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Ziele 2014 So schaffen Sie, was Sie sich vorgenommen haben

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Die Macht der kleinen Siege

Die zehn Karrierekiller bei der Kommunikation
Wer beruflich aufsteigen will, muss das auch signalisieren. Denn Talent allein reicht nicht, auch die Kommunikation der Qualitäten und Ambitionen ist zentral. Dies hat eine Umfrage des New Yorker Center for Talent Innovation unter 4.000 Fachkräften mit Hochschulabschluss und 268 Führungspersönlichkeiten ergeben. Die Studie zeigt die zehn größten Kommunikationsfehler für die Karriere auf. Platz 10: Gekicher und SchrillheitZu viel Gekicher und Lachen, lässt laut den Studienteilnehmern Frauen schlecht da stehen – und eine zu schrille Stimme Männer. Ein angemessenes Lachen und der richtige Tonfall wird von Führungspersonen erwartet. Gerade eine hohe Stimme wirkt zu emotional und lässt Zuhörer den Faden verlieren. Quelle: fotolia.com
Platz 9: GefaselDie Argumente können noch so gut sein – wer sie nicht knapp und prägnant vertreten kann hinterlässt einen schlechten Eindruck. Ausschweifende Erklärungen und Gerede lassen die Standpunkte viel schwächer erscheinen. Wer wiederum knackig überzeugen kann, hat auch das Zeug zum Chef. Mögen die Argumente inhaltlich noch so schwach sein – auf ihre Kommunikation kommt es an. Quelle: fotolia.com
Platz 8: Augenkontakt meidenWer seinem Kollegen oder Geschäftspartner nicht in die Augen schaut, hinterlässt einen schlechten Eindruck. Es zeigt, dass man nicht interessiert, etwas zu verbergen hat oder sogar lügt – alles Eigenschaften, die einem beim Karriereaufstieg nicht weiter bringen. Quelle: fotolia.com
Platz 7: Ablenkungen suchenEine Führungskraft soll Aufmerksamkeit und Interesse zeigen – für sein Projekt, die Konferenz, die Rede oder das Gespräch. Wer jedoch im Meeting auf dem Handy rumspielt, im Gespräch Fussel auf dem Pulli sucht oder seine Nägel begutachtet, gibt der Umwelt den Eindruck, sie nicht ernst zu nehmen. Quelle: fotolia.com
Platz 6: FlirtenEs kann ein Späßchen sein, ein ernster Annäherungsversuch, oder ein Mittel sich beim Vorgesetzten oder Geschäftspartner beliebt machen zu wollen – in jedem Fall ist Flirten in der Wirtschaftswelt unangebracht und untergräbt das professionelle Ansehen des Charmeurs. Quelle: fotolia.com
Platz 5: FluchenZu fluchen, ist generell die falsche Kommunikationsart – doch gerade bei Führungspersönlichkeiten, die ein Unternehmen repräsentieren,  sind Schimpfworte besonders unangebracht.   Quelle: fotolia.com
Platz 4: Keine ManierenChef sein verpflichtet: Führungspersönlichkeiten müssen sich entsprechend zu benehmen wissen. Zu den Erwartungen, die an eine hohe Position geknüpft sind, gehört eine ausgewählte Ausdrucksweise, Intellektualität, Höflichkeit und Würde. Quelle: fotolia.com

„Ich finde es überaus motivierend, Ziele zu setzen und konzentriert daran zu arbeiten“, sagt Berg. „Das funktioniert allerdings nur, wenn man sich lediglich wenige und vor allem realistische Ziele setzt.“

Teresa Amabile kann das bestätigen. Für ihre Studien ließ die Harvard-Professorin in den vergangenen Jahren Tausende einfacher Angestellte Tagebuch über ihren Arbeitsalltag führen. Außerdem befragte Amabile Hunderte von Führungskräften. Sie wollte herausfinden, welche Faktoren das Arbeitsleben angenehm gestalteten.

Das Ergebnis: Am wichtigsten war den Teilnehmern, im Job sichtbare Fortschritte zu erzielen. Wohlgemerkt: Dafür waren gar nicht unbedingt große Meilensteine notwendig, auch Kleinigkeiten stimmten die Menschen zufrieden. Hauptsache, sie kamen überhaupt voran. Amabile nennt das „die Macht der kleinen Siege“.

Dieses Gefühl kennt auch Lilian Kura gut. Die 39-Jährige arbeitet seit knapp 15 Jahren als freiberufliche Werbetexterin, Lektorin und Übersetzerin von Jugend-Sachbüchern. Außerdem twittert sie ausgiebig. Inzwischen folgen ihr bei dem Kurznachrichtendienst knapp 6500 Nutzer.

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    Um sich nicht allzu sehr ablenken zu lassen, hat sie sich einige Tricks überlegt. Ihre Bürotage beginnt Kura stets gleich: Zunächst hält sie ihren Tagesplan – unbedingt handschriftlich – in einer To-do-Liste fest, wobei sie besonders wichtige Aufgaben bunt hervorhebt. Zwischen den Hauptaufgaben notiert sie selbst vermeintliche Kleinigkeiten wie „Müll rausbringen“ oder „Unterlagen zur Krankenkasse schicken“. Der Grund: „Ist ein kleines Ziel erreicht, streiche ich es energisch durch“, sagt Kura, „und das gibt dann den richtigen Kick, sofort ein größeres Projekt anzupacken.“

    Was erfolgreiche Unternehmen für ihre Mitarbeiter tun

    Hat sie wirklich große Aufgaben vor sich – muss etwa ein längerer Text fertig werden –, erzählt sie Freunden und Kollegen davon. Und bittet diese darum, sie regelmäßig nach dem Stand der Dinge zu befragen – eine Art ausgelagerter Selbstkontrolle. Und wenn wirklich mal höchste Konzentration angesagt ist, nutzt Kura den „OmmWriter“ – eine Schreib-Software, die sämtliche Hintergrundprogramme und Benachrichtigungen ausblendet. So kann sie sich voll auf das Schreiben ihres Textes fokussieren.

    „Das ist manchmal beinahe Folter“, sagt Kura, „aber wenn man so ein sprunghafter Arbeitstyp ist wie ich und ohne strengen Chef dasteht, muss man sich eben irgendwie selbst disziplinieren.“

    Doch häufig ist der Chef selbst einer der Gründe, warum Angestellte ihre Ziele nicht erreichen. Warum? Im Berufsalltag werden viele Ziele von oben nach unten delegiert. Die Unternehmensleitung gibt den Führungskräften Zahlen vor. Und diese reichen die Auflagen umgehend an die einfachen Angestellten weiter. Für die Motivation ist das heikel. Denn Menschen fällt es per se schwer, fremde Ziele zu akzeptieren. Umso wichtiger ist es, dass die Angestellten zumindest wissen, warum sie etwas tun.

    Davon ist auch Caterine Schwierz von der Personalberatung von Rundstedt überzeugt. Viele Unternehmen hätten zwar eine Strategie für ihre eigene Zukunft, „aber nicht für ihre Mitarbeiter“, sagt Schwierz. Die einen sprächen zu wenig über ihre Entwicklungswünsche, die anderen machten sich darüber zu wenig Gedanken. „Natürlich ist das ein anstrengender Prozess“, sagt Schwierz, „doch davon profitieren alle Beteiligten.“

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