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Werner knallhart
Schon auf dem Weg zur Bahn gestresst? Dann helfen diese Vielfahrer-Tipps. Quelle: imago images

Schöner Pendeln: Die besten Tipps für mehr Gemütlichkeit

Jeden Tag diese verdammte Pendelei! Das kann ganz schön nerven. Muss es aber nicht. Einige Vielfahrer haben Tricks entwickelt, wie die lange Zeit in Auto, Bus und Bahn zum Genuss werden kann.

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„Meine Damen und Herren, bitte beachten Sie folgenden Hinweis: Aufgrund einer Weichenstörung können wir unsere Fahrt momentan nicht fortsetzen. Sobald ich weiß, wie und wann es weitergeht, melde ich mich bei Ihnen und bitte noch um etwas Geduld.“ 

Wenn diese Durchsage im Regionalexpress oder ICE ertönt, dann achten Sie mal bitte auf die Reaktion der anderen Fahrgäste. Es gibt drei Gruppen:

Die erste Gruppe ist die mit denen, die empört ihren Hals über die Rückenlehne des Vordermanns recken, Dinge zischen wie „scheiß Bahn“ oder „mal wieder typisch“. Dabei suchen sie mit großen Augen Blickkontakt zu anderen, um den kurzen Moment der Solidarität in der Schicksalsgemeinschaft abzufischen.

Die zweite Gruppe umfasst diejenigen, die ungerührt weiter ihr E-Buch auf dem Kindl lesen, ohne mit der Wimper zu zucken. Vielleicht guckt einer mal routiniert auf die Armbanduhr. Ansonsten nur Nippen am To-Go-Kaffee, fertig.

Die dritte Gruppe bilden die Fahrgäste mit den Kopfhörer-Pfropfen in den Ohren. Die haben die Durchsage gar nicht gehört. Warum auch? Hilft ja eh nichts.

Sollten Sie zu den Pendlern gehören, denen trotz aller Routine noch jeden Morgen vor Frust und Verzweiflung der Puls hochgeht, sind hier ein paar praktische Tipps von Leuten, die es wissen müssen: von Vielfahrern.

1.  Packen Sie sich Ihre kleine Pendelwelt in die Tasche 

Das Non plus Ultra beim Pendeln: Ein Rucksack, der immer fertig gepackt griffbereit ist. So müssen Sie morgens nicht darüber nachdenken, was Sie noch alles mitnehmen müssen, und im Zug nicht darüber, ob Sie alles dabei haben. Eine Tasche wie ein guter Freund.

Bei mir immer mit drin sind: Laptop, iPad, Ladegerät mit drei USB-Anschlüssen (für Handy, Tablet und Kopfhörer), Ersatzkopfhörer für zehn Euro (damit ich trotzdem Filme gucken und Podcasts hören kann, wenn ich Depp mal wieder die guten Kopfhörer in der anderen Jacke vergessen habe), eine kleine Powerbank, Kaugummi, Desinfektionsmittel für die Hände und Einweglappen, um etwa den herunterklappbaren Tisch vor mir schnell abzuwischen, statt mich die ganze Zeit vor alten Speiseresten anderer zu ekeln. Ein Halstuch für unterkühlte Waggons (wie eigentlich fast immer dem ICE-Speisewagen), Ohropax fürs Nickerchen, Nasenspray, Reisezahnbürste und Ibuprofen, falls mal was ist. Im Sommer dabei: Mini-Sonnencreme. Jetzt wieder: der Mini-Regenschirm. Und meist immer: ein Eiweißriegel. Mit einem Fläschchen Wasser kann dann nichts mehr passieren. Das Pendler-Survival-Kit.

Kommt Ihnen vor wie eine Damenhandtasche? Nein, nein, meine ist besser. Wichtig, falls Sie das nachmachen wollen: Besorgen Sie sich Kleinkram (Ladekabel, Ohrenstöpsel, Augenschlafmaske etc.) lieber doppelt und lassen Sie ihn immer in der Tasche. Morgens nicht in Hektik suchen zu müssen, ist echte Lebensqualität.

2. Bauen Sie sich an Bord Ihr Nest 

Ganz ehrlich: Ob ICE oder RE. Ich verstehe nicht, warum es als verpönt gilt, die Tasche auf den Nachbarsitz zu stellen. Natürlich darf sich dort jemand hinsetzen. Aber solange der Platz nicht benötigt wird, kann man doch sein kleines Pendel-Reich ganz nah an sich heran stellen. Das hilft. Denn viele fühlen sich beim Pendeln wie ein kleines Nichts in der pendelnden Menschenmasse. Kapseln Sie sich doch einfach von der Masse ab. Sie und Ihre Tasche an Ihrem Sitzplatz. Das ist jetzt Ihre Welt. Warum nicht?

Vielfahrer schwören auf In-Ear-Kopfhörer, weil die einen so schön akustisch von der Umwelt isolieren. Und dann tauchen Sie ab in Ihr Buch, Ihr Smartphone-Spiel oder die Zeitung. Oder einfach Augen zu und Hörbuch ab. Und vergessen Sie die anderen.

Noch einfacher haben es die Autofahrer. Ein Bekannter pendelt jeden Morgen mit seinem Audi von der Gegend bei Baden-Baden nach Stuttgart und zurück. Gut 220 Kilometer. Aber er sagt: „Mein Auto ist mein zweites Wohnzimmer.“

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