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Wie man richtig Nein sagt Raus aus der Gefälligkeitsfalle

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Situationsanalysen können helfen

Eine Möglichkeit, wie man es schafft, nicht zum Mädchen für alles zu werden, ist es, Alternativen anzubieten. Diplomatisch, aber freundlich und bestimmt können Betroffene Grenzen ziehen und gleichzeitig die eigenen Prioritäten deutlich machen. Mit Angeboten wie „Ich muss erst mein eigenes Projekt fertig machen, aber danach kann ich dir helfen“, stößt man den Bittsteller nicht vor den Kopf und schafft sich trotzdem Luft, erst die selbst gesetzten Aufgaben zu erledigen. Außerdem kann man die Folgen verdeutlichen, die entstehen können, wenn der Gefallen angenommen wird. „Ich bin nicht die qualifizierteste Person im Team“ oder „Wenn ich diese Aufgabe übernehme, wird sich der Abgabetermin von meinem Projekt nach hinten verschieben“ sind Möglichkeiten, dem Gegenüber deutlich zu machen, dass er lieber einen anderen Kollegen fragen soll.

Hilft auch das nichts, kann dramatisiert werden. Sätze wie „Ich fühle mich bei dieser Sache sehr unwohl“ zeigen dem Bittsteller, dass er es lieber an anderer Stelle versuchen soll.  Eine weitere Option ist der sogenannte Spiegel, sprich dem gegenüber zu verdeutlichen, dass er den gewünschten Gefallen auch wunderbar selber ausführen kann. „Ich kann dir da wirklich nicht helfen. Der Chef hat dir die Aufgabe und Verantwortung übertragen. Er hat sich sicher etwas dabei gedacht.“ Gespickt mit freundlichen Worten und der richtigen Portion Charme kann auch das zum Erfolg führen.

In Arbeit
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Kerstin Hof hat noch einen weiteren Tipp: Eine Analyse der Situationen, in denen der Arbeitnehmer um einen Gefallen gebeten wird. Kommt ein bestimmter Kollege immer wieder mit der Bitte, kleine Gefallen zu leisten, sei es Zeit für ein Gespräch. „Dann ist es notwendig, sich mit dem Gegenüber in einer ruhigen Minute auseinander zu setzen und klar zu sagen, dass es so nicht geht“. Dass das nicht von heute auf morgen erfolgt, sei klar. Aber nichts ist unmöglich, Schritt für Schritt kann sich der Arbeitnehmer stark machen und lernen, „Nein“ zu sagen. „Wichtig ist, dass die eigene Arbeit nicht unter den Gefälligkeiten leidet und dass der Arbeitnehmer seine gesetzten Prioritäten verfolgen kann“, betont Kerstin Hof. Wer das schafft, erhält Respekt und zeige Stärke und Profil vor dem Chef und den Kollegen.

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