer zusammen Bier trinkt, kann auch auf Facebook schreiben

Gerade einmal 19 Prozent der berufstätigen Befragten könnten sich vorstellen ihren Chef „hinzuzufügen“. „Ob man den Chef in seine Freundesliste aufnehmen sollte, lässt sich nicht generell mit ja oder nein beantworten. Es sind immer die individuellen Gegebenheiten zu beachten“, sagte Tobias Arns, Social Media Experte des BITKOM.

Wenn Facebook den Job kostet

"Wer mit seinem Chef per Du ist und regelmäßig auf ein Bier geht, wird ihn bei Facebook schwerlich als Freund ablehnen können“, sagt Arns. „Bevor man Freundschaftsanfragen seines Chefs annimmt, sollte man sich aber auf jeden Fall genau überlegen, welche Profildetails oder Einträge er sehen darf.“

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