WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Berliner Startup-Szene "Tape übernimmt Amen – eine Liebeshochzeit"

Seite 5/5

"Wir müssen sehr viel ausprobieren"

Was Verbraucher bei Online-Videotheken beachten können
Wie kann ich Filme im Internet ausleihen?Filme im Internet lassen sich auf verschiedenen Geräten abrufen. Was möglich oder notwendig ist, hängt vom Anbieter ab. Allgemein ist die Ausleihe über Computer möglich oder über Fernseher, an die Empfangsgeräte angeschlossen sind, sogenannte Set-Top-Boxen. Daneben gibt es auch internetfähige Fernseher. Die Filme können zudem oft auf Smartphones oder Tablets geladen werden. Quelle: dpa
Welche Arten von Onlinevideotheken gibt es?Besonders komfortabel sind sogenannte Video-on-Demand-Dienste (VoD-Dienste). Nutzer rufen Filme direkt aus dem Internet ab und bekommen sie auf dem Fernseher angezeigt. Daneben haben viele Fernsehsender Mediatheken, wo Internetnutzer Beiträge, Serien und Filme eine Zeit lang kostenlos anschauen können. Weniger schnell kommen Filme von Online-Videotheken ins Haus, bei denen Nutzer DVDs oder Bluray-Discs (BDs) übers Internet ausleihen. Diese werden dann per Post zugestellt und müssen nach dem Ansehen zurückgeschickt werden.
Wie müssen Haushalte und Geräte für den Online-Videogenuss ausgestattet sein?Ein schneller Internetanschluss ist notwendig: Für Filme in Standardqualität reicht laut Experten eine Geschwindigkeit von zwei Megabit pro Sekunde, für hoch auflösende Filme (HD-Filme) sind sechs bis 16 Megabit nötig. Wer HD-Filme sehen möchte, benötigt zudem einen HD-fähigen Fernseher. Auf Computern muss meist Windows laufen, teils können auch Mac-Rechner genutzt werden. Linux ist häufig ausgeschlossen. Auch von Smartphones und Tabletrechnern sind manche Plattformen nur unter einem bestimmten Betriebssystem erreichbar. Quelle: dpa
Wie leihe ich Filme per VoD aus?Verbraucher müssen sich zunächst bei einem Anbieter anmelden. Dort loggen sie sich per Computer oder Fernseher ein, suchen den gewünschten Film und können ihn sofort ansehen. Die Leihdauer beträgt meist 24 bis 48 Stunden. Manche Anbieter haben auch deutlich längere Fristen. Nutzer können die Filme anschauen, so oft sie wollen. Das zeitweise Speichern auf dem eigenen Computer, um Filme auch ohne Internetverbindung später zu sehen, ist nur selten möglich.
Was kostet die Filmausleihe im Netz?Die Preise sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Viele haben genauso einzelne Filme wie Abonnements oder Monatspauschalen im Programm. Fällig sind je nach Anbieter und Film oft zwischen 50 Cent und sechs Euro. HD-Filme kosten mehr als solche in Standardqualität. Abomodelle machen Filme meist entweder günstiger, oder eine Auswahl von Filmen ist gleich ganz kostenlos.
Welche Filme kann ich ausleihen?Grundsätzlich gibt es Kinofilme, Serien und manche Fernsehfilme zur Leihe. Das Angebot reicht von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Titeln. Teils stecken hinter den Filmportalen die großen Privatsender - sie bieten online die Filme an, die bei ihnen bereits gelaufen sind. Viele Kinofilme sind im Internet verfügbar, sobald sie auf DVD erscheinen, müssen aber erst einmal wieder aus dem Netz verschwinden, wenn sie im Fernsehen laufen. Nur vergleichsweise wenige Filme sind als Originalversion oder mit Untertiteln verfügbar.
Bieten die VoD-Dienste dieselbe Qualität wie Filme auf DVD?Die Bildqualität bei VoD ist laut Stiftung Warentest schlechter als bei Filmen, die von DVD oder Bluray abgespielt werden. Nur drei von neun getesteten Anbietern konnten überzeugen. Kein Film erreichte demnach dieselbe Qualität wie auf einer Bluray. Quelle: rtr

Was könnten denn mögliche Abomodelle sein?

Conrad Fritzsch: Zum Beispiel ein Upgrade auf HD, Werbefreiheit oder das Freischalten weiterer Geräte, aber auch sehr exklusive Konzerte. Wenn ein Künstler wirklich nur ein Konzert in Deutschland gibt, das wir übertragen, dann könnte man da über einen geringen Betrag auch den Zugang ermöglichen. Aber wenn man sieht, wie schwer sich Verlage mit Paywalls tun, dann werden wir sehr viel ausprobieren müssen. Auch beim Thema Abo müssen wir weg von den starren Modellen.

Videos sind sehr datenintensiv - andere Musikstreamanbieter wie beispielsweise Spotify haben sich deshalb mit der Telekom zusammengetan. Ist ein ähnlicher Deal auch für tape.tv geplant?

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Conrad Fritzsch: Im ersten Schritt starten wir im September eine exklusive Partnerschaft mit Vodafone. Es wird mobil bei uns keine Werbung von einem anderen Netzbetreiber geben und stellen wir den Vodafone-Kunden exklusiven Content zur Verfügung. Wir glauben außerdem, dass die Datenpakete für Videos in den kommenden zwölf Monaten schrumpfen werden, so dass das Thema so heiß nicht ist, wie es derzeit verkauft wird. Gleichzeitig werden auch die Datenleitungen schneller und billiger. Trotzdem reden wir gerade mit Netzbetreibern. Am liebsten wäre mir eine Art Vertragsoption, also etwas, was ich zu meinem Handy-Vertrag dazubuchen kann.

Ihr hattet auch angekündigt, im ersten Quartal schwarze Zahlen zu schreiben. Wie ist da der Stand? 

Conrad Fritzsch: Das haben wir geschafft. Für uns war wichtig: Man kann beim Thema Musikbewegtbild im Internet allein mit der Säule Werbefinanzierung einen Break Even erreichen, in dem man ordentlich haushaltet und mehr als nur Standardwerbeformen bietet - das so genannte Branded Entertainment. Zweitens haben wir im vergangenen Jahr beispielsweise allein 180 "Über den Dächern"-Konzerte durchgeführt- und einige davon ans ZDF und Arte lizenziert. Diesen Geschäftsbereich wollen wir auch noch weiter ausbauen. Auch weil viele dieser Konzerte international verwertbar sind. In Zukunft können wir dann auf drei Geschäftsmodelle zugreifen.

Der Autorin bei Twitter folgen:

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%