Erfolg Karrieretipps eines Werbers

Was Hall-of-Fame-Mitglied Ingo Krauss in den ersten zehn Jahren seiner Laufbahn gelernt und was ihn für den Rest seines Werberlebens geprägt hat.

Hall-of-Fame-Mitglied Ingo Krauss Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche

Begonnen hat er bei Young & Rubicam als Trainee – das war 1968. Der Agentur sollt er fast 30 Jahre treu bleiben. Und ab Mitte der 1970er Jahre in führenden Positionen wesentlich dazu beitragen, die US-Agentur zu einer der kreativsten und erfolgreichsten Adressen im deutschen und europäischen Werbelandschaft zu machen.

In dieser Zeit hat er den Camel-Mann durch mannshohes Flusswasser zur nächsten Zigarette waten lassen, die Milka-Kuh groß ins Bild gebracht, die Drogeriemarktkette dm mit einem neuen Claim auf Goethes Spuren („hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“) zu durchschlagendem Erfolg verholfen. Und als Geburtshelfer des Wackel-Elvis Deutschlands Autofahrern das ruckfreie Getriebe von Audi schmackhaft gemacht.

Die Bilder des Abends
Blick in den Saal Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Barbara Hahlweg (ZDF) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Anke Schäferkordt (RTL), Roland Tichy (Wiwo), Barbara Hahlweg (ZDF) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
WirtschaftsWoche Chefredakteur Roland Tichy Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Ingo Krauss (GWA) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Ingo Krauss (GWA), Anke Schäferkordt (RTL), Roland Tichy (Wiwo) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Tina Müller (Henkel) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Rainer Esser (Zeitverlag), Anke Schäferkordt (RTL), Roland Tichy (Chefredakteur Wiwo) Beschriftungen v.l.n.r. Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Anke Schäferkordt (RTL) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Ingo Krauss (GWA), Barbara Hahlweg (ZDF) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Götz Werner (dm) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Roland Tichy (Wiwo), Barbara Hahlweg (ZDF) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Ingo Krauss (GWA), Hubertus von Lobenstein (Aimaq von Lobenstein) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Barabara Hahlweg (ZDF), Ulrike Geisemeyer, Sigrid Svendsen (beide Oetker), Marianne Dölz (Verlagsgruppe Handelsblatt), Lothar Weissenberger (Jury Junior Marketer Preis) (von links) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Jan Lamprecht, Kai Hagen, Eva Lukai, Julia Lindenberg, Fabian Müller (GWA Junior Angency, Team Dortmund) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Jochen Raedeker (ADC), Britta Poetzsch (Serviceplan) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Lothar Weissenberger (Deutscher Sparkassen- und Giroverband), Stefan Groß-Selbeck (Xing) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Florian Weischer (Weischer Mediengroup), Boris Schramm (Group M), Andreas Bahr (Mediaplus) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Axel Dahm (Gerolsteiner), Michael Geffken (Leipzig School of Media) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
André Kemper ( Kemper Trautmann), Hubertus von Lobenstein (Aimaq von Lobenstein) Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche

Eine eindrucksvolle Karriere, die mehr als dreißig Jahre andauerte und ihm nun einen Platz in die Hall of Fame der deutschen Werbung einbrachte. Auch, weil Ingo Krauss in den ersten zehn Jahren seiner Laufbahn Erfahrungen gesammelt hat, die ihm ihm in den darauffolgenden zwei Dekaden geholfen haben, in der Erfolgsspur zu bleiben. Hier sind die fünf wichtigsten:

 

Du gewinnst keine Statur, wenn Du anderen Leuten das Gesicht nimmst

Als Trainee bei Young&Rubicam arbeitete ich in der Trafic-Abteilung. Das bedeutete: Ich musste die organisatorischen Abläufe von Anzeigen und Plakaten, Radio- und TV-Spots vom ersten Entwurf bis zur endgültigen Versendung an das jeweilige Medium überwachen. Einer unserer Kunden: die Kaffeemarke Maxwell. Die veranstaltete ein Gewinnspiel, dessen Sieger mit einer Glückwunschanzeige geehrt werden sollte.

Diese Anzeige habe ich versaut – durch einen Rechenfehler war der Kopf des Preisträgers auf Erbsengröße geschrumpft. Es dauerte nicht lange, da stand unser Kreativdirektor in der Tür. Anstatt mich, mit Recht, vor versammelter Mannschaft zur Schnecke zu machen, sagt er ganz ruhig und sachlich, aber bestimmt: „Tun Sie mir einen Gefallen – machen Sie so was nie wieder.“

Was ich daraus gelernt habe:

Du gewinnst keine Statur, wenn Du anderen Leuten das Gesicht nimmst.

Das hatte ich immer vor Augen, wenn ich später in ähnlichen Situationen mit meinen Mitarbeitern war – habe nie jemand vor versammelter Mannschaft runtergemacht. Kritik ja, wenn nötig – aber immer mit Respekt verbunden.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%