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Sport und Karriere Wie Sportlern duale Karrieren gelingen

Siege sind nicht genug. Viele Top-Athleten studieren neben dem Sport. Auch darin sind sie oft spitze. Welche Fähigkeiten ihnen dabei helfen - eine Analyse.

Die Siebenkaempferinnen Maren Freisen, vorne, und Karin Ertl, beide Deutschland, ueberspringen die Huerden waehrend des DLV Mehrkampf-Meeting Quelle: AP

Der Tagesablauf von Top-Athleten ist komplett durchgetaktet: Ausgewogenes Frühstück am Morgen, am Vormittag und Nachmittag Training, abends zeitig ins Bett. Wo bleibt da noch Zeit für Vorlesungen, Prüfungen und Referate? Doch vielen Spitzensportlern gelingen Spitzenleistungen in Studium und Beruf.

Ein prominentes Beispiel: der heutige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach. Er war Olympiasieger im Fechten und studierte parallel Jura. Schließlich promovierte er - mit summa cum laude. Welche Fähigkeiten zeichnen Athleten aus, die ihnen auch in der Karriere helfen? Und was kann zum Scheitern führen?

Welche Fähigkeiten bei Sport und Karriere wichtig sind

Nachholbedarf in punkto Karriereplanung gibt es häufig bei den Fußballern. Gerade einmal 15 Prozent der aktiven Spieler haben eine Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium abgeschlossen. Das Institut für Sportmanagement der Hochschule Koblenz hat dafür gemeinsam mit der deutschen Spielergewerkschaft VDV knapp 20 Prozent der deutschen Fußball-Profis befragt. Immerhin: 72 Prozent der Befragten haben laut der jüngsten Studie Abitur oder die Fachhochschulreife - im Vergleich zu 60 Prozent im Jahr 2012.

Unabhängig von der Sportart entscheiden sich zahlreiche Sportler aufgrund des Studiums und der Karriere dazu, ihre Laufbahn als Leistungssportler zu beenden. 37,1 Prozent von rund 1500 Spitzensportler nennen dies in einer Umfrage als Grund. Verletzungen (10,5 Prozent) und Finanzen (4,2 Prozent) spielen nur eine untergeordnete Rolle, wie eine aktuelle Befragung der Sporthochschule Köln und der Deutschen Sporthilfe zeigt. „Karriere und Sport zu vereinen, ist eher schwieriger geworden“, glaubt auch Holtmeyer. Weil der Wehrdienst weggefallen und das Abitur verkürzt wurde, könnten die Nichtsportler noch schneller studieren und der Konkurrenzdruck bei der beruflichen Ausbildung sei weiter gewachsen. „Parallel sind die Anforderungen an Leistungssportler noch gestiegen.“

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