Digitalisierung München ist Deutschlands Digitalstandort Nummer eins

München ist die digitalste Stadt Deutschlands und hat die höchste Innovationskraft. Wie es um die anderen Metropolen steht und was Städte brauchen, um auch in Zukunft attraktive Wirtschaftsstandorte zu bleiben.

Diese Städte haben sich am besten entwickelt
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Deutschland wird digital? Während es in einigen Regionen noch nicht mal eine vernünftige Internetanbindung gibt, sind andere Standorte voll digitalisiert. Wie gut die 30 größten deutschen Städte auf die Digitalisierung vorbereitet sind, hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte untersucht.

München ist demnach Deutschlands Digitalstandort Nummer eins. Und das ist wichtig, wie Alexander Börsch, Leiter Research bei Deloitte, sagt. "Im internationalen Konkurrenzkampf entscheiden über alle Branchen hinweg immer stärker digitale Standortfaktoren – vor allem die Anzahl hochqualifizierter Arbeitnehmer."

Diese Städte sind am besten auf die Digitalisierung vorbereitet

Aber warum München und nicht das hippe Berlin? "Der derzeitige Hype um die Gründerszene in Berlin trübt etwas den Blick dafür, dass die Wettbewerbsfähigkeit für digitale Innovationen nicht nur von einer lebendigen Start-up-Szene abhängig ist", sagt Nicolai Andersen, Leiter und Partner Innovation bei Deloitte.

In der Hauptstadt gebe es nur wenige große Unternehmen, die notwendige tiefe Expertise und weitreichende Ressourcenausstattung für ein funktionierendes Innovations-Ökosystem mitbringen. In München und Stuttgart dagegen sind die großen Autobauer zu Hause.

Und um die Innovationsfähigkeit der Städte zu fördern, sind vor allem Forschungszentren nötig, jedoch auch IT-Unternehmen und digitale Start-ups, die neue Erkenntnisse aufgreifen und umsetzen. Nur so können Ideen wie Smart Home, selbstfahrende Autos oder auch autonome Maschinen für die Industrie 4.0 umgesetzt werden.

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"Im internationalen Vergleich sollte uns zu denken geben, dass die Städte mit den traditionellen technischen Universitäten wie Aachen und Karlsruhe im Ranking so schlecht abschneiden. In anderen Ländern entsteht gerade um die führenden technischen Universitäten herum ein starkes innovatives Umfeld", kommentiert Andersen.

Eine Stadt kann natürlich auch mit Charme punkten – und somit für benötigte Fachkräfte und Unternehmen attraktiv werden. Für Letztere zählt dabei vor allem Wirtschaftsfreundlichkeit. Hamburg ist unter Studenten der beliebteste Standort für die spätere Karriere – bei den Unternehmen schaffte es die Hansestadt jedoch nur auf Platz sechs. Berlin, München, Frankfurt und Köln sind nach Hamburg die beliebtesten Städte unter den deutschen Studenten.

Und nur mit gut ausgebildeten Fachkräften können neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Entsprechend ist die Anzahl hochqualifizierter Arbeitnehmer ebenso wichtig, wie die Innovationskraft der ortsansässigen Unternehmen.

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