Studie Freiberufler agieren anders

Während sich festangestellte Wissensarbeiter wesentlich stärker mit Routinetätigkeiten beschäftigen, versuchen Freiberufler ihre Know-How-Lücken bei ihren Kunden zu schließen.

Wie sie Mitarbeiter motivieren können
Buchcover des Buchs 1001 Ideen von Bob Nelson
Vorspeisen in einem Luxusrestaurant
Eine Reißzwecke in einer Holztafel
Mann sortiert Bücher
Zwei Frauen stehen vor einer bunten Wand
Fisch der Sorte Dorsch
Kleine Geschenkpakete

Das ist das Ergebnis der Studie „Wissensarbeiter und Unternehmen im Spannungsfeld“, die der Personaldienstleister Hays in Zusammenarbeit mit PAC und der Deutschen Gesellschaft für Wissensmanagement gemacht hat. Befragt wurden 300 festangestellte Wissensarbeiter und über 270 Freiberufler.

Der Freiraum dieser Arbeiter ist allerdings wesentlich geringer: Während Festangestellte nach eigenen Aussagen zu 62 Prozent selbst bestimmen, wo und wann sie arbeiten, liegt der Wert bei den Freiberuflern bei 42 Prozent – gleichzeitig war die Freiheit bei über der Hälfte der Befragten sehr wichtig für die Entscheidung sich selbstständig zu machen; nur ein Drittel sieht sie als erfüllt an. Das Kontrollbedürfnis der Unternehmen sei stärker ausgeprägt, weil diese Arbeiter über Stundenhonorare bezahlt werden.

Laut der Studie zeigen Unternehmen keine hohe Bereitschaft, Freiberufler zu integrieren. Den Freien ist die Vernetzung mit den Kollegen innerhalb des Unternehmens sehr wichtig und dafür sind über 90 Prozent bereit, ihr Fachwissen weiterzugeben. Das Problem: Nur knapp zwei Drittel sehen diesen Austausch als gegeben an. Als besonders produktivitätsfördern finden sowohl die festangestellten als auch die freiberuflichen Wissensarbeiter die Zusammenarbeit im gemischten Team.

Wie Mitarbeiter-Kreativität Unternehmen voranbringt
Ein VW-Passat Variant und ein Golf Cabrio (r) werden am 09.03.2011 in einem der beiden Autotürme der Volkswagen Autostadt in Wolfsburg automatisch in ein freies Fach transportiert. Quelle: dpa
German car maker BMW Quelle: dpa
Mitarbeiter der MDC Power GmbH in Koelleda, betrachten am Freitag (29.07.11) die Studie fuer die neue Mercedes-A-Klasse "Concept A-Class". Quelle: dapd
Siemens mechatronics apprentice Kim Lucy Steward Morgan works on a bench vice during a class at the Siemens training centre in Berlin Quelle: REUTERS
Eine Lupe wird am 02.10.2012 in Hamburg vor eine technische Zeichnung gehalten. Quelle: dpa
Eine Statue von Alfred Krupp Quelle: dpa
Auch beim Technologieunternehmen Bosch ist die Idee der Mitarbeiterbefragung nicht neu: Firmengründer Robert Bosch (1862 bis 1942) soll einmal gesagt haben: "Immer soll nach Verbesserung des bestehenden Zustands gestrebt werden, keiner soll mit dem Erreichten sich zufrieden geben, sondern stets danach trachten, seine Sache noch besser zu machen." Das betrifft natürlich nicht nur Manager und externe Berater, sondern jeden Einzelnen. Dementsprechend wirken seit 1924 die Angestellten des Unternehmens nicht nur durch eigner Hände Arbeit sondern auch durch kreative Ideen am Erfolg mit. Mit Erfolg: Im Jahr 2010 wurden bei Bosch rund 40.000 Ideen eingereicht, die dem Zulieferer einen Jahresnettonutzen von etwa 30 Millionen Euro brachten. Die hauseigenen Erfinder und Vordenker wurden für ihre Ideen mit Prämien in Höhe von bis zu 150.000 Euro belohnt.

Große Unterschiede gibt es insbesondere in der Bewertung ihrer Leistungen: Während die breite Mehrheit der Festangestellten meint, Wissen sei eine wichtige strategische Ressource und werde als solche angesehen, bejahen dies nur knapp die Hälfte der befragten Freiberufler. Mit ihrem Blick von außen scheinen sie zudem kritischer zu sein.

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