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Clean Eating Das steckt hinter dem Trend

Zurück zu „richtigen“ Lebensmitteln: Das Clean Eating Konzept setzt auf unverarbeitete und regionale Zutaten und ist damit sehr beliebt. Jetzt boomt der Ernährungstrend auch in Deutschland.

Mit diesen Lebensmitteln überstehen Sie jede Woche
Obst und Gemüse Quelle: pilipphoto - Fotolia
Heidelbeeren Quelle: Markus Mainka/Fotolia
Lachs Quelle: dpa
Quinoa-Rollen Quelle: AP
Chia-Pudding Quelle: AP
Edamame-Salat Quelle: AP
Äpfel Quelle: dpa

Clean Eating steht für eine Ernährung, bei der ausschließlich mit unverarbeiteten und regionalen Lebensmitteln frisch gekocht wird. Das Ziel dahinter ist, dass nur Gerichte auf den Teller kommen, die möglichst „sauber“ sind - also frei von künstlich zugesetzten Stoffen, wie Konservierungsstoffen, überflüssigem Zucker, Salz und Farbstoffen.

Im Grunde genommen ist Clean Eating also einfach ein Modewort für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Seit sowohl englischsprachige als auch deutsche Autorinnen, wie Tosca Reno und Hannah Frey, Ernährungsratgeber mit dem Titel „Clean Eating“ veröffentlichen, findet das Konzept ständig neue Anhänger.

Schließlich ist es im Vergleich zu anderen Ernährungsweisen fast zu simpel, um wahr zu sein: Es gibt keine Begrenzungen in der Menge des Essens oder der Anzahl der Mahlzeiten. Viele Clean-Eater schwören allerdings auf sechs Mahlzeiten am Tag. Einzig und allein die Qualität der Lebensmittel zählt: Verarbeitetes wird verboten, natürliche Lebensmittel sind erlaubt.

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„Stark verarbeitete Lebensmittel werden solange von Maschinen zermalmt, bis sie nur noch aus leeren Kalorien bestehen und keinen Nährstoffgehalt mehr aufweisen. Wählt man unverarbeitete Zutaten, dann nimmt man beim Essen neben der Energie in Form von Kilokalorien auch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe auf“, sagt Diätassistentin Birgit Blumenschein, die in Münster in der Ernährungstherapie tätig ist.

Vollwertig und regional soll es sein

Statt zur Nudelpfanne mit Fertigsoße greift der „Clean Eater“ lieber zu einer selbst gekochten Gemüsepfanne mit Vollkornreis oder Hirse. Statt dem Schokoriegel gibt es frisches Obst oder Rosinen. Bei der Ernährungsumstellung werden so immer wieder neue Lebensmittel entdeckt, die sich als Alternativen erweisen. Blumenschein rät deshalb dazu, sich nicht allzu stark von exotischen Trends wie Quinoa oder Chia blenden zu lassen, sondern auch mal zu schauen, welche Power Foods die Region zu bieten hat. Dazu gehören beispielweise Leinsamen, Hirse und Dinkel.

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Beim Einkaufen sollte immer ein Blick auf die Zutatenliste geworfen werden. Zucker steht dort nicht selten auf Platz 1, dicht gefolgt von Geschmacksverstärkern, die kaum jemand buchstabieren kann. Wer also auf Nummer sicher gehen will, hält sich von Fertigprodukten fern. Auch vermeintlich gesunde Lebensmittel können oft täuschen. Der Orangensaft mag zu 100 Prozent aus Frucht bestehen, allerdings wird er durch chemische Prozesse haltbar gemacht. Frisch gepresst ist er deshalb schon lange nicht mehr.

Mit Clean Eating Abnehmen

Es kann einige Zeit dauern, bis man ein Gefühl dafür entwickelt hat, welche Zutaten dem Clean Eating Konzept entsprechen und welche verboten sind. Die intensive Ernährungsumstellung soll jedoch dazu führen, dass die gesunde Ernährung langfristig in den Alltag integriert wird. Daher ist Clean Eating keine schnelle Diät, viel mehr geht es darum, das eigene Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit durch eine nährstoffreiche Ernährung zu steigern. Dass dabei auch einige Kilos purzeln, ist nicht ausgeschlossen.

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