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Vorurteile gegen Gründerinnen "Warum wollen Sie keine Kinder?"

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Frauen bringen weniger Eigenkapital mit

Tatsächlich ist für Frauen das Risiko vor der Gründung größer, denn sie bringen meist weniger Eigenkapital mit. Das hat einen einfachen Grund: Weil Frauen im Schnitt immer noch 22 Prozent weniger verdienen als Männer, können sie weniger sparen. Das macht sich vielleicht noch nicht nach einem Jahr bemerkbar, doch wenn eine Gründerin lange angestellt war, kann sie weniger Kapital vorweisen als ein Mann.

Und auch die Öffentlichkeit trägt nicht gerade dazu bei, das Selbstbewusstsein von Frauen zu stärken. „Die Wirtschaftsmedien sind voll von erfolgreichen Managern“, sagt Klaus. Vorbilder für Frauen fehlten hingegen.

Wenn die angehenden Gründerinnen zu Klaus in die Beratungsagentur kämen, seien sie oft überrascht. „Sie sind immer erstaunt, dass es so viele Frauen schon geschafft haben“, berichtet sie. Für viele Frauen sind Anlaufstellen wie Gründerinnen Consult daher wichtig, um etwa finanzielle Basisfragen zu klären – weil Vorbilder fehlen.

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Von Zweifeln weiß auch Christiane Schenke zu berichten. Die Webdesignerin aus Halle machte sich schon 1997 selbstständig und gestaltet seitdem Webseiten. Als ein Bildungsträger als Auftraggeber wegbrach, stand Lilac Media vor dem Aus. Nur dank der Hilfe ihrer Familie konnte sich die Gründerin über Wasser halten. Schenke dachte daran, Sozialhilfe zu beantragen.

Doch gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner, der 2002 eingestiegen war, analysierte sie die Situation – und kam zu dem Schluss, dass die Notlage lediglich eine temporäre Phase sein würde. Sie hat Recht behalten.

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