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Die beliebtesten Arbeitgeber Arbeitgeberranking 2010: Vorsprung durch Image

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Beratungen im Sinkflug

Die Personalarbeit trägt Früchte, und so kann sich Audi auch in Zeiten der Wirtschaftskrise generös zeigen. Für 2009 bekommen die Mitarbeiter im Schnitt 2300 Euro Erfolgsbonus sowie eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 1200 Euro. Das sind zwar weniger als die 5300 Euro des Rekordjahres 2008. Viel wichtiger ist die Signalwirkung: Audi zahlt mehr als Porsche und Daimler, deren Mitarbeiter 1100 beziehungsweise 500 Euro Bonus erhalten.

Bei der Mitarbeiterzahl ist das Unternehmen ebenfalls die Ausnahme. Etwa 44 Prozent aller Konzerne müssen aktuell Personal abbauen, ergab eine Untersuchung des Personaldienstleisters Hewitt Associates vor einigen Wochen, nur 20 Prozent rechnen mit Neueinstellungen. Audi hingegen will seine Zahl von derzeit etwa 45 000 Mitarbeitern in Deutschland sowohl 2010 als auch 2011 konstant halten. In diesem Jahr sollen 350 Akademiker eingestellt werden.

Schönheit reicht nicht

Zugegeben: Fragt man Studenten, wo sie gerne arbeiten würden, haben einige Branchen gewisse Vorteile – denn natürlich fällt es leichter, bei den Mitarbeitern von morgen ein positives Image aufzubauen, wenn die Produkte des Konzerns attraktiv oder begehrt sind. Im Optimalfall beides. Und so ist es auch kein Wunder, wenn Ingenieure in der Automobilbranche arbeiten wollen, Informatiker bei Google und Naturwissenschaftler bei der Max-Planck-Gesellschaft. Jede Fachrichtung hat ihren Traum-Arbeitgeber.

Bloß: Eine attraktive Produktpalette garantiert noch keine Popularität. Sie diene „bestenfalls als Magnetfunktion“, sagt Christoph Beck, aber auf Dauer reiche sie nicht aus. Ein schönes Auto sichert keinen Spitzenplatz in der Beliebtheitsskala. Das zeigt das Beispiel Porsche.

Das Hickhack um die Ablösung des früheren Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking im vergangenen Juli, verbunden mit einer großzügigen Abfindung in Höhe von 50 Millionen Euro, hat den Konzern offenbar viele Sympathien gekostet. Tagelang dementierte der Konzern die Trennung, obwohl zahlreiche Medien bereits darüber berichtet hatten. Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

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