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Viele Rückkehrer Wann Auswandern wirklich Sinn macht

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Nach zwei Jahren wird man zuhause vergessen

Dass der endgültige Bruch mit der deutschen Heimat eher die Ausnahme ist, belegen auch die Studien der Migrationsforscher Lenore Sauer und Andreas Ette vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden. Von etwa 122000 Deutschen, die zwischen 1996 und 2006 ihren Wohnsitz in das EU-Ausland verlagerten, kehrten 95000 wieder nach Deutschland zurück, das sind 78 Prozent.

Diese Menschen haben ihr Heimatland also nicht endgültig satt. Sie suchen nicht den ewigen Urlaub unter Palmen, sondern sehen eine Episode im Ausland als persönliche Bereicherung an – und als berufliche Zusatzqualifikation.

Auswandern, ob zeitweilig oder endgültig, ist vor allem für Hochqualifizierte attraktiv. Jeder zweite deutsche Auswanderer hat den Studien von Sauer zufolge einen Hochschulabschluss (verglichen mit etwa einem Fünftel in der deutschen Gesamtbevölkerung). Und diese Akademiker zieht es besonders in die beiden beliebtesten Auswanderungsziele: Die USA und die Schweiz. Allerdings ist gerade bei ausgewanderten Führungskräften und Wissenschaftlern die Rückkehrquopte mit 85 Prozent besonders hoch. Sauer und Ette sprechen daher nicht von einem „Brain-Drain“, einem Verlust an klugen Köpfen, sondern von einer „Brain-Circulation“. Die Menschen kehren – reich an Erfahrungen und damit noch besser gerüstet für den deutschen Arbeitsmarkt – meist schon nach zwei Jahren zurück.

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    Und solch ein mittelfristiger Auslandsaufenthalt ist für die Karriere-Planung auch sinnvoll. Das hat der Soziologe Markus Pohlmann 2009 in seiner Studie „Globale ökonomische Eliten - Eine Globalisierungsthese auf dem Prüfstand der Empirie“ festgestellt. Dauerhafte Emigration sei dagegen nicht nützlich für die Karriere, sagt Pohlmann, vor allem nicht, wenn man für ein deutsches Unternehmen im Ausland arbeite. Denn nach zwei oder drei Jahren verpasse man leicht den „Anschluss an den Karrierezug“ in Deutschland. Die globale Management-Elite, die ohne Rücksicht auf nationale Grenzen und Kulturen zwischen den Konzernen wechsele, sei ein „Mythos“. Tatsächlich, so Pohlmann, rekrutierten Unternehmen generell lieber Insider als Outsider. „Der „brain drain“ zwischen den entwickelten OECD-Ländern hält sich daher in engen Grenzen“, schreibt Pohlmann.

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    Die Internationalisierung des Managements findet durchaus statt, allerdings vor allem durch die – zeitlich begrenzte – Entsendung von Angestellten zu Konzerntöchtern oder Vertretungen im Ausland.  Zeitlich begrenzte internationale Mobilität ist normal geworden. Viele Unternehmen erwarten die Bereitschaft dazu von ihren Fach- und Führungskräften und gerade junge  Mitarbeiter empfinden Unternehmen, die das tun, als besonders attraktiv.  

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