Blick ins Jahr 2030 Arbeiten mit Sinn, aber ohne Zwang

Eine Studie malt ein schönes Bild der Zukunft: Die Büros werden angenehmer, die Arbeit selbstbestimmter, die Chefs machtloser.

Die besten Arbeitsbedingungen bieten sich jenen, die zwischen Orten zum Arbeiten wählen können. Quelle: dpa

Das Arbeitsleben hat sich in den vergangenen Jahren so sehr verändert, dass es vermessen scheint vorherzusagen, wie wir in 15 Jahren arbeiten werden. Der Immobiliendienstleister CBRE hat dennoch versucht, aktuelle Entwicklungen in die Zukunft fortzuschreiben.

Die Autoren der Studie "Fast Forward 2030" gehen davon aus, dass viele schon heute beobachtbare Ideen, Verhaltensweisen und Entwicklungen die Arbeitswelt 2030 bestimmen werden. Die Prophezeiung beruht auf Gesprächen mit 220 internationalen Experten einerseits - und andererseits aus den Meinungen von Büroarbeitern und jungen Menschen aus dem pazifischen Raum, aus Nordamerika und Europa.

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Und darin zeigte sich erneut: Die Suche nach mehr Sinn und Freude bei der Arbeit scheint immer wichtiger zu werden. „2030 werden die Orte, an denen wir arbeiten, verschiedenartig und miteinander verschränkt sein: Menschlichkeit, Kreativität, Kultur und Gemeinschaft werden wesentlich sein“, sagt CBRE-Direktor und Hauptautor Peter Andrew.

Arbeitsplatz nach Laune

Die besten Arbeitsbedingungen werden sich jenen bieten, die die Wahl haben zwischen Großraumbüros, Einzelbüros und Rückzugsräumen. Einige der befragten jungen Menschen sprachen von „mood-based working“. Darunter verstehen sie das Ende des Zwanges, an einem bestimmten Platz in einem Unternehmen zu arbeiten. Stattdessen solle sich jeder nach Laune seinen Platz suchen. In glücklich-geselliger Laune kann das ein gemeinschaftliches Büro sein, beim Bedürfnis nach Stille ein ruhiges Einzelzimmer.

Was gute Führung ausmacht

„Die Vorstellung von Zusammenarbeit ist in jeder Kultur sehr verschieden“, sagt Andrew, der bei CBRE für die Arbeitsplatzstrategie in Asien zuständig ist. Meist finde die Zusammenarbeit am Bürotisch statt, wo der eine zum anderen kommt. In den eher kollektivistischen Ländern Ostasiens wollen junge Menschen am liebsten an runden Tischen zusammensitzen, wenn Zusammenarbeit angesagt ist.

Von da können sie sich bei Bedarf in ruhige Räume zurückziehen, um sich zu konzentrieren. Befragte aus europäischen, eher individualistisch geprägten Ländern wollten lieber einen „eigenen“, fest zugewiesenen Arbeitsplatz – und zusätzlich die Möglichkeit zum Rückzug.

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