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Best Brands 2012 Tradition als Erfolgsmodell

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"Erfolg macht sexy"

Die besten Sprüche von Harald Schmidt
Die Anmoderation: "Ich bin stolz und gerührt, als Gastgeber vorgestellt zu werden, obwohl andere dafür bezahlen."
Über seine Anreise: "Der A 380 heißt jetzt der fliegende Toyota"
"Ich sage zu meinem Team. Vergesst die Risse in den Tragflächen. Hauptsache der Kapitän ist kein notgeiler Italiener."
Über sein Quartier: "Ich wohne im Dominic-Kahn-Flügel. Ich habe zu dem Zimmermädchen gesagt, mach doch auch mal sauber."
Über sein Quartier: "Ich wohne im Dominic-Kahn-Flügel. Ich habe zu dem Zimmermädchen gesagt, mach doch auch mal sauber."
Über das Wetter: "Es ist so kalt. Bei der Berlinale tragen sie jetzt sogar Unterwäsche."
Über den geplanten neuen Bußgeldkatalog: "8 Punkte oder wie wir sagen: ein Käßmann."

Wie gut Apple die Verbindung von Markenwirkung und knallhartem Verkauf gelingt, demonstrierte der Apfel-Konzern erst Ende Januar: Im vierten Geschäftsquartal setzte das Unternehmen mehr als 46 Milliarden Dollar um. Damit erzielte Apple einen Gewinn von 13 Milliarden Dollar – und verdient damit mehr Geld, als der omnipräsente Internet-Konzern Google im gleichen Zeitraum umsetzte.

„Es sind Zahlen wie diese, die den Mythos nähren und dafür sorgen, dass Apple im Gespräch bleibt“, sagt Serviceplan-Chef Haller, „Erfolg macht sexy.“ Das spiegelt sich in den Zahlen: Zwischen Oktober und Dezember 2011 verkaufte Apple seine Mobiltelefone, Laptops und den Tablet-Rechner iPad in nie zuvor gesehenen Größenordnungen. Allein 37 Millionen iPhones setzten die Kalifornier weltweit ab.

Der Erfolg schmälert nach Expertenmeinung nicht die Begehrlichkeit: „Obwohl es immer weiter verbreitet ist, schlägt beim iPhone doch noch ein Glamour-Faktor durch“, sagt Siegfried Högl, bei der GfK Deutschland-Geschäftsführer des Bereichs Consumer Experiences, der Verhalten und Einstellungen der Verbraucher erforscht. „Der Nutzer des iPhones signalisiert mit seiner Wahl ein bestimmtes Selbstver- » » ständnis. Er gibt sich trendy, avantgardistisch, kreativ – das Image des Produktes, so die Hoffnung, färbt ab auf den Benutzer.“

Apple, sagt Högl, bringe alles mit, was eine erfolgreiche Marke ausmache: hohe Emotionalität, starke Kundenbindung, Preispremium, Innovationskraft. „Und schließlich funktioniert die Marke über unterschiedliche Produktkategorien hinweg vom Desktop bis zum Smartphone“, so der GfK-Experte.

Display und Beats

Viel Bewegung herrscht im Rennen um den Best Brands Award für die beste Wachstumsmarke. Gleich acht der unter den ersten zehn platzierten Produktmarken gelang zum ersten Mal der Sprung in die Spitzengruppe. Im Unterschied zum Vorjahr schafften es diesmal auch zwei traditionsreiche Spirituosen unter die Top Ten: die 1919 gegründete italienische Marke Aperol, die heute zu Campari gehört, sowie der Rumhersteller Havana Club, ein Joint Venture zwischen dem staatlichen Unternehmen Cubaexport und dem französischen Multi Pernod-Ricard. Havana Club, meint Werber Haller, punktete vor allem mit seiner Herkunft als echter kubanischer Rum. Geholfen hat auch eine clevere Kooperation mit dem englischen Musikproduzenten und Trendsetter Gilles Peterson, der mittlerweile die zweite CD mit kubanischen Musikern kuratierte.

Den Spitzenplatz in der Kategorie jedoch eroberte der Mobiltelefonhersteller HTC aus Taiwan. HTC ist es gelungen, sich in wenigen Jahren vom unscheinbaren Telefonzulieferer der Netzbetreiber und Telekomkonzerne zu einer eigenständigen Marke zu entwickeln, die mittlerweile auf Augenhöhe spielt mit Konkurrenten wie Apple, Samsung und Blackberry.

Vor 15 Jahren von der Taiwanesin Cher Wang und dem heutigen Vorstandschef Peter Chou gegründet, setzte HTC 2010 rund sieben Milliarden Euro um. Erreicht hat HTC dies bisher vor allem über die Qualität ihrer Produkte, die oft mit besonders großen Displays ausgestattet sind und in Deutschland an mehr als 10 000 Verkaufsstellen angeboten werden.

Serviceplan-Chef Haller attestiert HTC, „vor allem durch seine Produkte und ein dichtes Vertriebsnetz“ gepunktet zu haben. Aufgabe von HTC müsse es nun sein, „in die Nachhaltigkeit ihrer Marke zu investieren“, sagt Agenturchef Haller, „sie müssen die Marke noch stärker mit Inhalten aufladen.“ Er lobt daher den Einstieg beim smarten US-Kopfhörerhersteller Beats by Dr. Dre: „Mit dem Thema Musik wird HTC mit Sicherheit punkten können.“

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