Ernährung Trend geht zur Mittagspause am Schreibtisch

55 Prozent der Arbeitnehmer nehmen ihr Mittagessen am Schreibtisch ein. Die meisten Arbeitgeber finden das gut, gesund ist es aber nicht.

Das sollten Sie essen, wenn Sie viel sitzen
BeerenBeinahe weltweit gelten Beeren als Nahrungs- und Heilpflanzen. Denn sie verfügen über einen hohen Vitamin - und Mineralstoffgehalt und enthalten eine hohe Anzahl an Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken. Himbeeren etwa enthalten Kalium, Eisen und Magnesium. Stoffe, die die Knochenbildung anregen. Während Brombeeren die Verdauung fördern. Das Vitamin C und Eisen fördert die Blutbildung. Quelle: Pexels
KurkumaAuch die Kurkumaknolle gilt in vielen Regionen der Welt als Heilpflanze - wirkt sie doch durch den Wirkstoff Kurkumin entzündungshemmend. Außerdem lindert Kurkuma Magen-Darm-Beschwerden und unterstützt die Verdauung. Medizinisch wird es bisher tatsächlich nur bei diesen beiden Beschwerden eingesetzt. Bei Laborversuchen wurde die Wirkung des Stoffes aber schon bestätigt. Quelle: Popova Olga - Fotolia
FischLachs, Forelle, Karpfen: Fische gelten grundsätzlich als sehr gesund, vor allem wegen der Omega-3-Fettsäuren. Auch diese wirken entzündungshemmend. Und wir nehmen oft viel zu wenig davon zu uns. Dabei haben zahlreiche Studien belegt, dass die Omega-3-Fettsären das Risiko für Herzerkrankungen und für einen Schlaganfall mindern. Außerdem sind sie gut für das Gehirn - und damit auch das Denken. Quelle: dpa
KnoblauchDie Kollegen wird der Verzehr der Knolle sicher nicht unbedingt gefallen. Aber für die Gesundheit ist sie durchaus förderlich, besonders für das Immunsystem. Außerdem wird dem Knoblauch eine leichte Cholesterinsenkende Wirkung zugesprochen. Und das gehört zu einer gesunden Ernährung und letztlich auch zur ganzen Gesundheit dazu. Quelle: Sarote - Fotolia
Nüsse und SamenWenn wir viel sitzen, läuft unser Stoffwechsel auf Sparflamme. Die Folge: Jede Kalorie, die wir zusätzlich zu uns nehmen, wird in Fett umgewandelt und das kann über die Zeit ansetzen. Nüsse, wie Walnüsse & Co, aber enthalten mit Omega-3-Säuren, sogenannte gesunde Fette, die sich gut auf das Herz- und Kreislauf-System auswirken. Quelle: dpa
OlivenölDas Öl, am besten frischgepresst, wirkt entzündungshemmend. Es kann zwar keine Kopfschmerzen lindern, aber das Risiko auf Herz- und Kreislauferkrankungen mindern - und bei der Gewichtsabnahme helfen. Das wohl größte Problem, wenn wir uns kaum bewegen. Quelle: dpa
AvocadoObwohl Avocados einen ziemlich hohen Fettgehalt haben, sind sie sehr gut für Figur und Gesundheit. Warum? Sie machen lange satt und enthalten darüber hinaus noch wichtige Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Quelle: AP

Eine gelieferte Pizza, ein Salat aus der Plastikschale für zwischendurch oder ein in Alufolie eingewickeltes Sandwich: Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer isst ihr mitgebrachtes oder gekauftes Essen mit dem Blick auf den Bildschirm - am Schreibtisch. Manchmal aus Zeitnot, manchmal aus Unlust, sich zu bewegen oder in der Kantine mit den Kollegen zu essen. Das ergibt eine Jobware-Umfrage, bei der Bewerber und Personaler befragt wurden.

Die Personaler gaben dabei an, dieses Vorgehen zum großen Teil (92 Prozent) nicht nur zu tolerieren, sondern auch zu erlauben. Dabei ist das einsame Essen am Schreibtisch nicht nur unkommunikativ, es kann sogar gesundheitliche Folgen haben.

Die Problematik des unbewussten Essens: Essen wir nebenbei, nimmt der Körper oft nicht wahr, wieviel er wirklich zu sich nimmt. Der automatische und unbewusste Griff zum Essen verhindert, dass man bewusst wahrnimmt, wann man keinen Hunger mehr hat. Stattdessen wird viel mehr Nahrung zu sich genommen als nötig. Das Sättigungsgefühl bleibt aus.

Aber auch die fehlende Bewegung während einer Mittagspause am Schreibtisch fördert den Appetit. Dies ist bei einem gesunden und sportlichen Menschen nicht weiter schlimm. Bei weniger sportlichen Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen, kann dieses ungesunde Verhalten im schlimmsten Fall zu Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes führen.

Auch die mit dem ungesunden Essen einhergehende ungenügend frische Luft und die fehlenden Pausen fördern nicht gerade das Wohlbefinden. Deshalb empfehlen Wissenschaftler, sich an die Pausenzeiten zu halten, um die Leistungsfähigkeit wieder zu steigern. Sonst bringt ein Mittagessen keine Erholung.

Aber auch die anderen Erkenntnisse aus der Umfrage bieten Grund zur Sorge: Auf die Frage, ob man auf das Mittagessen denn ganz verzichte, antworteten immerhin 11 Prozent der Arbeitnehmer mit "Ja". Nur 17 Prozent der Angestellten gaben an, in der Mittagspause die Kantine aufzusuchen. Immerhin weitere 17 Prozent verschlägt es zu einem Imbiss oder Restaurant in der Nähe.

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