Ziele 2014 So schaffen Sie, was Sie sich vorgenommen haben

Haben Sie zum Jahreswechsel neue Vorsätze gefasst? Und gleichzeitig festgestellt, dass Sie viele alte gebrochen haben? Das muss nicht sein. So schaffen Sie 2014, was Sie sich vornehmen.

So halten Sie Ihre Vorsätze durch
Wir nehmen uns täglich alles mögliche vor: Unseren Papierkram sortieren, den Keller aufräumen, den alten Schulfreund anrufen, die E-Mails im Büro abarbeiten, mehr Sport machen - die Liste ist endlos. Doch nicht nur bei den klassischen Neujahrsvorsätzen - abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, gesünder leben - scheitern wir immer wieder. Das ist auch kein Wunder, da wir uns oft unkonkretes vornehmen: "Mehr Sport machen" ist schwieriger umzusetzen, als "jeden zweiten Tag mit dem Rad zur Arbeit fahren". Auch unrealistische Ziele verlieren wir schnell aus den Augen: Wer sich vornimmt, 20 Kilo abzunehmen, hält das mitunter schlechter durch, als jemand, der sich erst einmal fünf Kilo weniger auf die Fahne geschrieben hat. Und was uns keinen Spaß macht, lassen wir sowieso lieber links liegen. Ohne entsprechende Motivation geht bei uns gar nichts: weder beruflich noch privat. Das weiß auch die Unternehmerin und Beraterin Melanie Vogel. Die zertifizierte DISG-Trainerin hat deshalb die BIRD-Methode entwickelt, die helfen soll, seine Vorsätze auch durchzuhalten. Quelle: Fotolia
B wie BauchgefühlGrundsätzlich sollte man sich fragen, warum man etwas ändern möchte beziehungsweise unzufrieden ist. Wer sich etwas vornimmt, nur weil andere es erwarten, wird es nämlich nicht schaffen. Der eigene Wille zählt. Also fragen Sie sich, was Sie ändern wollen und warum? Quelle: dpa
I wie IndividualitätIhr Nachbar geht jeden morgen zwei Stunden joggen und macht abends auch noch mindestens eine Stunde Krafttraining, bevor er mit dem Hund einen ausgedehnten Spaziergang unternimmt? Das können Sie sich gerne zum Vorbild nehmen, nur genauso wird Ihr Sportprogramm wahrscheinlich nicht aussehen. Damit Sie Ihre Vorsätze auch durchhalten, machen Sie sich bewusst, wer Sie sind und wie Ihr Leben aufgebaut ist. Mit drei kleinen Kindern und einem Vollzeitjob müssen Sie anders planen, als der Sportstudent von Nebenan. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken und fragen Sie sich, wie Sie innerhalb Ihrer Möglichkeiten etwas an Ihrer Situation ändern können. Quelle: Fotolia
R wie RichtungWenn Sie sich darüber im Klaren sind, was Sie wirklich wollen und wie Sie es erreichen können, überlegen Sie sich, welche Richtung Sie Ihrem neuen Leben geben wollen: Was soll sich konkret ändern, wie sollen die Veränderungen erreicht werden? Setzen Sie sich klare, erreichbare Ziele. Quelle: Fotolia
D wie DurchstartenWenn Sie wissen, was Sie wollen, wie Sie es erreichen können und sich klare Ziele gesetzt haben, legen Sie los. Sofort. Nicht morgen, nicht bei besserem Wetter, jetzt. Sonst gewinnt doch noch der innere Schweinehund die Oberhand. Quelle: dpa

Herbert Hainer vergleicht das Leben eines Managers gern mit dem eines Athleten: Beide, sagt der Adidas-Chef, benötigten Talent, Leidenschaft und Ehrgeiz. Die wichtigste Parallele zwischen Spitzensport und Management: Führungskraft wie Hochleistungssportler bräuchten vor allem eines – klare Ziele. Und weil Adidas 2013 nicht alles erreicht habe, was sich das Unternehmen vorgenommen habe, sei sein Ziel als CEO von Deutschlands größtem Sportartikelhersteller klar: „Wir müssen uns 2014 noch mehr anstrengen.“

Ein nachvollziehbares Gefühl. Wer blickt zum Jahresende nicht zurück und hält zwischen Weihnachtsbraten und Silvesterfeuerwerk inne. Denkt darüber nach, was in den zurückliegenden zwölf Monaten gut gelaufen ist und was schlecht. Überlegt, welche Fehler er gemacht, welche Chancen er verpasst hat.

Viele stellen in diesen Tagen nicht nur ihre mentale Uhr auf null, sie blicken auch auf die kommenden Monate und fassen konkrete Vorsätze fürs neue Jahr, privat wie beruflich. Die einen wollen, wieder mal, den Zigaretten abschwören, mehr Sport machen, weniger Alkohol trinken oder sich gesünder ernähren. Andere wollen auf der Karriereleiter nach oben klettern, neue Kunden gewinnen, Projekte anstoßen oder einfach mehr Geld verdienen.

Denn diese Ziele sollen unser Verhalten positiv beeinflussen. Uns dabei unterstützen, pragmatisch zu handeln, diszipliniert zu bleiben und konzentriert zu arbeiten. Im Privatleben ebenso wie im Job. Das bestätigt auch eine Studie der Unternehmensberatung Accenture aus dem Jahr 2011, die 3400 Personen weltweit nach ihren wichtigsten beruflichen Plänen und Wünschen befragte. Die meisten wollten sich Wissen und Können aneignen, ihre Karriere planen oder flexibel arbeiten.

Mit diesen Ratschlägen erreichen Sie Ihre Ziele einfacher.

Doch etwas zu wollen ist das eine. Es zu tun und die Pläne gegen Widerstände – nicht zuletzt gegen eigene psychologische Blockaden – durchzusetzen das andere. Das Bauchgefühl belegt auch ein Blick auf die Statistik: etwa eine Untersuchung des britischen Psychologen Richard Wiseman, der vor einigen Jahren mehr als 3000 Briten zu diesem Thema befragt und begleitet hat. 52 Prozent der von Wiseman beobachteten Personen glaubten, dass sie ihre Pläne einhalten würden. Die ernüchternde Bilanz nach einem Jahr: Gerade einmal zwölf Prozent der Probanden hatten geschafft, was sie sich fürs abgelaufene Jahr vorgenommen hatten. Auch in Deutschland ist es mit der Disziplin in Sachen Vorsätze nicht weit her: Nur etwa jeder Fünfte schafft es, sich an seine Vorsätze zu halten – und selbst das nur zwei bis drei Monate.

Schon seltsam. Menschen haben heute mehr Freiheit denn je. Sie können das Studienfach ebenso frei wählen wie den Beruf. Dennoch scheitern viele dabei, ihre Ziele zu erreichen. Trotzdem – oder gerade deswegen? Was also kann jeder Einzelne dafür tun, seine Vorsätze in die Tat umzusetzen? Und wie gelingt es Führungskräften, im Unternehmen eine Kultur zu schaffen, die Mitarbeitern hilft, ihre Ziele zu erreichen?

„Wollen allein genügt nicht“, sagt Hugo Kehr, Psychologieprofessor und Motivationsforscher an der Technischen Universität München. Er rät Managern, Angestellten regelmäßig drei Fragen zu stellen: Erledigen Sie Ihre Aufgaben wirklich gerne? Wie wichtig sind sie Ihnen? Und haben Sie die notwendigen Fähigkeiten?

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