WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Studie der Federal Reserve Bank of New York Lebenseinkommen: Die ersten zehn Jahre entscheiden

Wer reich wird, entscheidet sich meist in den ersten zehn Jahren des Berufslebens. Danach tut sich finanziell vergleichsweise wenig.

Medizin Top, Design Flop - welche Branche am Besten verdient
Wer beruflich mit Farben, Rastern etc. zu tun hat, der bekommt seine Tätigkeit relativ moderat vergütet. Das Einstiegsgehalt im Bereich Grafik/Design beträgt 31.742 Euro. Quelle: Fotolia
Wer Sprach- und Kulturwissenschaften studiert hat, der verdient beim Einstieg etwas mehr als der Designer, nämlich 32.930 Euro. Quelle: dpa
Sie haben Gesellschafts- und Sozialwissenschaften studiert? Dann liegt Ihr Einstiegsgehalt etwas über dem Gehalt der Kollegen von den Kulturwissenschaften. In der Regel werden Sie im Durchschnitt mit 34.120 Euro vergütet. Quelle: dpa
Wer beruflich den Lehren des großen Psychoanaltikers Sigmund Freud nachgeht, reiht sich in der Gehaltsskala vor den Geisteswissenschaftlern ein. Das Einstiegsgehalt der Psychologen liegt bei 39.000 Euro. Quelle: dpa
Im Bereich der Wirtschaftswissenschaften (BWL/VWL) liegt das Einstiegsgehalt bei 41.584 Euro. Damit liegen die Ökonomen knapp... Quelle: dpa
Die Welt der Formeln, Zahlen und der Bits and Bytes wird minimal besser bezahlt. Das Einstiegsgehalt der Mathematiker und Informatiker liegt bei 43.926 Euro. Quelle: dpa
... hinter den Ingenieurwissenschaftlern, die ihren Berufseinstieg mit 43.590 Euro vergütet bekommen. Quelle: dpa

Wer um die vierzig Jahre alt ist und noch immer nicht das große Geld verdient, kann allmählich alle Hoffnung fahren lassen. Denn die ersten zehn Jahre im Beruf entscheiden meist über den Verdienst im gesamten Leben.

Ökonomen der Federal Reserve Bank of New York, also der Landesbank des Bundesstaates New York, haben in einer statistischen Berechnung festgestellt, dass die Einkommenskurve von US-Amerikanern, die reich werden, schon in frühen Jahren sehr viel steiler verläuft als die von Durchschnittsverdienern. Die Ökonomen um Fatih Guvenen berufen sich dabei auf Panel-Daten der amerikanischen Sozialversicherungsbehörden zwischen 1978 und 2010.

In diesen Branchen kriegen die Chefs am meisten

Amerikaner mit einem Median-Einkommen erfuhren zwischen dem 25. und 55. Lebensjahr einen Anstieg der Einkünfte von 38 Prozent. Die fünf Prozent der einkommensstärksten Amerikaner verzeichnen in dieser Zeitspanne einen Zuwachs von 230 Prozent, und das reichste Prozent sogar einen Zuwachs von 1450 Prozent. Der steilste Anstieg sei in den ersten zehn Jahren zu verzeichnen, schreiben die Autoren der Landesbank.

20 fiese Fragen, 20 clevere Antworten im Vorstellungsgespräch

Beschäftigte mit dem Median-Einkommen – also einem Einkommen, das genau in der Mitte zwischen den ärmeren 50 Prozent und den reicheren 50 Prozent der Beschäftigten liegt – müssen davon ausgehen, dass ihr Einkommen wahrscheinlich zwischen 35 und 55 Jahren eher stagniert. Für 90 Prozent der Amerikaner sinkt das Einkommen sogar zwischen 45 und 55. Nur die am meisten verdienenden zwei Prozent bekommen nach 45 noch Zuwächse.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Einen kleinen Trost für Normalverdiener haben die Autoren aber doch noch: "Je höher die individuellen Einkünfte gegenwärtig sind, desto kleiner der Spielraum für einen weiteren Anstieg." Wer sich also der Endphase seines Berufslebens nähert, muss sich weniger Sorgen um Einbußen machen als ein Superverdiener – prozentual wohlgemerkt.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%