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Führungs-Spitzen

Axel Weber und der Frankfurter Käse

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Roland Koch Quelle: dpa

Hinzu kommt, dass sich Weber bei dem UBS-Job in der Schweiz nicht den gleichen unappetitlichen Vorwürfen ausgesetzt sehen muss wie Gerhard Schröder, Joschka Fischer oder auch Roland Koch, denen vorgeworfen wurde, sie nutzten ihre Meriten aus

den Polit-Jobs, um anschließend in der Privatwirtschaft Kasse zu machen. Es sei ihm wichtig, sagt Weber selber, dass weder Deutsche Bundesbank noch Finanzaufsicht je für die UBS zuständig waren, so gebe es keine Interessenkonflikte. Dass die UBS nicht im Problem beladenen Euroraum angesiedelt ist, mag dazu das Häubchen Sahne auf dem Kuchen sein.

Wieso Schock?

Daraus kann man nun ableiten, dass sich Ackermann und Börsig weder einig noch grün sind. Doch das ist keine Neuigkeit. Es bleibt jedoch Börsigs Aufgabe, den kommenden Chef zu benennen und er glaubt offenbar nicht, dass die Deutsche Bank so massiv unter Zugzwang sei, wie es die Presse nachhaltig kolportiert. Die Bank hat ja schließlich bis 2013 Zeit, um einen Nachfolger zu finden und warum sollte sie jetzt schon Kandidaten verbrennen und Ackermann zur "lame duck" machen?

Keinen Grund zu Nörgeln

Nun läuft es offenbar auf einen internen Kandidaten hinaus und eigentlich könnte rundherum Genugtuung herrschen. Schließlich ist es der Deutschen Bank gelungen, ein so starkes Team zusammen zu stellen, dass nun bald der halbe Vorstand als Vorsitzender in Frage käme. Grund zur Nörgelei gäbe es doch nur, wäre das nicht der Fall.

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