Von den 76 Vorstandsverträgen, die bis Ende 2013 in den 30 Dax-Unternehmen auslaufen, gibt es gerade mal bei 14 eine Chance, dass eine Topmanagerin in das höchste Führungsgremium aufrückt. Das geht aus einer Umfrage der WirtschaftsWoche bei führenden deutschen Personalberatern hervor. Damit kämen die Dax-Unternehmen bei Neubesetzungen auf eine Quote von mageren 18 Prozent, also weit weniger als die politisch gewollten 30 Prozent.
Um das Quotenziel bis 2015 überhaupt zu erreichen, müssten ab sofort wenigstens 30 Prozent aller frei werdenden Stellen an Frauen vergeben werden. Bei einigen Großunternehmen wie zum Beispiel BMW, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Post, Münchner Rück, RWE und Siemens laufen besonders viele Vorstandsverträge in den nächsten zweieinhalb Jahren aus. Dort könnte allenfalls auf dem Posten des Personalvorstands eine Frau nachrücken.