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Deutschland sucht den Supergründer Die ungewöhnlichsten Start-up-Veranstaltungen

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Scheitern ist ein teil des Erfolgs

Ein zentraler Grund ist die nicht immer wirtschaftsfreundliche Stimmung im Land. „Wenn Unternehmer in Deutschland scheitern, ernten sie Spott und Häme. Wer Erfolg hat und Millionen verdient, steht unter Ausbeuterverdacht“, sagt TV-Juror Schweizer. „Wir müssen lernen, dass Scheitern Teil des Erfolgs ist, und sollten denen, die es schaffen, nicht mit Neid begegnen.“

Die Show soll dazu einen kleinen Beitrag leisten: „Wir glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, das international erfolgreiche Format auch in Deutschland auf den Bildschirm zu bringen“, sagt Vox-Chefredakteur Kai Sturm. Immer mehr Menschen hätten Lust, mit ihrem eigenen Geschäft durchzustarten, und es gebe mehr Respekt vor Unternehmertum.

Wie groß die Erwartungen sind, zeigt die Platzierung zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr. „Vielleicht werden einige Zuschauer durch ,Die Höhle der Löwen‘ überrascht sein, wie aufregend die trocken wirkende Wirtschaftswelt sein kann“, hofft Sturm.

Deutsche Inkubatoren für Startups

Tatsächlich ist der mögliche Lerneffekt groß – für die Zuschauer und die Start-ups. Denn es geht bei der „Höhle der Löwen“ nicht darum, statt Möchtegern-Sängern nun überambitionierte Nachwuchsunternehmer zur Schnecke zu machen. Wenn Schweizer beispielsweise den nerdigen Hamburger Limonade-Machern, die eine Alternative zum Szenegetränk Club-Mate brauen, in drei Minuten vorrechnet, wie sie ihren Wareneinsatz kalkulieren und eine realistische Unternehmensbewertung ermitteln müssten, vermittelt die Show ganz nebenbei mehr über den Kern von Unternehmertum, als heutzutage die meisten Abiturienten in der Schule darüber lernen.

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    Finanzierung ist eine der größten Hürden

    Während einige Gründer schlecht wegkommen, überzeugen andere die Jury. In einem Fall beschließen Öger, Schweizer und Wischhusen nach kaum einer halben Stunde, 180 000 Euro für eine 30-Prozent-Beteiligung zu investieren.

    Die Finanzierung ist für viele Start-ups eine der größten Hürden, obwohl in Deutschland eigentlich genug Kapital vorhanden ist. „Das Problem ist, wie man das alte Geld an die neuen Leute bringt“, sagt Sanja Stankovic, Mitbegründerin der Initiative Hamburg Start-ups. Sie hat daher eine Veranstaltung organisiert, um Gründer und Investoren zusammenzubringen – auf der Hamburger Reeperbahn. Doch nicht nur auf der hanseatischen Partymeile wird versucht, Hochschulabsolventen zur Firmengründung zu ermutigen und frisch gestartete Jungunternehmer mit Mentoren oder Investoren zusammenzubringen. Welche außergewöhnlichen Veranstaltungen außerdem für Gründer und Geldgeber von Interesse sind, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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