Geschäftsreise Reisegepäck 4.0

Koffer, die sich selbst einchecken und per App mitteilen, wo sie gerade sind - das ist noch längst nicht Realität. Dabei würde es Vielreisenden viel Zeit und Nerven sparen.

So bekommen Sie das Hemd faltenfrei
Nach dem Waschen aufhängenZu Beginn ist es hilfreich, das Hemd gleich nach dem Waschen auf einen Bügel zu hängen, damit es nicht so stark knittert. So fällt das Bügeln direkt leichter. Quelle: Fotolia
Viel Wasserdampf Das Bügelbrett ist bereit für seinen Einsatz, wenn die Wäsche noch leicht feucht ist. Der entstehende Wasserdampf hilft bei der Glättung der Falten. Chemische Bügelhilfen aus dem Supermarkt sollte man besser meiden, denn sie hinterlassen häufig Flecken auf dem Stoff. Quelle: Fotolia
Der Kragen kommt zuerst Grundsätzlich gilt: Von klein nach groß bügeln und mit den kniffligen Stellen beginnen. Starten Sie mit dem Kragen. Bügeln Sie jeweils von der Spitze in Richtung Mitte. Zuerst die Rückseite, dann die Vorderseite.  Quelle: Fotolia
Etikett nach außen klappenJetzt kommt die Schulterpartie an die Reihe. Ist das Etikett dicker, kann es passieren, dass man die Umrisse in den Stoff bügelt. Um das zu vermeiden, klappen Sie das Etikett nach außen.  Quelle: Fotolia
Manschettenknopf öffnenNun folgen die Manschetten. Bügeln Sie auch hier zuerst die Rück- und anschließend die Vorderseite. Hierfür den Knopf öffnen. Quelle: Fotolia
Bei den Ärmeln immer innen langFür die Ärmel gilt: Immer an der Innennaht ausrichten. So entsteht eine ordentliche Bügelfalte auf der Schulterpartie. Bügeln Sie die zuerst die Rückseite und danach die Vorderseite. Mit der Spitze des Bügeleisens in die kleinen Falten im Ärmelabschluss hinein bügeln. Quelle: Fotolia
Knopfleiste nur von hinten bügelnVerzweifeln Sie nicht an der Knopfleiste. Bügeln Sie nur die Rückseite – das reicht vollkommen aus und geht schnell. Mit der Knopflochleiste verfahren Sie genauso. Bei festeren Stoffen wie beispielsweise Kord kann es dennoch sein, dass Sie auch die Vorderseite der Knopfleiste, also die Stellen zwischen den Knöpfen, bügeln müssen. Quelle: Fotolia

Die Digitalisierung hält überall Einzug – in der Arbeitswelt, wie im Privatleben. Doch der Reisegepäckmarkt wurde jahrzehntelang vergessen. Während wir unsere Tickets längst digital buchen, schieben wir altmodische Rollkoffer vor uns her. Wird die Digitalisierung auch die Art verändern, wie wir reisen? Und wie sieht der Koffer der Zukunft aus? Was bringen Technologien, wie Electronic Tag, digitaler Assistent und GPS-System? Die Kofferhersteller Samsonite, Rimowa und Horizn Studios zeigen, was bereits möglich ist und was schon bald Realität sein kann.

Es ist ein Riesenmarkt: Allein für die wachsende chinesische Mittelklasse werden in Zukunft 200 Millionen Reisen im Jahr prognostiziert – Tendenz steigend. Platzhirsch Samsonite lässt die digitale Welle noch kalt. Obwohl der international tätige Hersteller von Reisegepäck, wie Koffer und Reisetaschen, bereits 1948 mit der smartesten Abfahrt des Jahres warb.

„Wir haben die Digitalisierung ganz sicher nicht verschlafen. Im Kofferbereich gibt es einfach Grenzen und die Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Der Markt funktioniert noch oldschool", sagt Samsonite-Deutschland-Chef  Dirk Schmidinger. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Koffern und macht derzeit über 90 Prozent unseres Umsatzes mit herkömmlichen Koffer.

Was bei der Geschäftsreise nervt
Vis-à-vis schlägt digital Quelle: Fotolia
Fremde Kulturen Quelle: REUTERS
Fremde Sprachen Quelle: Fotolia
Jugendherberge in Magdeburg Quelle: dpa
Zeitmange am Reiseziel Quelle: Fotolia
Reisezeiten Quelle: Fotolia
Planänderungen Quelle: Fotolia

Die Technologien seien noch nicht gut genug entwickelt und die Produkte meist fehlerhaft - oder unvollständig: „In der fernen Zukunft wird es möglich sein, per App zu sehen, wo sich der eigene Koffer befindet, aber derzeit ist dieses Tool noch nicht flächendeckend möglich“, stellt Schmidinger fest. Noch nicht. Samsonite will aber in Kooperation mit Samsung den Koffer der Zukunft entwickeln. Dem Betriebswirt ist es wichtig keine leeren Versprechungen zu machen oder nicht ausgereifte Technologien zu verkaufen: „Es gibt Experimente, wie Koffer die dich selber wiegen, aber die Produkte sind bislang meist fehlerhaft,“ stellt Schmidinger fest. Samsonite Fans werden sich gedulden müssen.

