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Angesagte Gründer Die deutschen Startups des Jahres

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Ashton Kutchers Faible für Berlin

Klamauk oder Nutzen? Felix Petersen schreibt sein Hype-Dienst Amen voll.

Amen

Ashton Kutcher war lange der erfolgreichste Twitterer weltweit und investiert seit einiger Zeit in Technologiefirmen. Dabei scheint der Schauspieler ein Faible für Berliner Startups zu haben, neben Soundcloud beteiligte er sich auch an Amen. Der prominente Geldgeber nutzt den neuen Internetdienst auch selbst und sorgte so dafür, dass Amen beim Start im Sommer zum wichtigen Gesprächsthema wurde.

Das Prinzip der Seite ist simpel: Die Nutzer geben ihre Meinung zu allem und jedem ab. Sie schreiben beispielsweise „Steve Jobs ist der beste CEO aller Zeiten“ oder „Das Auto ist die beste deutsche Erfindung aller Zeiten“. Andere Nutzer können mit einem „Amen!“ zustimmen oder widersprechen und im Gegenzug erklären, was ihrer Ansicht nach besser sei. So entstehen nach und nach Ranglisten, von nützlichen wie den besten Sushi-Läden Berlins bis hin zu Albernheiten á la „Beischlaf ist he best Schlaf ever not Mittagsschlaf“.

Das ist ganz unterhaltsam, kann jedoch auch viele potenzielle Nutzer abschrecken, die vor lauter Kalauern den Mehrwert nicht sehen. „Amen entwickelt sich derzeit in eine Klamauk- und Nonsens-Richtung, die dem Projekt nicht gut tut“, kritisiert denn auch der Blogger Severin Tatarczyks.

An vorderster Front der Spaßfraktion ist Amen-Chef und Gründer Felix Petersen, der gerne Dinge postet wie „Bundeskanzleramt is the Best Place for Hiding from the Cops In Mitte“. Da der Chef zudem insgesamt einer der eifrigsten Nutzer seines eigenen Dienstes ist, sind manche Mitglieder genervt. Wie bei Twitter kann man verschiedenen Personen folgen und sieht dann deren neueste Beiträge. Die Einträge des Amen-CEO Felix Petersen machen über 90% meines Amen-Streams aus“, schimpft der Betreiber von Neunetz.com Marcel Weiss. Andere Blogger haben schon die „Petersenquote“ als Maßeinheit dafür ausgerufen, wie stark die Gründer eines Netzwerkes dort selbst präsent sind.

Inwieweit Amen sich daher von einer kurzzeitig angesagten Nerd-Spielweise zu einem wirklich nützlichen Meinungs- und Bewertungsportal entwickeln kann, muss sich bald zeigen.

UpCload

Kleidung die man im Netz bestellt, kann man zurückschicken, wenn sie nicht passt. Doch das war Asaf Moses and Sebastian Schulze immer noch zu unbequem, so tüfteln sie eine Technologie aus, die mit Hilfe der Webcam die Körpergröße vermisst. Die Technik dafür steht und funktioniert, auch Dank einer Kooperation mit einem israelischen Spezialisten für Objekterkennung.

Nun sind die UpCload-Gründer dabei, Internethändler davon zu überzeugen ihr Produkt einzusetzen. Wenn es Ihnen gelingt, könnte bald jeder im Netz Kleidung bestellen, die fast so gut sitzt, wie maßgeschneidert. Vom Portal Deutsche-Startups wurde UpCload schon mal zum Startup des Jahres 2011 gewählt.

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