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Ziele 2014 So schaffen Sie, was Sie sich vorgenommen haben

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Je mehr Ziele, desto schwerer ist ihre Erledigung

Dinge, mit denen Sie ihre Karriere riskieren
Schon in Stellenanzeigen wird heute häufig Teamgeist gefordert. Hat man keinen und will ständig nur seine Karriereziele umsetzen, wird man irgendwann scheitern. Quelle: REUTERS
Seien Sie offen, aber nicht zu offensiv. Manchmal hat man mehr Erfolg, wenn Kritik oder die eigene Meinung vorsichtig formuliert wird. Zu viel Ehrlichkeit schadet. Quelle: dpa
Niemand möchte gerne, dass jemand an seinem Stuhl sägt. Deshalb: Nehmen Sie sich zurück - und sagen Sie niemanden direkt, dass Sie irgendwann gerne auf seinem Stuhl sitzen würden. Quelle: Fotolia
Genauso wenig sollten Sie zu sehr von ihren Stärken überzeugt sein. Gut, wenn man weiß, was man kann. Aber das müssen nicht gleich alle wissen und fühlen. Quelle: dpa
Wenn Sie immer alles richtig machen wollen, blockieren Sie innerlich und verlieren den Blick für andere Lösungen und Wege. Nehmen Sie davon Abstand. Quelle: Fotolia
Kreativität - nein, danke. Na ja, nicht ganz, Kreativität ist zwar unverzichtbar, allerdings ist kann sie auch Unverständnis auslösen. Dann nämlich, wenn die Kreativität nicht (mehr) verstanden wird. Quelle: dpa
Sicherheit vs. Risiko: Chefs sehen es gern, wenn Sie Risikobereit sind. Zu viel Sicherheit kann die Karriere kosten. Quelle: REUTERS

„Wer diese Fragen mit seinen Mitarbeitern diskutiert, nimmt ihnen Angst“, sagt Kehr. Außerdem lernten Chefs ihre Angestellten dadurch besser kennen. Vor allem aber fördern sie deren Motivation.

Warum das hilft? Weil der Mensch von Natur aus zu Disziplinlosigkeit neigt. Und weil er die Mühe für eine Aufgabe gerne unterschätzt. Hinzu kommt: Im modernen Berufsalltag fällt es schwer, Pläne einzuhalten. Die Arbeitswelt steht guten Vorsätzen im Weg. Besprechungen und Fristen hier, Termine und E-Mails dort – alle sind ständig unter Strom, werden abgelenkt und verzetteln sich.

Thomas Fischer ist sich dieser Gefahr bewusst. Der 37-jährige Vorstand und Partner der Düsseldorfer Unternehmensberatung Avantum Consult pendelt ständig zwischen internen Besprechungen und externen Kundenterminen. Außerdem besucht er regelmäßig die Standorte in München, Hamburg und Zürich. Kein Tag ist wie der andere. Deshalb nimmt er sich jeden Freitagabend eine halbe Stunde Zeit, bevor er nach Hause fährt, und reflektiert die vergangene Woche. Außerdem notiert er sich die wichtigsten Pläne für die folgende Woche – und was er am kommenden Montag gleich als Erstes angeht. „So verliere ich meine Ziele nicht aus den Augen“, sagt Fischer.

Doch die eigenen Ziele einfach nur aufzuschreiben genügt nicht. Sonst besteht die Gefahr, dass keiner der Punkte abgearbeitet wird. Denn Forscher wissen: Je mehr Ziele, desto geringer ist die Motivation, sie tatsächlich zu erledigen. Nach Ansicht des renommierten Motivationspsychologen Peter Gollwitzer von der Universität Konstanz erreichen Menschen eher, was sie sich vorgenommen haben, wenn sie sich vorher überlegen, wie sie es schaffen wollen.

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    Zu diesem Fazit kam im Jahr 2012 auch die Psychologin Amy Dalton von der Hongkong-Universität für Wissenschaft und Technologie. In mehreren Experimenten setzten sich Hunderte von Teilnehmern verschiedene Ziele. Mal wollten sie gesünder essen, mal ordentlicher sein, mal verschiedene Aufgaben im Labor lösen.

    Und dabei zeigte sich: Die Umsetzungsabsichten waren zwar durchaus hilfreich – aber lediglich dann, wenn die Probanden nur ein Ziel im Kopf hatten. Sollten sie mehrere Vorhaben gleichzeitig erledigen, waren die konkreten Absichten sogar kontraproduktiv. Die Freiwilligen empfanden die Ziele als schwieriger, erreichten sie seltener und hatten auch weniger Spaß daran. Vermutlich deshalb, weil den Teilnehmern durch die konkreten Pläne erst bewusst wurde, wie viel noch zu tun blieb.

    Umso wichtiger ist es, seine Ziele in kleine Schritte zu zerlegen – darauf setzt etwa Achim Berg. Der 49-Jährige, von 2007 bis 2010 Deutschland-Chef des Softwarekonzerns Microsoft und heute CEO des Dienstleistungskonzerns Arvato in Gütersloh, notierte sich vor seinem Amtsantritt in Ostwestfalen seine Ziele im neuen Job: die ersten 100 Tage zuhören; Standorte besuchen; mit Kunden, Führungskräften und Mitarbeitern diskutieren.

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