Der deutsche Kofferhersteller Rimowa äußert sich da optimistischer. „Wir schätzen das Marktpotenzial für digitale Koffer sehr hoch ein. Zukünftig werden die Koffer, die mit Rimowa Electronic Tag ausgestattet sind, den Papieranhänger ersetzen – genau wie die mobilen Bordkarten bereits heute das Papierticket ersetzen", Sven Lepschy, Vizepräsident des Unternehmens.

Eine nahtlose Reiseerfahrung sei für den Kunden wichtig: Das Wiegen des Koffers überlässt Rimowa aus Sicherheitsgründen aber weiterhin den jeweiligen Airlines.

Zehn clevere Tipps für die Geschäftsreise
1. Akkus checkenWer in die USA reist, sollte kontrollieren, ob die Akkus von Smartphone, Tablet oder Laptop noch ausreichend aufgeladen sind. Wer eine leere Batterie hat, wird an der Sicherheitskontrolle Probleme bekommen. Die neue Regelung wurde vergangene Woche bekannt gegeben. Die USA wollen so verhindern, dass Sprengstoff in den Geräten ist und diese als Bombe benutzt werden. Quelle: Marcel Stahn
2. Hemden packenUm Anzughemden gut zu verpacken, gibt es einige Tricks. Zum einen bleiben sie länger glatt, wenn dünnes Seidenpapier zwischen die einzelnen Hemden kommt. Auch der Kragen hält den Langstreckenflug gut aus, wenn er mit Hilfe eines gerollten Gürtels „ausgelegt“ wird. Quelle: Marcel Stahn
3. Mit Kollegen reisenFliegen Sie mit Ihrem Kollegen gemeinsam, wählen Sie den Fenster- und den Gangplatz einer Reihe aus. Oft bleibt der Sitz in der Mitte dann frei. Sollte dennoch jemand dort reserviert haben, können Sie immer noch tauschen. Quelle: dpa
4. Koffer kennzeichnenEin großer „Zerbrechlich“-Kleber am Koffer kann die Wartezeit verkürzen. Mit etwas Glück achten die Flughafenmitarbeiter darauf und packen den Koffer auf das übrige Gepäck. Der Zwischenstopp an der Gepäckausgabe ist dann entsprechend kürzer. Quelle: dapd
5. Dokumente einscannenGerade auf Geschäftsreisen kann es hektisch werden, schnell wird auf einen anderen Flug oder Zug umgebucht. Geht in der Eile etwas verloren, kann das zum Problem werden – vor allem, wenn es sich um wichtige Dokumente wie Reisepass, Visum oder Ticket handelt. Wer Stress vermeiden will, scannt die Papiere vorher ein und speichert alles auf dem Tablet. Quelle: dpa
6. Notfallplan erstellenInsbesondere wer verreist und zu Hause Familie hat, sollte einen Notfallplan erstellen. Wer passt auf die Kinder auf, wenn Partner oder Partnerin ebenfalls weg müssen oder krankheitsbedingt ausfallen. Quelle: dpa
7. Ruhezonen nutzenInsbesondere für Introvertierte können Geschäftsreisen zum Problem werden, wenn die eigenen Rückzugsorte und Ruhezonen fehlen. Mit ein paar Tricks lassen diese sich allerdings wieder einbauen. Experten raten beispielsweise dazu, beim Mittag das Dessert wegzulassen und die Zeit lieber für einen kurzen Mittagsschlaf zu nutzen. Wer es sich leisten kann, fliegt natürlich Business Class, da ist in der Regel mehr Ruhe als in der Economy Class. Quelle: obs

Ein junges Start-up aus Berlin "Horizn Studios" scheint den Koffer der Zukunft längst auszuliefern: „Es ist schon erstaunlich, dass niemand in der Kofferindustrie die Koffer weiterentwickelt hat. Unser Reisegepäck hat sich in den letzten 30 Jahren kaum weiter entwickelt. Wir leben in einer Zeit der Hypermobilität und Hyper-Konnektivität.  Die traditionellen Koffer-Unternehmen scheinen sich sehr schwer zu tun, sich und ihre Produkte an eine digitalisierte Welt anzupassen.“, stellt Gründer Stefan Howe fest. Sie haben Koffer entwickelt, die iPads und Smartphones unterwegs aufladen und mit GPS geortet werden können. 

Auch leere Akkus gehören der Vergangenheit an. Am Handgepäck lassen sich über einen integrierten Akku Notebook und Smartphone aufladen. Einen digitalen Reise-Assistenten gibt es oben drauf: „Viele Reisende haben keinen Assistenten, der sich um die teils recht aufwändige Reiseorganisation kümmert. Bei Horizn wird einmalig ein Reise-Profil für sie angelegt, und ab da sorgt der digitale Reiseassistent für Buchungen, Umbuchungen oder Restaurantempfehlungen.“ Trotz neu gegründeter Start-ups in Berlin ist die Reisegepäckbranche noch nicht am Ziel angekommen. 

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