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Tarifbeschäftigte Nur jeder Zweite erhält Urlaubsgeld

Nur jeder zweite Tarifbeschäftigte erhält einen finanziellen Bonus für den Urlaub. Quelle: imago images

Das Urlaubsgeld steigt in diesem Jahr durchschnittlich auf 1281 Euro. Vor allem im Maschinenbau und in der Automobilwirtschaft ist die Sonderzahlung besonders hoch, doch längst nicht alle bekommen das Zusatzplus.

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Weniger als die Hälfte der Tarifbeschäftigten in Deutschland (47 Prozent) bekommt einen Zuschuss zur Urlaubskasse. Im Durchschnitt erhalten sie in diesem Jahr brutto 1281 Euro Urlaubsgeld, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Branchen sowie zwischen Ost und West.

Kein gesondertes Urlaubsgeld gibt es im Bereich öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung. Es wird mit dem Weihnachtsgeld zu einer einheitlichen Jahressonderzahlung zusammengefasst.

Überdurchschnittlich hoch ist das Plus für die schönsten Wochen des Jahres unter anderem im Maschinenbau (2358 Euro) und in der Automobilwirtschaft (2113 Euro). Dort haben auch nahezu alle Tarifbeschäftigten einen Anspruch auf die Sonderzahlung.
Den größten Zuschuss für die Urlaubskasse erhalten den Angaben zufolge Tarifmitarbeiter in der Verlagsbranche mit 2613 Euro. Knapp 90 Prozent haben dort Anspruch auf das Zusatzplus. Mehr als 2000 Euro gibt es auch in der Energieversorgung, bei Versicherungen und Finanzdienstleistern.

Nahe am Durchschnitt liegt das Urlaubsgeld unter anderem im Hoch- und Tiefbau, in der Chemie sowie im Einzelhandel. Deutlich niedriger fällt es mit 225 Euro in der Zeitarbeitsbranche aus.

Auch die Region, in der man arbeitet, spielt eine Rolle. Tarifbeschäftigte im früheren Bundesgebiet bekommen nach Angaben der Wiesbadener Behörde im Schnitt 1317 Euro, in den neuen Ländern sind es 927 Euro.
Einen gesetzlichen Anspruch die Sonderzahlung gibt es nicht. Der Zuschuss kann vom Arbeitgeber freiwillig geleistet werden oder tariflich vereinbart sein. Nach Angaben des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung spielt für die Aussichten auf Urlaubsgeld auch die Größe des Betriebs eine Rolle.

Von den Arbeitnehmern in Kleinbetrieben mit weniger als 100 Beschäftigten erhalten den Angaben zufolge nur 37 Prozent Urlaubsgeld. In größeren Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern steigt der Anteil auf 61 Prozent. Das hatte das WSI jüngst auf Grundlage einer Online-Befragung von mehr als 123.000 Tarifbeschäftigten und Mitarbeitern in nichttarifgebundenen Unternehmen ermittelt.

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