Erster Arbeitstag So erhalten Sie sich die Erholung aus dem Urlaub

In den meisten Bundesländern sind die Ferien vorbei. Mit dem ersten Tag zurück im Büro ist bei vielen auch die Erholung flöten. Tipps für Angestellte und Führungskräfte, wie Sie nach dem Urlaub entspannt im Job ankommen.

Fangen Sie langsam anIn vielen Bundesländern geht die Urlaubszeit zu Ende. Viele sind schon nach wenigen Tagen im Job gleich wieder urlaubsreif: die Aufgaben stapeln sich, die Kollegen nerven, der Chef macht Druck. Legen Sie sich wenn möglich keine Termine auf den ersten Tag nach Ihrem Urlaub, sondern planen Sie sich den Tag ein, um wieder anzukommen. Das Sichten von E-Mails, das Erstellen von To-Do-Listen und Gespräche mit Kollegen zum aktuellen Stand brauchen Zeit. „Nehmen Sie sich Zeit, anzukommen und verschaffen Sie sich im Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten einen Überblick. So können Sie Aufgaben besser priorisieren und stellen sicher, dass Sie am nächsten Tag mit einem guten Gefühl loslegen können“, rät Franziska Stiegler, Projektleiterin von psyGA beim BKK Dachverband, dem Dachverband der betrieblichen Krankenversicherungen. Quelle: Das Projekt psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) der Initiative Neue Qualität der Arbeit vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Quelle: dpa
Priorisieren Sie AufgabenNicht alles, was sich angesammelt hat, muss in den ersten Tagen nach dem Urlaub erledigt werden. Priorisieren Sie stattdessen und machen Sie auch gegenüber Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und Kundinnen und Kunden transparent, was bis wann realistisch erledigt sein kann. Quelle: Fotolia
Machen Sie richtig PauseEin Urlaub ist die größtmögliche Pause von der Arbeit, doch auch im Alltag sind Pausen unverzichtbar, um gesund zu bleiben. Nehmen Sie sich Zeit für eine Mittagspause, in der Sie in Ruhe essen und vielleicht noch eine Runde an der frischen Luft drehen können. In dieser Zeit sollten Sie auf andere Gedanken kommen. Fachliche Besprechungen sind deshalb nicht zu empfehlen. Erinnern Sie sich an einen Moment im Urlaub, an dem Sie sich so richtig erholt und frei gefühlt haben? Nutzen Sie dieses Bild, indem Sie es sich bei einer Pause in Erinnerung rufen. Ein Foto auf dem Schreibtisch oder im Pausenraum kann Ihnen helfen, auch im Alltag immer mal wieder kurz in den Urlaub zu verschwinden. Quelle: dpa
Zapfen Sie Energiequellen im Alltag anWas gibt Ihnen Energie und lädt Ihren Akku auch im Alltag immer wieder auf? Für die einen ist es Sport, für die anderen ein Treffen mit Freunden oder entspannt ein leckeres Abendessen zu kochen. Finden Sie Ihre persönlichen Energiequellen und zapfen Sie diese regelmäßig an. Auf diese Weise haben Sie auch zwischendurch immer etwas, auf das Sie sich freuen können. Quelle: obs
PerspektivwechselGanz wichtig ist außerdem, auch die Arbeit nicht nur als Stressor zu betrachten. Fragen Sie sich: Was macht mir an meiner Arbeit Spaß? Worauf freue ich mich? Auf Kollegen, die Abwechslung, auf ein bestimmtes Projekt oder eine bestimmte Tätigkeit? „Ob es die Kolleginnen und Kollegen sind, auf die man sich freut, oder das Aufgabenfeld. Machen Sie sich bewusst, was Sie an Ihrer Arbeit schätzen“, so Franziska Stiegler. Quelle: dpa
Tipps speziell für Führungskräfte: Sorgen Sie für eine gute „Urlaubskultur“Als Führungskraft haben Sie enormen Einfluss darauf, welche „Urlaubskultur“ in Ihrem Unternehmen herrscht. Besprechen Sie mit Ihrem Team, wie Übergaben vor und nach dem Urlaub gestaltet werden und welche Vertretungslösungen es gibt. So vermeiden Sie, dass sich unbearbeitete Aufgaben stapeln. Ein weiterer Vorteil: Beschäftigte können sich so entspannter in den Urlaub verabschieden und werden bei ihrer Rückkehr nicht von unerledigten Aufgaben „erschlagen“. Quelle: gms
Reduzieren Sie den DruckVermitteln Sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass Sie nicht erwarten, dass alle angesammelten Aufgaben sofort in den ersten Tagen nach ihrer Rückkehr erledigt werden. Unterstützen Sie stattdessen die Beschäftigten dabei, die Aufgaben zu priorisieren und legen Sie gemeinsam fest, was bis wann erledigt sein muss. Dasselbe gilt natürlich auch für Sie selbst: Kommunizieren auch Sie nach einem Urlaub transparent, bis wann Sie sich worum kümmern können und machen Sie deutlich, dass auch Sie sich nicht zu allem sofort zurückmelden können und werden. Quelle: dpa
Vereinbaren Sie klare Regelungen zum Thema ErreichbarkeitNur wer sich im Urlaub gut erholt hat, kann danach wieder durchstarten. Deshalb ist es wichtig, dass weder Sie noch die Beschäftigten im Urlaub ständig auf das Handy schauen und Angst haben, einen Anruf oder eine E-Mail zu verpassen. Treffen Sie daher – falls noch nicht geschehen – vor der nächsten Urlaubsphase klare Regelungen zum Thema Erreichbarkeit und reflektieren Sie das Einhalten der Regeln nach der Rückkehr. Quelle: obs
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